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Wird Quantencomputing Bitcoin zerstören?

2026/04/11 09:20
4 Min. Lesezeit
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  • Google-Forschung behauptet, dass Quantencomputer Bitcoin-Schlüssel innerhalb von neun Minuten knacken könnten.
  • KI-Modelle sind sich einig, dass die Bedrohung existiert, unterscheiden sich jedoch in Bezug auf Zeitrahmen, Dringlichkeit und Machbarkeit eines Bitcoin-Upgrades.
  • Experten sagen, dass Bitcoin sich anpassen kann, doch langsame Governance könnte die Implementierung quantenresistenter Sicherheit verzögern.

Quantencomputing wurde 2026 zur meistdiskutierten Bedrohung für Bitcoin, nachdem Google ein Papier veröffentlichte, das behauptet, eine zukünftige Quantenmaschine könne einen privaten Bitcoin-Schlüssel in nur neun Minuten knacken. 

Währenddessen äußern sich fünf führende KI-Modelle, ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und Grok, dazu, und ihre Antworten unterscheiden sich stärker als erwartet.

Was ist die Quantenbedrohung für Bitcoin?

Die Diskussion explodierte, nachdem Googles Quantum AI-Team Ende März 2026 ein Forschungspapier veröffentlichte, das warnte, dass das Knacken der Bitcoin-Kryptographie möglicherweise weitaus weniger Ressourcen erfordert als bisher angenommen. 

Google-Forscher schätzten, dass ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer einen privaten Bitcoin-Schlüssel in etwa neun Minuten knacken könnte, sobald ein öffentlicher Schlüssel offengelegt wird, wodurch etwa 6,9 Millionen bereits offengelegte Bitcoin einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.

Im Zentrum der Besorgnis steht etwas, das Elliptic Curve Cryptography oder ECC genannt wird, die mathematische Grundlage, die Bitcoin-Wallets sicher hält. Ein leistungsstarker Quantencomputer, der den Shor-Algorithmus verwendet, könnte diese knacken und private Schlüssel offenlegen. Ältere Bitcoin-Adressen sind am meisten gefährdet, da ihre öffentlichen Schlüssel bereits on-chain sichtbar sind.

ChatGPT: Reales & zeitkritisches Risiko

ChatGPT beschönigt das Risiko nicht. Es beschreibt Quantencomputing als eine reale und zeitkritische Herausforderung für Blockchains, die Elliptic-Curve-Kryptographie verwenden, einschließlich Bitcoin und Ethereum, da die Quantenforschung weiter voranschreitet.

Auf die Frage nach einer möglichen Bedrohung im Jahr 2028 sagte ChatGPT, der Zeitrahmen sei unsicher, aber nicht unrealistisch. Die größere Sorge ist nicht ein plötzlicher Durchbruch, sondern dass die Branche quantenresistente Kryptographie nicht schnell genug einführt. 

Es hebt auch eine Governance-Herausforderung hervor: Die dezentrale Struktur von Bitcoin macht schnelle Upgrades im Vergleich zu flexibleren Blockchains schwieriger.

Grok: Entspann dich, alles würde zuerst zusammenbrechen

Elon Musks Grok nimmt einen wesentlich entspannteren Ton an. Groks Antwort war direkt: „Wenn Quantencomputer gut genug werden, um ECC bis 2028 zu knacken, hat das gesamte Internet größere Probleme als Krypto – deine Bank, deine Passwörter, deine Regierungsdaten ... alles hinüber."

Groks Punkt ist gültig und es lohnt sich, darüber nachzudenken. Bevor ein Quantencomputer Bitcoin angreift, würde er zuerst Bankensysteme, Regierungskommunikation, Militärnetzwerke und jede HTTPS-Website auf der Erde durchbrechen. 

Das würde einen globalen Notfall schaffen und Regierungen und Technologieunternehmen dazu zwingen, schnell zu reagieren. In diesem Szenario wäre Bitcoin nicht das erste System, das versagt.

Gemini: Upgrade ist möglich, aber Zeit ist wichtig

Googles KI, Gemini, nimmt eine ausgewogene Mittelposition ein. Sie erkennt an, dass die Bedrohung real ist, insbesondere nachdem Google die Forschung veröffentlicht hat, die die Diskussion ausgelöst hat. Gemini merkt jedoch auch an, dass Post-Quanten-Kryptographielösungen bereits existieren.

Das Hauptproblem ist das Timing. Die Tools sind verfügbar, aber die Krypto-Branche muss sie frühzeitig einführen. Da Bitcoin-Upgrades typischerweise langsam voranschreiten, könnten Verzögerungen bei der Implementierung das Gesamtrisiko erhöhen.

Perplexity: Technisches Problem, kein physikalisches

Perplexity rahmt die Quantenbedrohung anders ein. Anstatt zu fragen, ob es passieren wird, konzentriert sie sich darauf, wie schnell die Technologie gebaut werden kann. 

Venture-Capitalist Nic Carter wiederholte diese Ansicht und sagte, das Risiko habe sich von einem physikalischen Problem zu einer technischen Herausforderung verschoben, und technische Fortschritte entwickeln sich tendenziell schnell.

Perplexity fügt hinzu, dass der Zeitrahmen von Hardware-Fortschritten abhängt, nicht von der Theorie. Google und IBM streben beide bis Anfang der 2030er Jahre 1 Million physische Qubits an. Mit typischen technischen Verzögerungen könnten wirklich nützliche Quantenmaschinen jedoch erst um 2035 eintreffen. Dies deutet darauf hin, dass die Branche Zeit zur Vorbereitung hat, aber nicht unbegrenzt Zeit.

Claude: Beherrschbar, aber Vorbereitung kann nicht warten

Claude sagt, die Quantenbedrohung sei real, aber nicht unmittelbar. Die heutigen Quantencomputer sind noch weit davon entfernt, die Verschlüsselung von Bitcoin zu knacken. Die jüngste Google-Forschung hat jedoch die Erwartungen verkürzt und das Zeitfenster 2029–2035 realistischer gemacht.

Claudes Hauptbotschaft ist Dringlichkeit ohne Panik. Bitcoin hat bereits große Herausforderungen gemeistert, und quantensichere Standards existieren bereits, wobei NIST mehrere im Jahr 2024 fertigstellt. BIP-360 wird ebenfalls entwickelt, um quantenresistente Adresstypen einzuführen. 

Ein vollständiges Upgrade könnte jedoch etwa 7 Jahre dauern: etwa 2,5 Jahre für Entwicklung und Prüfung, 0,5 Jahre für Aktivierung und 4 Jahre für Ökosystem-Migration.

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Quelle: https://coinedition.com/will-quantum-computing-destroy-bitcoin-heres-what-chatgpt-gemini-claude-perplexity-and-grok-think/

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