Die Bank of England überprüft Teile ihres vorgeschlagenen Regelwerks für Pfund-denominierte Stablecoins, nachdem Unternehmen aus dem Bereich digitaler Vermögenswerte gewarnt haben, dass Haltelimits und Reserveanforderungen die Verbreitung behindern und in Großbritannien ausgegebene Token unwirtschaftlich machen könnten. Laut Cointelegraph signalisierte Vizegouverneurin Sarah Breeden, dass die Vorschrift, wonach mindestens 40 % der Deckungsaktiva als unverzinste Einlagen bei der BoE gehalten werden müssen, möglicherweise zu konservativ sei – eine Ansicht, die sie mit der Financial Times erörterte.
Das Überdenken erfolgt, während die britische Regierung und die Regulierungsbehörden darum bemüht sind, Großbritannien als wettbewerbsfähiges Zentrum für digitale Vermögenswerte zu positionieren und gleichzeitig die Bankfinanzierung und die Finanzstabilität zu wahren. Pfund-gekoppelte Token machen derzeit nur einen winzigen Anteil des globalen Stablecoin-Markts von rund 300 Milliarden US-Dollar aus, einem Markt, der nach wie vor von Dollar-basierten Emittenten dominiert wird. Quelle: DeFi Llama.
Die BoE legte in ihrem Konsultationspapier vom November 2025 zu einem vorgeschlagenen Regulierungsrahmen für Pfund-denominierte systemische Stablecoins detaillierte Besitzgrenzen fest, die auf Optionen aufbauen, die erstmals in einem Diskussionspapier von 2023 vorgestellt wurden. Dem Vorschlag zufolge wären Privatpersonen auf den Besitz von bis zu 20.000 £ (ca. 27.000 USD) eines bestimmten britischen Stablecoins beschränkt, während Unternehmen zumindest während einer Übergangsphase einer Obergrenze von rund 13,5 Millionen USD unterliegen würden.
Die Zentralbank argumentierte, dass Obergrenzen notwendig seien, um einen plötzlichen Abfluss von Einlagen aus Geschäftsbanken in tokenisiertes Geld zu verhindern, falls ein großer Stablecoin rasch für Zahlungen eingeführt würde. Branchenverbände und potenzielle Emittenten entgegneten, dass solche Obergrenzen betrieblich umständlich und plattformübergreifend schwer zu überwachen seien und den ernsthaften institutionellen Einsatz regulierter britischer Stablecoins im Bereich Unternehmensfinanzen, Gehaltsabrechnung und Abwicklung abschrecken könnten.
Breeden gehört seit Langem zu den vorsichtigsten Stimmen der BoE in Bezug auf Stablecoins. Im November 2025 warnte sie, dass eine zu weitgehende Aufweichung der Regeln die Finanzstabilität gefährden könnte, und betonte, dass Stablecoins geldähnliche Instrumente seien, die ebenso sicher und robust sein müssten wie die bestehende Zahlungsinfrastruktur. Damals befürwortete sie strenge Liquiditätsanforderungen, die Emittenten verpflichten würden, einen erheblichen Teil der Reserven bei der Zentralbank zu platzieren und den Rest in hochqualitativen liquiden Wertpapieren wie britischen Staatsanleihen zu halten. Anwaltskanzleien und künftige Emittenten argumentieren, dass ein solcher Rahmen die Margen drücken und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Vereinigten Staaten oder der Europäischen Union zuungunsten des Vereinigten Königreichs verschieben könnte.
Die sich wandelnde Haltung spiegelt die anhaltenden Bemühungen der politischen Entscheidungsträger wider, einen Mittelweg zu finden, während die globalen Regulierungsansätze auseinandergehen. Im Januar eröffneten britische Gesetzgeber eine Untersuchung darüber, wie Fiat-gedeckte Token beaufsichtigt werden sollten, und hörten Beweise von Branchenteilnehmern wie Coinbase und Innovate Finance, während die BoE und das Finanzministerium weiterhin einen Rahmen ausarbeiten, der neben umfassenderen Krypto-Regeln und möglichen Plänen für ein digitales Pfund bestehen soll.
Ein flexiblerer Ansatz bei Obergrenzen und Deckungsanforderungen könnte darüber entscheiden, ob systemische GBP-Stablecoins als ernsthafte grenzüberschreitende Zahlungsmittel und inländische Krypto-Marktteilnehmer entstehen oder ob die Aktivität in Rechtsgebieten konzentriert bleibt, die als aufgeschlossener wahrgenommen werden. Da die Behörden Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringen, wird der politische Kurs die Rolle des Vereinigten Königreichs in der sich entwickelnden globalen Stablecoin-Landschaft prägen.
Abschließende Perspektive: Der weitere Weg bleibt abhängig von der regulatorischen Abstimmung und der praktischen Anpassung durch Emittenten und Banken, unter fortlaufender Beobachtung durch politische Entscheidungsträger und Branchenteilnehmer gleichermaßen.
Dieser Artikel wurde ursprünglich als BoE Signals Easing of UK Stablecoin Caps Amid Industry Backlash auf Crypto Breaking News veröffentlicht – Ihre vertrauenswürdige Quelle für Krypto-Nachrichten, Bitcoin-Nachrichten und Blockchain-Updates.


