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Feds Schmid signalisiert mögliche weitere Zinserhöhungen angesichts anhaltender Inflationssorgen
Kansas City Federal Reserve-Präsident John Schmid deutete am Mittwoch an, dass weitere geldpolitische Straffungsmaßnahmen notwendig sein könnten, um die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel der Zentralbank zurückzuführen. Auf einer Konferenz in Omaha, Nebraska, betonte Schmid, dass zwar Fortschritte erzielt wurden, der Kampf gegen die Inflation jedoch noch nicht gewonnen sei.
Schmids Kommentare kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für die US-amerikanische Geldpolitik. Die Federal Reserve hat ihren Leitzins seit Juli 2023 unverändert gehalten und pausiert nach einem historischen Straffungszyklus, in dem die Zinsen von nahezu null auf eine Spanne von 5,25 % bis 5,50 % gestiegen waren. Jüngste Wirtschaftsdaten zeigen jedoch hartnäckige Inflation in bestimmten Sektoren, insbesondere im Dienstleistungs- und Wohnimmobilienbereich, was den weiteren Weg der Fed erschwert.
„Wir müssen konsistentere Belege dafür sehen, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung 2 Prozent bewegt", sagte Schmid. „Wenn diese Belege ausbleiben, könnten weitere Straffungsmaßnahmen angemessen sein." Die Aussagen deuten darauf hin, dass die „länger höher"-Haltung der Fed bis weit ins Jahr 2025 andauern könnte und dass Zinssenkungen – die von den Märkten Anfang dieses Jahres weitgehend erwartet wurden – möglicherweise verzögert werden.
Die Finanzmärkte reagierten vorsichtig auf Schmids Aussage, wobei die Treasury-Renditen leicht stiegen und die Aktien-Futures frühere Gewinne abgaben. Investoren bewerten nun die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung beim Dezember-Treffen der Fed neu, die vor der Rede auf etwa 50 % geschätzt worden war.
Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen, dass die höheren Kreditkosten für Hypotheken, Autokredite und Unternehmensschulden anhalten könnten. Insbesondere kleine Unternehmen stehen weiterhin unter Margendruck, da die Finanzierung teuer bleibt. Auf der positiven Seite könnte eine entschlossene Haltung der Fed dazu beitragen, eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern und die langfristigen Inflationserwartungen zu verankern.
Schmid, der seit 2023 stimmberechtiges Mitglied des Federal Open Market Committee (FOMC) ist, gilt als Zentrist in der Geldpolitik. Seine Ansichten decken sich mit einer wachsenden Zahl von Fed-Beamten, die zuletzt zur Geduld bei Zinssenkungen aufgerufen haben. Das nächste Politiktreffen der Fed ist für den 06.-07. November geplant, mit einem weiteren Treffen im Dezember. Beim November-Treffen wird keine Zinsänderung erwartet, aber die Dezember-Entscheidung bleibt stark datenabhängig.
John Schmids Warnung, dass weitere geldpolitische Straffungsmaßnahmen notwendig sein könnten, unterstreicht das anhaltende Engagement der Federal Reserve bei der Inflationsbekämpfung, auch auf die Gefahr einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hin. Für die Märkte und die Gesamtwirtschaft ist die Botschaft klar: Die Ära des billigen Geldes kehrt so bald nicht zurück. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, da die Fed die Inflationsrisiken gegen die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarkts und der Verbraucherausgaben abwägt.
F1: Was sagte Fed-Präsident John Schmid über die Zinssätze?
Schmid erklärte, dass weitere geldpolitische Straffungsmaßnahmen notwendig sein könnten, wenn die Inflation keine konsistenten Fortschritte in Richtung des 2%-Ziels der Fed zeigt.
F2: Wann findet das nächste Federal Reserve-Treffen statt?
Das nächste FOMC-Treffen ist für den 06.-07. November 2024 geplant, gefolgt von einem abschließenden Treffen im Dezember.
F3: Wie könnten weitere Zinserhöhungen die Verbraucher beeinflussen?
Zusätzliche Zinserhöhungen würden die Kreditkosten für Hypotheken, Autokredite und Kreditkarten hoch halten und könnten die Verbraucherausgaben sowie das Wirtschaftswachstum verlangsamen.
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