Kraken plant, U.S.-Händlern CFTC-regulierte Bitcoin Perpetual Futures anzubieten, nachdem die CFTC Kalshi grünes Licht gegeben hat, einen Perpetual-Futures-Kontrakt zu betreiben – was einen neuen Weg für regulierte Krypto-Derivate auf amerikanischem Boden eröffnet.
Kraken hat Pläne angekündigt, was es als die ersten CFTC-regulierten Perpetual Futures für U.S.-Händler beschreibt. Das Produkt würde amerikanischen Nutzern erstmals ermöglichen, Bitcoin Perpetuals innerhalb eines bundesweit regulierten Rahmens zu handeln.
Perpetual-Kontrakte unterscheiden sich von Standard-Futures-Kontrakten dadurch, dass sie kein Ablaufdatum haben. Händler können Positionen auf unbestimmte Zeit halten, wobei periodische Funding-Rate-Zahlungen den Kontraktpreis an den zugrunde liegenden Spot-Preis binden. Diese Struktur hat den Offshore-Krypto-Handel seit Jahren dominiert, war jedoch über regulierte U.S.-Börsen nicht verfügbar.
Die Bedeutung liegt im regulatorischen Rahmen. Bisher mussten U.S.-Händler, die Perpetual-Exposure anstrebten, Offshore-Plattformen nutzen, die außerhalb der CFTC-Aufsicht operierten, was Gegenparteirisiken und rechtliche Unsicherheiten schuf. Ein CFTC-reguliertes Perpetual-Produkt würde diesen Kompromiss beseitigen.
Die Entscheidung der CFTC, Kalshis Perpetual-Futures-Kontrakt zu genehmigen, schuf einen regulatorischen Präzedenzfall. Kalshi kündigte den Start von Perpetual Futures in Amerika an und markierte damit das erste Mal, dass eine CFTC-regulierte Einheit die Genehmigung erhielt, ein solches Produkt zu listen.
Diese Genehmigung stellt keine pauschale Zulassung für alle Perpetual-Produkte dar. Jede Börse muss die CFTC-Anforderungen eigenständig erfüllen. Die Kalshi-Entscheidung signalisiert jedoch, dass die CFTC Perpetual-Kontrakte im Rahmen bestehender regulatorischer Rahmenbedingungen als zulässig betrachtet und nicht kategorisch ablehnt.
Für Kraken ist das Timing strategisch. Mit einem nun durch Kalshis Genehmigung demonstrierten regulatorischen Weg kann Kraken sein eigenes CFTC-reguliertes Perpetual-Angebot mit größerer Zuversicht verfolgen, dass die Produktstruktur selbst keine vollständige regulatorische Ablehnung erfährt. Das breitere regulatorische Umfeld für Krypto-Derivate in den USA hat sich verändert, auch wenn der gesamte Krypto-Markt im Jahr 2026 erhebliche Rückgänge verzeichnet hat.
CoinDesk berichtete, dass die CFTC mit ihrer Genehmigung die Tür für Krypto-Perpetuals geöffnet hat und die Entscheidung als Wendepunkt für die U.S.-Derivatemärkte bezeichnete.
Regulierte Bitcoin Perpetuals in den USA würden eine lang bestehende Lücke schließen. Amerikanische Händler und Institutionen haben zugesehen, wie Offshore-Börsen das Perpetual-Futures-Handelsvolumen dominieren, während sie durch jurisdiktionelle Beschränkungen ausgesperrt waren.
Ein CFTC-reguliertes Produkt weist andere Risikomerkmale auf als Offshore-Alternativen. Getrennte Kundengelder, Positionsmeldepflichten und Börsenaufsicht reduzieren das Gegenparteirisiko. Für institutionelle Benutzer könnte diese regulatorische Klarheit eine Beteiligung ermöglichen, die Compliance-Abteilungen bisher verhindert haben.
Die wettbewerblichen Auswirkungen gehen über Kraken hinaus. Wenn Perpetual Futures über mehrere regulierte U.S.-Börsen verfügbar werden, könnten Offshore-Plattformen eine Volumenverlagerung von amerikanischen Händlern erleben, die bisher keine inländische Option hatten. Diese regulatorische Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen weltweit die Aufsicht über Krypto-Netzwerke verschärfen, was regulierten Zugang zunehmend wertvoller macht.
Die Netzwerkzuverlässigkeit ist ein weiterer Faktor, den regulierte Börsen angehen müssen, da jüngste Mainnet-Ausfälle auf anderen Blockchain-Plattformen die Infrastrukturrisiken unterstrichen haben, die institutionelle Händler bei der Wahl ihrer Handelsplätze abwägen.
Ob Krakens spezifisches Produkt die endgültige CFTC-Genehmigung erhält, bleibt abzuwarten. Die Börse hat ihre Pläne öffentlich bekannt gegeben, aber der regulatorische Prozess zwischen Ankündigung und Live Trading umfasst weitere Schritte. Was sich geändert hat, ist das regulatorische Umfeld selbst, wobei Kalshis Genehmigung demonstriert, dass Perpetual-Kontrakte im Rahmen der CFTC existieren können.
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