World Liberty Financial, ein Projekt im Bereich dezentrale Finanzen (DeFi), das von Präsident Donald Trump unterstützt wird, hat bekannt gegeben, dass seine Tochterfirma eine nationale Banklizenz für ein Trust-Unternehmen beantragt hat.
Durch diesen Schritt möchte das Unternehmen Dienstleistungen für institutionelle Kunden anbieten, darunter Börsen, Investmentfirmen und weitere Gruppen. Dennoch äußern traditionelle Banken Bedenken wegen des schnellen Wachstums solcher Krypto-Trust-Lizenzen.
Laut Pressemitteilung hat WLFI erklärt, dass WLTC Holdings LLC einen sogenannten De-novo-Antrag beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) gestellt hat, um die World Liberty Trust Company, National Association (WLTC), zu gründen.
Die geplante Firma soll als nationale Treuhandbank arbeiten und sich auf Stablecoin-Dienstleistungen konzentrieren. WLTC möchte drei Hauptdienste anbieten: Ausgabe und Rücknahme von USD1 ohne Gebühren beim Start sowie Ein- und Auszahlungen zwischen US-Dollar und USD1 ohne anfängliche Kosten. Die Treuhandbank wird außerdem Verwahrungs- und Umtauschdienste für USD1 und ausgewählte andere Stablecoins zum aktuellen Marktpreis bereitstellen.
World Liberty Financial betonte, dass WLTC vollständig vom Bund überwacht wird und den GENIUS Act einhält. Dabei gelten strenge Regeln zur Bekämpfung von Geldwäsche, Sanktionsprüfung und IT-Sicherheit.
Kundengelder werden getrennt aufbewahrt, Rücklagen werden unabhängig verwaltet und die Aktivitäten werden regelmäßig geprüft. Mack McCain, General Counsel von World Liberty Financial, soll als Trust Officer arbeiten.
Mit einer nationalen Trust-Lizenz können Firmen Kunden in allen Bundesstaaten über ein einheitliches System bedienen und benötigen keine gesonderten Lizenzen in jedem Bundesstaat. Solche Trust-Firmen bieten jedoch keine klassischen Einlagen- oder Kreditdienste an. Sie sind für Verwahrung, Abwicklung und treuhänderische Aufgaben zuständig. Außerdem sind sie nicht durch die FDIC versichert.
Dieser Antrag folgt einem breiteren Trend: Immer mehr Krypto-Firmen beantragen nationale Trust-Lizenzen. Im Dezember 2025 hat das OCC bedingte Lizenzen an fünf Krypto-Firmen erteilt: Circle, Ripple, Fidelity Digital Assets, BitGo und Paxos. Die Aufsichtsbehörde betonte, dass alle Bewerber dieselbe „strenge Prüfung“ durchlaufen wie normale nationale Banken.
Allerdings haben die US-Bankenverbände gegen die OCC-Entscheidung protestiert. Die American Bankers Association und die Independent Community Bankers of America sagen, dass dadurch ein zweistufiges Bankensystem entsteht.
Sie sind der Meinung, dass Krypto-Firmen durch die nationale Lizenz Vorteile bekommen, ohne wichtige Auflagen wie versicherte Banken zu erfüllen. Dadurch entstehen Sorgen wegen ungleicher Kontrolle und möglicher Verwirrung bei den Kunden.
Der Beitrag World Liberty Financial beantragt OCC-Genehmigung für Trust-Bank zum Start des USD1-Stablecoins erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


