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Goldman Sachs zieht Prognose für Fed-Zinssenkung 2024 nach starken Beschäftigungsdaten zurück
Goldman Sachs hat seine Prognose für eine Zinssenkung der Federal Reserve im Jahr 2024 offiziell zurückgezogen und verweist dabei auf stärker als erwartete US-Beschäftigungsdaten für Mai. Die Investmentbank geht nun davon aus, dass die erste Zinssenkung nicht vor Juni 2027 erfolgen wird – eine erhebliche Abkehr von früheren Markterwartungen.
Die Revision folgt auf die Veröffentlichung des Beschäftigungsberichts für Mai, der zeigte, dass die US-Wirtschaft 272.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen hat – deutlich über der Konsensschätzung von 185.000. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen zudem um 0,4 % im Monatsvergleich, übertrafen die Prognosen und signalisierten anhaltenden Lohndruck. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarkt widerstandsfähig bleibt und der Federal Reserve wenig Anreiz gibt, die Geldpolitik kurzfristig zu lockern.
Die Ökonomen von Goldman Sachs unter der Führung von Jan Hatzius hatten zuvor eine Zinssenkung im vierten Quartal 2024 erwartet. Die neue Prognose reiht die Bank in eine wachsende Minderheit von Analysten ein, die davon ausgehen, dass die Zinsen länger höher bleiben werden als bisher erwartet.
Die revidierte Prognose hat unmittelbare Auswirkungen auf alle Anlageklassen. Ein längeres Hochzinsumfeld reduziert typischerweise die Liquidität an den Finanzmärkten, da die Kreditkosten erhöht bleiben und Investoren in geldmarktnahe Instrumente wechseln. Diese Dynamik kann Risikoanlagen unter Druck setzen, darunter Aktien und Kryptowährungen.
Für Kryptowährungsmärkte und DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Protokolle könnte das verlängerte Zinsplateau die Renditen auf DeFi-Kreditplattformen komprimieren und die spekulative Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten reduzieren. Niedrigere Liquiditätsbedingungen führen häufig zu höherer Marktvolatilität und geringeren Handelsvolumina in Kryptomärkten, die historisch gesehen empfindlich auf Marktänderungen in der globalen Geldpolitik reagiert haben.
Bitcoin und andere wichtige Kryptowährungen haben bereits eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber Zinserwartungen gezeigt. Die Aussicht, dass die Zinsen für mehrere weitere Jahre in der Nähe ihrer aktuellen Spanne von 5,25 %–5,50 % bleiben, könnte die Risikobereitschaft dämpfen, die Krypto-Rallys in früheren Lockerungszyklen angetrieben hat.
Die Federal Reserve hält ihren Leitzins seit Juli 2023 auf dem höchsten Stand seit 23 Jahren, nach einer Reihe aggressiver Erhöhungen, die im März 2022 begannen. Fed-Chef Jerome Powell hat wiederholt betont, dass die Zentralbank größere Zuversicht benötigt, dass die Inflation nachhaltig auf ihr 2-%-Ziel zusteuert, bevor Zinssenkungen in Betracht gezogen werden.
Während sich die Inflation von ihrem Höchststand von 9,1 % im Jahr 2022 auf aktuell 3,4 % abgemildert hat, war der Fortschritt in den letzten Monaten ungleichmäßig. Der starke Arbeitsmarkt fügt eine weitere Komplexitätsebene hinzu, da das Lohnwachstum den Aufwärtsdruck auf die Dienstleistungsinflation aufrechterhalten könnte.
Goldman Sachs' Rückzug seiner Prognose für eine Zinssenkung im Jahr 2024 markiert eine bemerkenswerte Verschiebung im Konsens der Wall Street. Für Investoren in traditionellen und digitalen Vermögensmärkten ist die Botschaft klar: Die Ära des billigen Geldes kehrt so bald nicht zurück. Die verlängerte Phase einer straffen Geldpolitik wird voraussichtlich weiterhin die Portfolio-Diversifikation, die Risikobereitschaft und die Liquiditätsbedingungen auf absehbare Zeit beeinflussen.
F1: Warum hat Goldman Sachs seine Prognose geändert?
Die Revision wurde durch den stärker als erwarteten Beschäftigungsbericht für Mai ausgelöst, der robuste Jobzuwächse und steigende Löhne zeigte und damit die Wahrscheinlichkeit verringert, dass die Federal Reserve die Zinsen kurzfristig senken wird.
F2: Wann erwartet Goldman Sachs nun die erste Zinssenkung?
Die Bank prognostiziert, dass die erste Zinssenkung im Juni 2027 erfolgen wird – eine erhebliche Verzögerung gegenüber ihrer früheren Prognose einer Senkung Ende 2024.
F3: Wie könnte sich dies auf Kryptowährungspreise auswirken?
Anhaltend hohe Zinsen können die Marktliquidität reduzieren und die Risikobereitschaft dämpfen, was potenziell Abwärtsdruck auf Kryptowährungen und DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Protokolle ausübt, die häufig von lockereren Geldmarktbedingungen profitieren.
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