Bitcoin (BTC) hielt sich am Donnerstag über 62.000 $, nach einem moderaten Anstieg von 2,3 % in den letzten 24 Stunden. Inmitten wachsender Anlegerunsicherheit deutet eine neue Analyse darauf hin, dass Bitcoin sich möglicherweise einem potenziellen Boden nähert.
Laut dem neuesten CryptoQuant Weekly Report wird das Asset derzeit knapp über 15 % oberhalb seines Realized Price von 53.600 $ gehandelt – ein Niveau, das in früheren Marktzyklen häufig mit der Bildung bedeutender Marktböden in Verbindung gebracht wurde.
Die aktuellen Nachfragebedingungen bleiben jedoch marktübergreifend schwach. So sank beispielsweise das „Gesamte Bitcoin"-Volumen, gemessen durch die Kombination aus spekulativem Perpetual-Futures-Handel und offensichtlichen Spot-Käufen, in der vergangenen Woche um rund 652.000 BTC – der größte wöchentliche Rückgang seit Januar 2022.
Gleichzeitig ist das ETF-Nachfragewachstum auf den niedrigsten jemals verzeichneten Stand gefallen, was im Wesentlichen bedeutet, dass institutionelle Käufe – ein wesentlicher Treiber im aktuellen Zyklus – nachlassen.
Marktzyklusanalyst Benjamin Cowen hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass bedeutende Böden in der Regel erst nach dem Kreuzen wichtiger Indikatoren bestätigt werden und nicht davor, was bedeutet, dass der Prozess Zeit in Anspruch nehmen kann. Dies deckt sich mit der Einschätzung von CryptoQuant, dass Bitcoin möglicherweise eine Wertzone betritt, ein bestätigter Boden sich jedoch noch nicht gebildet hat.
Im Markt sind nach wie vor nur begrenzte Panikverkäufe zu verzeichnen, da On-Chain-Daten zeigen, dass realisierte Verluste deutlich unter den Niveaus früherer Kapitulationsphasen liegen.
Nicht alle Analysten sind jedoch der Meinung, dass Bitcoin sich einem Boden nähert – einige erwarten weiteres Abwärtspotenzial. Doctor Profit erklärte kürzlich, dass Bitcoin in die 5. Phase seines sechsstufigen Bärmarktmodells eingetreten sei, die er als eine Phase starken emotionalen Drucks im Markt beschreibt. Er warnte, dass die Annahme, das Schlimmste sei bereits überstanden, ein Fehler sei, der in vergangenen Zyklen beobachtet wurde, als Händler zu früh optimistisch wurden, bevor ein weiterer großer Einbruch folgte.
Laut dem Analysten könnte Bitcoin noch in den Bereich von 40.000 $ bis 48.000 $ fallen. Er bezeichnete diesen Bereich als den „Confirmed BlackRock Bottom" und verknüpfte ihn mit dem Preisniveau, auf dem BlackRock Anfang 2024 seinen Spot-Bitcoin-ETF lancierte.
Separate Blockchain-Metriken deuten ebenfalls auf anhaltende Schwäche hin. Ein weiterer Analyst, Axel Adler Jr., wies auf anhaltende Anzeichen von Kapitalabflüssen und Verlustrealisierungen im Bitcoin-Netzwerk hin. Er stellte fest, dass die 30-Tages-Veränderung der Realized Cap von Bitcoin auf -1,1 % gefallen ist. Die Abflüsse haben dieses Niveau zum ersten Mal seit Mitte März erreicht.
Er stellte fest, dass die Realized Cap seit ihrem Höchststand Mitte Mai von 1,087 Billionen $ um etwa 12 Milliarden $ auf 1,075 Billionen $ gefallen ist und das Tempo des Rückgangs in den letzten Tagen zugenommen hat. Im gleichen Zeitraum verzeichnete Bitcoin auch einen starken Kursrückgang, während der bereinigte SOPR seit 13 aufeinanderfolgenden Tagen unter 1,0 geblieben ist, was auf anhaltende Verkäufe mit Verlust und keine klare Erholung der On-Chain-Profitabilität hindeutet.
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