Eine Gruppe von 160 ehemaligen nationalen Sicherheits-, Geheimdienstund Strafverfolgungsbeamten hat den US-Senat aufgefordert, den Clarity Act voranzutreiben. Der Vorstoß verleiht einem der meistbeachteten Krypto-Marktstrukturgesetze in Washington nationale Sicherheitsunterstützung.
Befürworter argumentieren, der Vorschlag würde die Aufsicht stärken und gleichzeitig die Durchsetzungsinstrumente auf den digitalen Asset-Märkten ausweiten. Das Schreiben richtet sich an die Führung des Senats, während die Gesetzgeber weiterhin über die Zukunft der Krypto-Regulierung in den Vereinigten Staaten debattieren.
Die Beamten legten ihre Position in einem Brief dar, der am 03.06. über die Blockchain Association veröffentlicht wurde. Sie richteten das Dokument an den Mehrheitsführer des Senats, John Thune, und den demokratischen Senatsführer Chuck Schumer.
Laut dem Brief dehnt sich die Aktivität digitaler Assets weltweit weiter aus und überschreitet zunehmend mehrere Jurisdiktionen. Die Unterzeichner argumentierten, dass die Vereinigten Staaten diese Aktivität unter inländischer Regulierungsaufsicht halten sollten, anstatt sie ins Ausland abwandern zu lassen.
Sie sagten, ein föderaler Rahmen könnte die Sichtbarkeit für Ermittler verbessern und die Durchsetzungsbemühungen gegen Finanzkriminalität stärken. Die Gruppe erklärte auch, dass regulatorische Klarheit den Strafverfolgungsbehörden helfen würde, illegale Aktivitäten effektiver zu verfolgen.
Der Brief hob mehrere Bestimmungen des Clarity Act hervor. Dazu gehören erweiterte Bank Secrecy Act- und Sanktions-Compliance-Pflichten für Broker, Händler und Börsen für digitale Rohstoffe.
Der Vorschlag würde auch ein vom Finanzministerium geleitetes Informationsaustausch-Pilotprogramm schaffen, an dem Behörden wie das Justizministerium, FBI und DEA beteiligt sind. Die Initiative würde sich auf Bedrohungen durch illegale Finanzierungen und aufkommende Risiken im Zusammenhang mit digitalen Assets konzentrieren.
Die Unterzeichner wiesen auf zusätzliche Maßnahmen hin, die darauf abzielen, die Geldwäschebekämpfungskontrollen zu stärken. Dazu gehören umfassendere Anforderungen zur Meldung verdächtiger Aktivitäten und Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden für bestimmte nicht-dezentralisierte Finanzhandels-Protokolle.
Die Gesetzgebung würde eine ständige behördenübergreifende Arbeitsgruppe einrichten, an der Finanzministerium, DOJ, DHS, FBI, DEA, IRS und der Secret Service beteiligt sind. Diese Gruppe würde künftige Vorschläge zur Geldwäschebekämpfung und zur Bekämpfung illegaler Finanzierungen für digitale Assets entwickeln.
Weitere Bestimmungen befassen sich mit Kiosken für digitale Assets durch Anforderungen zur Transaktionsüberwachung, Meldepflichten, Transaktionslimits und Verfahren zur Kontaktaufnahme mit Strafverfolgungsbehörden. Das Gesetz soll auch die Sanktions-Compliance-Erwartungen für verteilte Ledger-Technologien (Distributed-Ledger-Technologien)-Nachrichtensysteme durch Leitlinien des Finanzministeriums klarstellen.
Laut dem Brief würde der Clarity Act die Sonderbefugnisse nach Section 311 auf digitale Asset-Aktivitäten ausweiten und vorübergehende Sperren verdächtiger Transaktionen ermöglichen. Er würde auch eine Benachrichtigung der Strafverfolgungsbehörden unter bestimmten Umständen erfordern und die Einhaltung rechtmäßiger Gerichtsbeschlüsse stärken.
Die Beamten betonten, dass die Gesetzgebung die Durchsetzungsbefugnisse nicht verringert. Sie argumentierten, dass bestehende Befugnisse, die Betrug, Geldwäsche, Sanktionsumgehung, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel und andere Verbrechen abdecken, im Rahmen des vorgeschlagenen Regelwerks unverändert bleiben würden.
Die Blockchain Association veröffentlichte den Brief öffentlich und beschrieb den Clarity Act als einen Rahmen, der die Koordination, Compliance und Rechenschaftspflicht auf den Krypto-Märkten stärken und gleichzeitig die Aufsicht innerhalb der US-Jurisdiktion halten könnte.
Der Beitrag „Von der Blockchain Association unterstützter Clarity Act erhält Unterstützung von 160 ehemaligen Sicherheitsbeamten" erschien zuerst auf Blockonomi.

