Iran wankt durch eine tiefe wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise. Die nationale Währung, der Rial, ist stark im Wert gefallen und eine der größten Banken des Landes ging bankrott. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung und großflächige Proteste. Iraner gehen massenhaft auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit zu äußern.
In dieser Krisensituation wächst auch die Aufmerksamkeit für Bitcoin als mögliche Alternative zum aktuellen Finanzsystem.
Der Wert des Rial stürzte dramatisch in der zweiten Hälfte von 2025 ab. Die Währung war bereits schwach, aber sank Ende Dezember auf etwa 1,4 Millionen Rial pro Dollar. Dadurch stiegen die Preise für Lebensmittel, Kraftstoff und Medikamente unglaublich schnell.
Für viele Iraner bedeutet dies, dass Sparen kaum noch Sinn hat. Geld verliert in kurzer Zeit seinen Wert, während Gehälter nicht mitwachsen. Familien geraten immer häufiger in finanzielle Probleme und der Druck auf das tägliche Leben nimmt zu.
Das Vertrauen in das Finanzsystem erhielt einen zusätzlichen Schlag, als Ayandeh Bank zusammenbrach. Die Bank kämpfte mit Milliardenverlusten und Schulden. Millionen Kunden fürchteten um ihre Ersparnisse. Obwohl die Guthaben bei einer Staatsbank untergebracht wurden, besteht bei vielen Menschen das Gefühl, dass Geld auf einer Bank nicht länger sicher ist.
Die wirtschaftlichen Probleme stehen nicht für sich allein. Sie bilden einen wichtigen Antrieb für die massiven Proteste in Iran. Was als Wut über steigende Preise und schlechte Lebensbedingungen begann, wuchs zu breiteren Demonstrationen gegen Korruption, Machtmissbrauch und den Mangel an Zukunftsperspektive.
Viele Iraner erleben, dass sie hart arbeiten, aber immer weniger kaufen können. Junge Menschen sehen kaum Chancen auf Arbeit oder finanzielle Unabhängigkeit. Frauen und Minderheiten spielen eine sichtbare Rolle bei den Protesten, wobei wirtschaftliche Frustration und soziale Unterdrückung immer häufiger zusammenkommen.
Die Regierung reagiert mit harten Maßnahmen, darunter Verhaftungen, Internetbeschränkungen und Gewalt gegen Demonstranten. Diese Repression vergrößert das Misstrauen gegenüber dem Staat und verstärkt das Gefühl, dass Bürger selbst Alternativen suchen müssen, um ihre Freiheit und ihr Vermögen zu schützen.
Banken wanken, Geld verdunstet und internationale Zahlungen laufen fest. Immer mehr Iraner suchen deshalb nach Alternativen. Dabei kommt Bitcoin ins Bild. Dies ist eine dezentralisierte digitale Währung. Das bedeutet, dass keine Regierung, Zentralbank oder Finanzinstitution Kontrolle über das Netzwerk hat. Transaktionen laufen über ein weltweites Computernetzwerk, die Blockchain, und sind nicht abhängig von nationalen Grenzen.
Für Iraner, die ihre Ersparnisse verdunsten sehen oder Angst vor Geldbeschränkungen haben, fühlt sich Bitcoin wie eine Möglichkeit an, Wert außerhalb des bestehenden Systems aufzubewahren. Genau wie Gold sehen manche Nutzer die Krypto-Coin als eine Form der Wertaufbewahrung in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Mit „Wertaufbewahrung“ meinen wir, dass manche Menschen Bitcoin wie Gold verwenden: nicht um täglich damit zu bezahlen, aber um ihr Geld an einem Ort aufzubewahren, der weniger abhängig von ihrer eigenen Währung ist. Besonders wenn man erwartet, dass die Währung schnell weiter fällt, sehen manche Bitcoin als Schutz ihrer Kaufkraft.
Der BTC/IRR-Kurs zeigt, wie viel ein Bitcoin in iranischen Rial wert ist. Dieser Kurs macht schmerzhaft deutlich, wie schnell der Rial im Wert fällt. Derzeit repräsentiert ein Bitcoin einen Wert von mehreren Milliarden Rial. Wenn der Rial weiter schwächer wird, steigt dieser Kurs automatisch. Das geschieht sogar, wenn der Preis von BTC in Dollar gleich bleibt. Dies unterstreicht für viele Iraner, wie verwundbar ihre nationale Währung ist.
Der Kurs schwankt stark, aber zeigt vor allem, dass Bitcoin sich der inländischen Geldpolitik entzieht, unter der der Rial leidet.
Bitcoin bietet in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit eine Alternative, aber es ist kein Wundermittel. Wer diese Krypto-Coin verwendet, bekommt es mit deutlichen Risiken zu tun. Der Kurs kann in kurzer Zeit stark steigen, aber genauso schnell wieder fallen.
So crashte Bitcoin erheblich nach einem Angriff Israels auf nukleare Anlagen in Iran im Juni letzten Jahres. Das macht BTC ungeeignet für Menschen, die kurzfristig Sicherheit brauchen oder ihre Ersparnisse nicht verlieren können.
Het bericht Bitcoin steigt in Iran durch abgestürzte Währung stark an verscheen eerst op Crypto Insiders.


