Das Bundesministerium für Bildung hat Behauptungen zurückgewiesen, dass das Nigeria Education Management Information System (NEMIS) gehackt wurde, und erklärt, dass die Sicherheitswarnung, auf die Nutzer der Plattform letzte Woche gestoßen sind, auf einen routinemäßigen technischen Fehler und nicht auf einen Cyberangriff zurückzuführen war.
Das Ministerium veröffentlichte einen Disclaimer in einer Erklärung, die von Folasade Boriowo, der Direktorin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, unterzeichnet wurde. Diese Erklärung war eine Reaktion auf einen Bericht der Zeitung The Guardian mit dem Titel „Suspected Cyberattack Hits FG's Education Data Platform". Der Bericht zeigte, dass Nutzer, die die NEMIS-Website am Donnerstagmorgen besuchten, eine Browser-Warnung erhielten, die darauf hindeutete, dass Angreifer versuchen könnten, ihre Daten zu stehlen.
Das Ministerium erklärte, dass die Warnung auf ein Konfigurationsproblem mit dem SSL-Zertifikat auf Hosting-Ebene zurückzuführen war. Dieser technische Fehler veranlasste Browser, die Website als potenziell unsicher zu markieren, obwohl es keine tatsächliche Sicherheitsverletzung gegeben hatte. SSL-Zertifikate ermöglichen es Websites, sichere, verschlüsselte Verbindungen mit ihren Besuchern herzustellen. Wenn ein SSL-Zertifikat abläuft oder falsch konfiguriert ist, zeigen Browser automatisch Sicherheitswarnungen an, auch ohne jede bösartige Aktivität.
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung
„Zu keinem Zeitpunkt wurde die NEMIS-Plattform gehackt, kompromittiert oder einem Cyberangriff ausgesetzt. Die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten auf der Plattform sind vollständig intakt," hieß es in der Erklärung.
Das Ministerium gab bekannt, dass sein technisches Team in Zusammenarbeit mit dem Hosting-Dienstleister das Problem nach der Meldung umgehend identifiziert und behoben hat. NEMIS ist nun vollständig funktionsfähig und für alle autorisierten Nutzer zugänglich.
NEMIS ist die zentrale Plattform der Bundesregierung zur Erfassung, Verwaltung und Berichterstattung von Bildungsdaten im gesamten nigerianischen Schulsystem.
Gebäude des Bildungsministeriums in Abuja
Sie wird vom Bildungsministerium verwaltet und von Planern, politischen Entscheidungsträgern und Entwicklungspartnern genutzt, um Schulanmeldungen zu verfolgen, die Leistung zu überwachen und die landesweite Bildungsplanung zu unterstützen. Eine Kompromittierung dieser Plattform würde eine erhebliche Menge an Daten beeinträchtigen, die Millionen von Schülern im ganzen Land betreffen.
Das Ministerium forderte Medienorganisationen und die Öffentlichkeit auf, vor der Veröffentlichung oder Verbreitung von Behauptungen über digitale Systeme der Regierung über offizielle Kanäle Klärung zu suchen.
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