Die Strafverfolgungsbehörden haben den Verdächtigen bei der Schießerei am Samstagabend beim White House Correspondents' Dinner als Cole Tomas Allen, 31, aus Torrance, Kalifornien identifiziert.Die Strafverfolgungsbehörden haben den Verdächtigen bei der Schießerei am Samstagabend beim White House Correspondents' Dinner als Cole Tomas Allen, 31, aus Torrance, Kalifornien identifiziert.

Lehrer des Monats wird zum mutmaßlichen Schützen – was wir bisher über Cole Tomas Allen wissen

2026/04/26 19:47
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Die Strafverfolgungsbehörden haben den Verdächtigen beim Schusswaffen-Vorfall am Samstagabend beim White House Correspondents' Dinner als Cole Tomas Allen, 31, aus Torrance, Kalifornien, identifiziert. Berichten zufolge soll Allen gegen 20:36 Uhr einen Sicherheitskontrollpunkt im Washington Hilton gestürmt haben, bewaffnet mit einer Schrotflinte, einer Handfeuerwaffe und mehreren Messern.

Allen schoss auf einen Secret-Service-Agenten, doch der Beamte überlebte, weil er eine kugelsichere Weste trug. Allen wurde am Tatort in Gewahrsam genommen, ohne dass die Beamten auf ihn schossen, und wurde später zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Allen sieht sich nun mit Bundesanklagen konfrontiert, darunter der Angriff auf einen Bundesbeamten und die Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat. Seine Anhörung ist für Montag, den 27.04., vor einem Bundesgericht angesetzt.

Allens Hintergrund zeichnet das verwirrende Bild eines nach außen hin erfolgreichen Menschen. Er ist Absolvent des California Institute of Technology (Caltech) von 2017 mit einem Abschluss in Maschinenbau. Später erwarb er im Mai 2025 einen Master of Science in Informatik an der California State University, Dominguez Hills.

Zuletzt arbeitete Allen als Nachhilfelehrer bei C2 Education, wo er kürzlich zum „Lehrer des Monats" ernannt wurde. Nachbarn in Torrance beschrieben ihn als „intelligent und ruhig".

Obwohl offiziell nicht bestätigt, deuten einige Berichte darauf hin, dass Allen zugegeben haben soll, Regierungsbeamte ins Visier genommen zu haben. Ermittler glauben, dass er als „Einzeltäter" handelte.

Öffentliche Unterlagen zeichnen ein unklares politisches Bild. Allens Wählerregistrierung führt ihn als Person ohne Parteipräferenz auf, obwohl öffentliche Unterlagen belegen, dass er 2024 eine kleine Spende von 25 $ an einen PAC der Kamala-Harris-Kampagne gemacht hat.

Neue Details deuten darauf hin, dass Allen möglicherweise als registrierter Gast im Washington Hilton gebucht war, was ihm erlaubt haben könnte, bestimmte externe Sicherheitskontrollen zu umgehen, bevor er den Magnetometerbereich in der Nähe des Ballsaals stürmte.

Laut NBC News stellten Behörden fest, dass Allen kein Vorstrafenregister hatte und nicht auf dem Radar der Strafverfolgungsbehörden in Washington, D.C. war.

Das FBI hat seine Wohnung in Torrance durchsucht und untersucht derzeit sein Telefon und andere elektronische Geräte. FBI-Ermittler haben auch seine jüngsten Reisen verfolgt und festgestellt, dass er von Los Angeles nach Chicago reiste, bevor er in Washington, D.C. ankam.

Der während des Vorfalls getroffene Secret-Service-Agent wurde aus dem Krankenhaus entlassen.

Politische Gewalt in Amerika hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen und stellt eine beunruhigende Abkehr von demokratischen Normen dar.

Der Angriff auf das Kapitol am 06.01.2021 stellte einen beispiellosen Angriff auf die Legislative dar, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden. Seitdem sind die Bedrohungen gegen gewählte Amtsträger exponentiell gestiegen.

Das FBI hat signifikante Zunahmen bei Fällen dokumentiert, die potenzielle Gewalt gegen Regierungsgebäude, politische Veranstaltungen und einzelne Gesetzgeber betreffen. Massenanschläge bei politischen Veranstaltungen sind beunruhigend häufig geworden. Extremistische Rhetorik durchdringt soziale Medien und den politischen Mainstream-Diskurs und schafft ein toxisches Umfeld, in dem Gewalt zunehmend normalisiert wird. Strafverfolgungsbehörden berichten, dass ideologisch motivierter gewaltsamer Extremismus – sowohl von links als auch von rechts – zu einem anhaltenden Sicherheitsproblem im Inland geworden ist, wobei inländische Terroristen in vielen Kontexten nun eine größere Bedrohung darstellen als ausländische Akteure.

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