Die pro-Donald-Trump-Rechtsgruppe America First Legal (AFL) hat das Büro des Maricopa County Recorders übernommen, und das ist illegal, schrieb der Arizona-Reporter Brahm Resnik unter Berufung auf einen neuen Gerichtsfall.
County Recorder Justin Heap hat America First Legal als Rechtsberater in einem Gerichtsverfahren engagiert, wie Gerichtsdokumente zeigen. County Attorney Rachel Mitchell klagte in der Angelegenheit und enthüllte dabei eine Reihe beunruhigender Details.
Mitchell beantragte eine einstweilige Verfügung und eine Unterlassungsklage beim Superior Court des Bundesstaates Arizona für den Bezirk Maricopa, doch das Gericht entschied, dass ihr die Klagebefugnis fehle.
Eine neue Klageschrift behauptet jedoch, dass die „AFL dieses eingeschränkte Urteil missbraucht und als Sprungbrett für einen beispiellosen Machtraub genutzt hat. Allein in den vergangenen dreieinhalb Wochen haben AFL, eine parteiische gemeinnützige Organisation, die von privaten Spendern finanziert wird, und der Recorder: 1. Erklärt, dass die AFL in ‚allen' Angelegenheiten, die ‚die Verwaltung der Briefwahl oder ein Wahlgesetz betreffen, das den Ausdruck „Recorder oder anderer für Wahlen zuständiger Beamter" enthält', als Rechtsberater des Recorders fungieren wird, basierend auf einem selbst erklärten globalen Interessenkonflikt mit dem County Attorney.'"
Die Klage behauptet außerdem, dass die AFL „dem County-Wahlpersonal angewiesen hat, den Rechtsrat des Maricopa County Attorney's Office (MCAO) bezüglich der Wähleranweisungen an Wahllokalen zu missachten."
Die AFL soll dem Personal mitgeteilt haben, dass sie keinen Rechtsrat vom County Attorney einholen dürften, und habe versucht, den County Attorney daran zu hindern, an einer Exekutivsitzung des Board of Supervisors zur Wahl teilzunehmen, so die Klage.
Die AFL „drohte daraufhin mit strafrechtlichen Konsequenzen gegen das Board für die Einrichtung von Briefkastenboxen – was Attorney General Kris Mayes dazu veranlasste, einen Brief an die AFL zu schreiben und sie vor ‚unbegründeten Drohungen mit strafrechtlicher Haftung' zu warnen." Die pro-Trump-Rechtsgruppe soll daraufhin einen Brief an das Board geschickt haben, in dem sie drohte, sie auf der Grundlage eines Strafgesetzes zu verklagen, und öffentliche Unterlagen forderte.
Mitchells Klageschrift stellt klar, dass die AFL nie damit beauftragt wurde, als „interner" Rechtsberater für das Büro des Recorders zu fungieren.
Die Klageschrift behauptet weiter, dass die AFL „als de facto stellvertretende County Attorneys handelt, was ultra vires und illegal ist. Dem Recorder fehlt jede ausdrückliche oder implizite gesetzliche Befugnis, externe Rechtsberater – geschweige denn eine parteiische Organisation – als internen Rechtsberater in ‚allen' Angelegenheiten unter seiner ‚Aufsicht' zu engagieren."
Die hochgeladene Klageschrift enthält nur Auszüge aus dem vollständigen Dokument und nennt keine konkreten Angaben zu Terminen für Anhörungen oder Details zum aktuellen Stand des Verfahrens.


