Kenias Breitbandmarkt bleibt fest in den Händen von Betreibern, die jahrelang in den Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur investiert haben.Kenias Breitbandmarkt bleibt fest in den Händen von Betreibern, die jahrelang in den Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur investiert haben.

Starlink macht Schlagzeilen, aber Safaricom gewinnt weiterhin Breitbandnutzer

2026/06/19 01:19
3 Min. Lesezeit
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Safaricom, Kenias größtes Telekommunikationsunternehmen, hat im ersten Quartal mehr Breitbandkunden gewonnen als Starlink seit seinem Start in Kenia insgesamt hinzugewonnen hat – was die Lücke zwischen der Aufmerksamkeit für Satelliteninternet und seiner tatsächlichen Marktgröße verdeutlicht. 

Der Telekommunikationsbetreiber gewann im Quartal bis März 83.107 Festinternet-Abonnenten und erhöhte damit seinen Kundenstamm auf 941.501, wie die neuesten Daten der Communications Authority of Kenya (CA) zeigen. Im Vergleich dazu verfügt Starlink über einen Gesamtkundenstamm von 24.999 Kunden, der im selben Zeitraum um lediglich 2.717 gewachsen ist.

Starlink grabs headlines, but Safaricom keeps winning broadband users

Die Zahlen legen nahe, dass Kenias Breitbandmarkt trotz der Aufmerksamkeit, die Starlink bei Regulierungsbehörden, Politikern und Wettbewerbern erregt hat, fest in den Händen von Betreibern liegt, die jahrelang in den Aufbau von Glasfaserinfrastruktur investiert haben. 

Die Daten zeigen auch, dass die etablierten Anbieter auf die Bedrohung durch Satelliten mit höheren Geschwindigkeiten und angepassten Preisen reagieren und den Wettbewerb in einem Markt verschärfen, in dem Glasfaser nach wie vor den Großteil der Verbindungen ausmacht.

Im April verdoppelte Safaricom die Geschwindigkeiten bei mehreren Heimglasfaserpaketen, ohne die Preise zu erhöhen, während Wettbewerber wie Zuku und Jamii Telecommunications ihre Breitbandangebote ebenfalls überarbeiteten, da die Betreiber um Marktanteile kämpfen.

Safaricoms Marktanteil im Festinternet stieg von 34,9 % im Vorquartal auf 35,4 % und baute damit seinen Vorsprung gegenüber Jamii Telecommunications (JTL), dem Betreiber hinter der Marke Faiba, aus. Jamii gewann 23.120 Abonnenten und erhöhte seinen Kundenstamm auf 517.270, obwohl der Marktanteil von 20,1 % auf 19,5 % zurückging.

Auch mehrere kleinere Glasfaseranbieter übertrafen das Wachstum von Starlink. Vilcom Network gewann im Quartal 26.569 Abonnenten, während Ahadi Wireless 23.363 Kunden hinzugewann.

Diese Zahlen fallen in eine Zeit, in der Kenias Glasfaseranbieter den Wettbewerb intensivieren, um ihre Marktanteile gegen Starlink zu verteidigen, dessen Markteintritt im Jahr 2023 Befürchtungen auslöste, dass Satelliteninternet die Wirtschaftlichkeit des Festbreitbands auf den Kopf stellen könnte.

Das Abonnentenwachstum legt jedoch nahe, dass Glasfaser für die meisten Haushalte und Unternehmen, in denen eine Abdeckung vorhanden ist, die bevorzugte Option bleibt. Safaricom allein gewann mehr als dreimal so viele Kunden, wie Starlink landesweit bedient.

Allerdings profitierten nicht alle Breitbandanbieter vom Anstieg der Abonnements. Poa! Internet, das mit erschwinglichen Heiminternetpaketen auf einkommensschwächere Stadtteile abzielt, verlor im Quartal 6.788 Abonnenten. Der Kundenstamm sank auf 256.517, während der Marktanteil von 10,7 % auf 9,7 % zurückging.

Diese Divergenz deutet darauf hin, dass Skalierbarkeit im kenianischen Breitbandmarkt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Größere Betreiber nutzen Netzwerkreichweite, gebündelte Dienste und Geschwindigkeitsverbesserungen, um Kunden zu gewinnen, während kleinere Anbieter sowohl durch Glasfaserkonkurrenten als auch durch Satelliteneinsteiger unter Druck geraten.

Die Zahlen verweisen auf einen Breitbandmarkt, in dem die Skalierbarkeit weiterhin den Glasfaserbetreibern zugute kommt. Starlink expandiert weiter in unterversorgte Gebiete, doch die größten Akteure der Branche gewinnen Kunden in einem Tempo, das Satelliteninternet bisher nicht erreichen konnte.

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