Die EU-Finanzminister sind einem Konsens über die Einführung des digitalen Euro näher gekommen. Der digitale Euro, eine digitale Zentralbankwährung (CBDC), zielt darauf ab, eine strategische Alternative zu den von den USA dominierten Zahlungssystemen wie Visa und Mastercard zu bieten.
Die Finanzminister trafen sich kürzlich in Kopenhagen, um die potenzielle Rolle des digitalen Euro in der europäischen Finanzlandschaft zu diskutieren. Die EU beabsichtigt, dass der digitale Euro neben dem Geschäftsbankengeld funktioniert und eine robuste und sichere Zahlungsmethode für Verbraucher und Händler gewährleistet. Das Projekt könnte jedoch trotz der erzielten Fortschritte Jahre bis zur Umsetzung benötigen.
In einem wichtigen Treffen skizzierten die EU-Finanzminister und die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, den Rahmen für den digitalen Euro. Die Diskussionen konzentrierten sich darauf, wie der digitale Euro das bestehende Geschäftsbankengeld ergänzen könnte, während die Stabilität in der europäischen Wirtschaft gewahrt bleibt.
Der digitale Euro würde es Verbrauchern und Unternehmen ermöglichen, eine Online-Wallet zu nutzen, die gegen die Bilanz des Eurosystems ausgegeben wird. Dieses System zielt darauf ab, ein sicheres und zugängliches Zahlungsmittel bereitzustellen.
Eine kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen den Finanzministern und der EZB gibt EU-Beamten ein Mitspracherecht bei der Ausgabe des digitalen Euro. Dies umfasst die Festlegung, wie viel Geld jeder Einwohner in digitalem Euro halten kann.
Die Vereinbarung zielt darauf ab, Bedenken hinsichtlich potenzieller Bankenansturme zu adressieren und sicherzustellen, dass der digitale Euro das bestehende Finanzsystem nicht destabilisiert. Lagarde betonte die politische Bedeutung des digitalen Euro und erklärte, dass er die Souveränität Europas bei der Verwaltung von Zahlungen und Finanzinfrastruktur repräsentiert.
Trotz der Fortschritte in den Diskussionen könnte die Einführung des digitalen Euro noch mehrere Jahre dauern. Das Europäische Parlament muss die Gesetzgebung genehmigen, die in den kommenden Monaten hitzige Debatten auslösen könnte. Die EZB hofft, die Gesetzgebung bis Juni 2026 abzuschließen, aber die tatsächliche Ausgabe des digitalen Euro könnte bis zu drei weitere Jahre dauern.
Das Projekt des digitalen Euro wird kritisiert, insbesondere vom spanischen Abgeordneten Fernando Navarrete Rojas. Navarrete hat Bedenken hinsichtlich der Risiken des digitalen Euro geäußert, einschließlich potenzieller Bedrohungen für die Finanzstabilität und den Datenschutz.
Er stellte in Frage, ob ein digitaler Euro einen tatsächlichen Bedarf im aktuellen Finanzsystem deckt. Seine Skepsis trägt zur laufenden Debatte über seine Machbarkeit und Notwendigkeit bei.
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