Das XRP Ledger (XRPL) soll am 15.06. die Version 3.2.0 seiner Kern-Serversoftware aktivieren. Das Update führt zwar keine wesentlichen benutzerseitigen Funktionen ein, enthält jedoch mehrere Änderungen, die auf eine Verbesserung des langfristigen Betriebs des Netzwerks abzielen.
Zu den bemerkenswertesten Änderungen gehört die Umbenennung der Serversoftware von „rippled" in „xrpld" – ein Schritt, der das breitere XRPL-Ökosystem besser widerspiegeln und Verwechslungen mit anderen Ripple-bezogenen Produkten verringern soll.
Nach dem Upgrade werden Node-Betreiber, die ihre Softwareversionen überprüfen, „xrpld 3.2.0" in der Befehlszeile angezeigt bekommen. Entwickler erklärten, dass die Änderung die wachsende Unabhängigkeit und technische Reife der XRP Ledger-Infrastruktur widerspiegelt.
Das Release liefert außerdem erhebliche Performance-Verbesserungen im gesamten Netzwerk. Laut Entwicklern könnte die Server-Speichernutzung um bis zu 40 % sinken, sodass Nodes bei höherer Nachfrage effizienter arbeiten können.
Über die Speicher-Optimierung hinaus führt das Update zusätzliche systemweite Verfeinerungen ein. Diese Änderungen sind darauf ausgelegt, die allgemeine Netzwerkeffizienz zu verbessern. Sie unterstützen auch einen höheren Transaktionsdurchsatz, da die Aktivität in den Bereichen dezentralisierte Finanzen, Tokenisierung und Real-World-Asset-Anwendungen zunimmt.
Zusätzlich zu den Performance-Upgrades enthält Version 3.2.0 mehrere Fehlerbehebungen und technische Verfeinerungen. Verbesserungen bei der Zahlenverarbeitung, der Rundungslogik und der Core-Code-Pflege zielen darauf ab, die Netzwerkstabilität zu stärken, ohne die Endbenutzererfahrung zu beeinträchtigen.
Nennenswert ist, dass dem bevorstehenden Release die Bereitstellung von Version 3.1.3 auf dem XRPL-Mainnet Ende Mai vorausging. Dieses frühere Update behob Probleme im Zusammenhang mit NFTs, Permissioned Domains, Vaults, dem Lending Protocol und Multi-Purpose Tokens.
Netzwerkdaten zeigen, dass bereits etwa 84 % der XRPL-Nodes Version 3.1.3 übernommen haben. Dieses Adoptionsniveau deutet darauf hin, dass das Ökosystem sich auf eine relativ reibungslose Migration zur neuen Softwareversion vorbereitet.
Entwickler ermutigen Validatoren und Node-Betreiber, ihre Systeme vor dem Aktivierungsdatum zu aktualisieren. Server, die auf älteren Versionen verbleiben, könnten nach dem Upgrade Einschränkungen bei der vollständigen Teilnahme am Konsens und anderen Netzwerkfunktionen erleben.
Neben der Upgrade-Bereitschaft enthält das Release auch laufende Sicherheitsverbesserungen im Hintergrund. Erweiterte KI-gestützte Tests und aktive Bug-Bounty-Bemühungen sind Teil umfassenderer Maßnahmen zur Stärkung des Ledgers. Diese Bemühungen zielen darauf ab, die Resilienz zu verbessern, da institutionelle und blockchain-basierte Anwendungsfälle weiter zunehmen.
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