Berichten zufolge hat der Iran die Atomverhandlungen mit den Vereinigten Staaten ausgesetzt und dabei Israels anhaltenden Militärangriff auf den Libanon als Grund angeführt — ein dramatischer diplomatischer Bruch, der nur wenige Stunden nachdem Präsident Donald Trump Kritikern sagte, sie sollten sich „zurücklehnen und entspannen" und ihm die Sache überlassen, eintrat.
Die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Montag von der Aussetzung und erklärte, das iranische Verhandlungsteam halte „Gespräche und den Austausch von Texten über Vermittler" an. Der Grund: Israels anhaltende Angriffe auf den Libanon, die der Iran als Vorbedingung für jedes Waffenstillstandsabkommen festgelegt hatte.

„Bis die Position des Iran und des Widerstands in diesen Fragen befriedigt ist, wird es keine Verhandlungen geben", berichtete Tasnim und fügte hinzu, dass Teheran und verbündete Milizgruppen die „vollständige Schließung der Straße von Hormus" wieder auf den Tisch gebracht haben.
Die Ankündigung erfolgte Stunden, nachdem Trump in den frühen Morgenstunden auf Truth Social gepostet hatte und sich darüber beschwerte, dass „Dumocrats" und „scheinbar unpatriotische Republikaner" seine Verhandlungsfähigkeit untergraben, indem sie über seinen Ansatz negativ „zwitschern".
„Lehnt euch einfach zurück und entspannt euch", schrieb Trump, „es wird am Ende alles gut ausgehen."
Der diplomatische Zusammenbruch kommt, während Trump mit einer wachsenden republikanischen Revolte über die Bedingungen des sich abzeichnenden Abkommens konfrontiert ist. Die Senatoren Roger Wicker (R-MS), Lindsey Graham (R-SC) und Ted Cruz (R-TX) haben gewarnt, dass das Abkommen dem Obama-Atomabkommen, das Trump einst aufgekündigt hatte, zu sehr ähnele. Der frühere nationale Sicherheitsberater John Bolton nannte es eine „große Niederlage für die Vereinigten Staaten".
Eine CNN-Analyse letzte Woche warnte, dass das vorgeschlagene Abkommen die Straße von Hormus wieder öffnen würde, während Irans Atomprogramm „weitgehend ungeklärt" bliebe — und dass die Benzinpreise seit Ende Februar um fast 1,40 Dollar pro Gallone gestiegen sind, so The Hill, was die politische Stimmung vor den Zwischenwahlen trübt.
