Der Iran hat einen 60-tägigen Verhandlungsprozess mit den Vereinigten Staaten weniger als 24 Stunden nach der Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung ausgesetzt und dabei gewarnt, dass israelische Angriffe könntenDer Iran hat einen 60-tägigen Verhandlungsprozess mit den Vereinigten Staaten weniger als 24 Stunden nach der Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung ausgesetzt und dabei gewarnt, dass israelische Angriffe könnten

Der Iran droht mit der Schließung der Straße von Hormus, da israelische Angriffe das US-Abkommen gefährden

2026/06/19 05:08
4 Min. Lesezeit
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Der Iran hat einen 60-tägigen Verhandlungsprozess mit den Vereinigten Staaten weniger als 24 Stunden nach der Unterzeichnung eines neuen Abkommens ausgesetzt und dabei gewarnt, dass israelische Angriffe eine erneute Blockade der Straße von Hormus auslösen könnten.

Zusammenfassung
  • Der Iran hat einen 60-tägigen Verhandlungsprozess mit den USA weniger als 24 Stunden nach der Unterzeichnung eines neuen Abkommens ausgesetzt.
  • Teheran beschuldigte Washington, das Abkommen nach israelischen Militäroperationen im Südlibanon verletzt zu haben.
  • Der Iran warnte, dass eine weitere Eskalation zu Vergeltungsschlägen und einer erneuten Blockade der Straße von Hormus führen könnte.

Laut The Hormuz Letter, unter Berufung auf Berichte von Fars und Al-Mayadeen, stoppte Teheran den gesamten Verhandlungsrahmen weniger als 24 Stunden nach der elektronischen Unterzeichnung des Abkommens. 

Iranische Beamte argumentierten, dass israelische Militäroperationen im Südlibanon den ersten Klausel des Memorandums verletzt hätten, der ihrer Aussage nach darauf abzielte, Feindseligkeiten zu beenden und die libanesische Souveränität zu schützen.

Israelische Streitkräfte führten laut Berichten iranischer Medien nächtliche Operationen im Südlibanon durch. Teheran beschuldigte daraufhin die Vereinigten Staaten, die Einhaltung des Abkommens nicht sichergestellt zu haben, und wies Vorschläge zurück, die Aktionen Israels getrennt von Washingtons Verantwortlichkeiten im Rahmen des Abkommens zu betrachten.

Iranische Beamte warnten außerdem, dass das Land seine eigenen Verpflichtungen aus dem Memorandum nicht einseitig erfüllen werde, bis es Zusicherungen erhalte, dass israelische Militäraktivitäten eingestellt wurden und die USA die Bedingungen des Abkommens eingehalten haben, so The Hormuz Letter.

Der Streit störte schnell die diplomatischen Bemühungen. Berichten zufolge hatte eine iranische Delegation bereits Vorbereitungen getroffen, für die erste Verhandlungsrunde in die Schweiz zu reisen, bevor Teheran beschloss, den gesamten Prozess auszusetzen.

Die geplanten Gespräche sollten eine 60-tägige diplomatische Spur zwischen US-Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf einleiten. Da die Verhandlungen nun pausiert sind, ist die Unsicherheit in einen Prozess zurückgekehrt, der gerade erst begonnen hatte.

Bedenken zur Ölversorgung kehren an die Finanzmärkte zurück

Die Aufmerksamkeit hat sich zunehmend auf die Straße von Hormus verlagert, eine kritische Route für globale Energieexporte. Iranische Drohungen, die Wasserstraße zu schließen, haben die Bedenken über mögliche Störungen von Öllieferungen trotz des jüngsten Rückgangs der Rohölpreise erneut geweckt.

Marktteilnehmer haben die Route genau beobachtet, da ein erheblicher Anteil der weltweiten Rohölexporte auf dem Seeweg durch den engen Durchgang führt, der den Persischen Golf mit den internationalen Märkten verbindet. Jede Unterbrechung könnte die Energieversorgung verknappen und den jüngsten Rückgang der Ölpreise in Richtung der 75-Dollar-pro-Barrel-Marke umkehren.

Analysten haben seit Langem gewarnt, dass höhere Ölpreise den Inflationsdruck anheizen und die Erwartungen für künftige geldpolitische Entscheidungen erschweren können. Ein erneuter Anstieg der Energiekosten könnte die Stimmung bei Aktien, Rohstoffen und anderen risikosensitiven Anlagen beeinflussen.

Krypto-Trader reagieren auf steigende geopolitische Spannungen

Die Märkte für digitale Vermögenswerte gaben nach, während Anleger die neuesten Entwicklungen bewerteten. Bitcoin fiel am Donnerstag unter 63.000 $ und wurde kurzzeitig nahe der 62.000-$-Marke gehandelt, da Trader ihre Exponierung gegenüber Risikoanlagen angesichts wachsender Unsicherheit im Nahen Osten reduzierten.

Der Rückgang erstreckte sich auf den breiteren Kryptowährungsmarkt, wo Bedenken über eine mögliche Störung der Straße von Hormus zu bestehenden makroökonomischen Risiken hinzukamen. Trader haben zudem abgewogen, wie höhere Energiekosten die Inflations- und Zinssatzerwartungen beeinflussen könnten.

Steigende geopolitische Spannungen lösten auch eine Welle von Liquidationen auf den Krypto-Derivatemärkten aus. Laut CoinGlass-Daten wurden in den vergangenen 24 Stunden Positionen im Wert von rund 499,34 Mio. $ liquidiert, wobei Long-Trader für 402,11 Mio. $ der Verluste verantwortlich waren. Mehr als 125.000 Trader wurden in diesem Zeitraum liquidiert, als Bitcoin unter 63.000 $ fiel und die breitere Marktvolatilität zunahm.

CoinGlass-Liquidations-Dashboard zeigt 499,34 Mio. $ an 24-Stunden-Krypto-Liquidationen, darunter 402,11 Mio. $ in Longs und 97,23 Mio. $ in Shorts.

Da die Verhandlungen ausgesetzt sind und Teheran vor zusätzlichen Vergeltungsmaßnahmen warnt, werden Anleger wahrscheinlich weiterhin auf Entwicklungen rund um das US-Iran-Abkommen, israelische Militäraktivitäten im Libanon und die Zukunft des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus achten.

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