Die Chicago Mercantile Exchange (CME) will bald ändern, wie Risiken im Edelmetallmarkt bewertet werden – das hat Folgen, die weit über eine einfache technische Die Chicago Mercantile Exchange (CME) will bald ändern, wie Risiken im Edelmetallmarkt bewertet werden – das hat Folgen, die weit über eine einfache technische

CME führt neue Margin-Regeln wegen möglicher Gold- und Silber-Turbulenzen ein

Die Chicago Mercantile Exchange (CME) will bald ändern, wie Risiken im Edelmetallmarkt bewertet werden – das hat Folgen, die weit über eine einfache technische Anpassung hinausgehen.

Ab heute, 13. Januar 2026, wird die CME die Margin-Anforderungen für Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Futures von festen Dollar-Beträgen auf Prozentwerte des Nennwerts umstellen.

CME ändert Margin-Regeln: Das bedeutet es jetzt für Gold- und Silber-Trader

Nach Angaben des Derivatemarktplatzes folgt dieser Schritt einer normalen Überprüfung der Marktvolatilität, um ausreichende Sicherheiten zu gewährleisten.

Nach dem neuen Modell liegt die Gold-Margin bei 5 %. Die Silber-Margin steigt auf 9 %. Für Platin und Palladium werden ähnlich berechnete Prozentwerte verwendet.

Die CME präsentiert diese Änderung als reine Formalität. Die Community im Markt sieht darin allerdings ein deutliches Zeichen: Das Risikomanagement bei Edelmetall-Futures hängt nun direkt an der Preissteigerung selbst.

Bisher hat die CME die Margin-Anforderungen meist durch feste Dollar-Erhöhungen angepasst. Diese waren oft eine einmalige Kostenerhöhung und blieben dann gleich.

Jetzt ist das System anders. Durch die Verbindung der Margin mit dem Nennwert ist eine automatische Anpassung eingebaut: Steigt der Kurs, erhöhen sich die Sicherheiten automatisch.

In der Praxis bedeutet das: Für Shortseller steigen die Kosten gerade dann, wenn der Markt gegen sie läuft. Das Shorten wird teurer, überhebelte Händler geraten schneller in Schwierigkeiten und müssen ihre Positionen möglicherweise auflösen.

Höhere Kurse erzwingen mehr Sicherheiten, was oft zu Zwangsabbau von Hebel, Margin-Calls oder sogar Liquidationen führt. Für Gold- und Silberanleger ist das wichtig, da solche Dynamiken in der Vergangenheit immer bei größeren Stressmomenten im Markt aufgetaucht sind.

Warnsignale wie früher: Physische Knappheit trifft auf Paper-Risiko

BeInCrypto hat schon früher berichtet, dass CME-Margin-Anpassungen oft mit besonders starker Volatilität und Ungleichgewicht im Markt zusammenfallen.

Im Dezember hat das Portal erklärt, wie wiederholte Erhöhungen der Silber-Margin Erinnerungen an 2011 und 1980 wachgerufen haben. In beiden Fällen sorgten steigende Sicherheiten für mehr Zwangsverkäufe und zeigten die Risiken hoher Verschuldung auf.

Auch wenn die aktuelle Änderung weniger hart ausfällt als die fünf Margin-Anhebungen innerhalb von neun Tagen im Jahr 2011, bleibt die Grundidee gleich.

Der Makro-Analyst Qinbafrank warnte damals, dass Margin-Erhöhungen – egal aus welchem Grund – immer den Einsatz von Hebel reduzieren und Händler dazu zwingen, mehr Kapital zu bringen oder Positionen aufzulösen, unabhängig von langfristigen Fundamentaldaten.

Im Unterschied zu früher ist der Druck heute aber nicht mehr statisch, sondern passt sich ständig an.

Der Wandel passiert in einer Phase mit extremen Kursschwankungen. Silber ist 2025 um mehr als 100 Prozent gestiegen. Zuerst sorgten Spekulanten für den Anstieg, danach wurde das Angebot an physischem Silber knapper.

Viel Handel findet nicht mehr an den Börsen statt. Es gibt nur noch etwa 100.000 ausstehende Futures-Kontrakte für Silber im März 2026. Optionen auf SLV (iShares Silver Trust) und physischer Handel werden zunehmend außerbörslich abgewickelt.

Durch diese Verlagerung könnte die neue Margin-Regel die Umsätze an der Börse sofort weniger beeinflussen. Dennoch bleibt das Signal im Markt bestehen.

Darum lohnt sich Krypto besonders für langfristige Anleger

Wichtig ist: Die CME will die Kurse nicht gezielt drücken. Vielmehr bereitet sie sich auf mögliche Stresssituationen vor. Das sollten langfristige Anleger mitnehmen.

Margin-Modelle werden selten in ruhigen Zeiten komplett geändert. Meistens passiert das, wenn die Börsen steigende Risiken erkennen. Auch falls die Umsätze niedrig bleiben, deutet die Umstellung auf prozentuale Margins darauf hin, dass sich die Schere zwischen physischer Nachfrage und Papiermarkt weiter öffnet.

Wenn du in Edelmetalle investiert bist – egal ob über Futures, ETFs oder physische Bestände – solltest du beachten: Nicht nur der Kurs, auch die Struktur des Markts kann die nächste Phase der Schwankungen bestimmen.

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