Dogecoin und XRP stehen nach der Veröffentlichung eines neuen Entwurfstextes im Digital Asset Market Clarity Act unter verschärfter regulatorischer Prüfung, der einen Rahmen vorschlägt, der sie neben Bitcoin und Ethereum einordnen könnte. Anstatt sich auf subjektive Debatten über Netzwerkdezentralisierung oder Token-Nutzen zu verlassen, verknüpft der Entwurf die rechtliche Behandlung damit, ob ein Vermögenswert einem börsennotierten börsengehandelten Produkt zugrunde liegt. Dies stellt einen bedeutenden Wandel dar, wie große Altcoins künftig behandelt werden könnten.
Am 13.01.2026 hob die Journalistin Eleanor Terrett einen Abschnitt des neuesten Entwurfs des Digital Asset Market Clarity Act hervor, der eine klare Regel für „Netzwerk-Token" festlegt. Demnach wird ein Token nicht als Nebenvermögenswert eingestuft oder als Wertpapier betrachtet, wenn er bis zum 01.01.2026 als primärer Vermögenswert eines börsengehandelten Produkts dient, das an einer nationalen US-Wertpapierbörse notiert ist.
Diese Bedingung ist entscheidend, da sie die Compliance-Verpflichtungen direkt beeinflusst. Token, die diesem Standard entsprechen, müssten die für andere digitale Vermögenswerte gemäß dem Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungen nicht einreichen. Tatsächlich schafft der Entwurf eine regulatorische Abkürzung für Token, die ein definiertes Maß an institutioneller Anerkennung durch börsennotierte börsengehandelte Produkte erreichen, die gemäß Abschnitt 6 des Securities Exchange Act von 1934 registriert sind.
Im Rahmen dieser Struktur würden Vermögenswerte wie XRP, Dogecoin, Solana, Litecoin, Hedera und Chainlink von Tag eins an auf derselben Grundlage wie Bitcoin und Ethereum in den Rahmen eintreten, vorausgesetzt, die Anforderung an börsengehandelte Produkte ist erfüllt. Speziell für Dogecoin und XRP stellt dies einen konkreten Weg aus der langwierigen rechtlichen Unsicherheit dar. Ihr rechtlicher Status würde von einer überprüfbaren Marktstruktur abhängen und nicht von subjektiver regulatorischer Interpretation, was Investoren, Börsen und institutionellen Teilnehmern einen klareren Standard für Compliance und Marktengagement bietet.
Der Digital Asset Market Clarity Act wurde 2025 im US-Repräsentantenhaus eingeführt, als Gesetzgeber versuchten, Jahre fragmentierter Krypto-Aufsicht anzugehen. Das Gesetz wurde unter der Leitung des House Financial Services Committee entwickelt.
Im Laufe des Jahres 2025 zirkulierten Gesetzgeber mehrere Diskussionsentwürfe an Regulierungsbehörden, Branchengruppen und Rechtsexperten. Diese Entwürfe zielten darauf ab, durchsetzungsgetriebene Politik durch gesetzliche Definitionen zu ersetzen, einschließlich des Konzepts der „Netzwerk-Token", die das Rückgrat des aktuellen Vorschlags bilden. Der Entwurf vom Januar 2026 spiegelt eine spätere Phase in diesem Prozess wider und konzentriert sich auf Umsetzungsschwellen statt auf breite regulatorische Theorie.
Obwohl das Gesetz noch nicht verabschiedet wurde, hat es die Ausschussprüfung durchlaufen und bleibt ein zentraler Bezugspunkt in den laufenden Verhandlungen zur Marktstruktur. Seine Bedeutung liegt in der Vorhersehbarkeit, die es einführt. Für Dogecoin und XRP verspricht das Gesetz keine sofortige Entlastung, aber es setzt einen transparenten Standard zur Erreichung regulatorischer Parität. Allein dieser Wandel verändert, wie diese Vermögenswerte von Börsen, institutionellen Emittenten und Investoren bewertet werden, die sich in der US-Landschaft digitaler Vermögenswerte bewegen.


