Coinbase CEO Brian Armstrong hat am Mittwoch Bitcoin in den Mittelpunkt der politischen Debatte auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) gerückt. Seine Aussagen kommeCoinbase CEO Brian Armstrong hat am Mittwoch Bitcoin in den Mittelpunkt der politischen Debatte auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) gerückt. Seine Aussagen komme

Coinbase CEO Brian Armstrong entfacht Bitcoin-Debatte beim WEF

Coinbase CEO Brian Armstrong hat am Mittwoch Bitcoin in den Mittelpunkt der politischen Debatte auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) gerückt.

Seine Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Märkte auf das Erscheinen des US-Präsidenten Donald Trump bei der Veranstaltung in Davos warten. Denn Trump ist bekannt für spontane Bemerkungen zu Handel, Zöllen und Geopolitik.

Armstrong über Bitcoin: Unabhängigkeit trifft auf Zentralbanken-Konflikt in Davos

Der Coinbase-Manager hat den Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, direkt zum Thema geldpolitische Unabhängigkeit herausgefordert.

Diese Bemerkung entspricht einer langjährigen Ansicht unter Zentralbankern, dass staatliche Institutionen grundsätzlich legitimer sind als dezentrale Alternativen.

Armstrong widersprach und stellte die Bitcoin-Debatte auf die Frage nach Kontrolle und Ausgabe – und nicht auf das politische Mandat – um.

Der Austausch war einer der seltenen Momente auf dem WEF, in denen tatsächlich über Bitcoin und nicht nur über Blockchain-Technologie oder tokenisierte Finanzprodukte offen diskutiert wurde.

Jahrelang standen auf WEF-Panels vor allem erlaubnispflichtige Register, institutionelle Nutzung und digitale Zentralbankwährungen im Fokus. Häufig wurde dabei der Angriff von Bitcoin auf die geldpolitische Souveränität ganz ausgeklammert.

Doch diese Sichtweise hat sich zum Teil auf dem WEF 2026 verschoben, unter anderem durch hartnäckige Nachfragen von Journalistinnen und Journalisten vor Ort.

Gareth Jenkinson fragte Armstrong in der Sitzung „Crypto at a Crossroads“, ob die USA die Gespräche über eine strategische Bitcoin-Reserve weiterverfolgen würden.

In seiner Antwort stellte Armstrong Bitcoin eher als ein neutrales, weltweites Geldnetzwerk dar – und nicht nur als spekulativen Vermögenswert. Staaten müssen dieses Netzwerk inzwischen zunehmend anerkennen, anstatt es zu ignorieren.

Banken gehen in Gegenoffensive: Bitcoin rückt ins Zentrum strategischer Debatten

Auch außerhalb von Davos verschärfte Armstrong seine Kritik am traditionellen Finanzsystem weiter. In einem separaten Interview mit CNBC warf er der US-Bankenlobby vor, durch regulatorischen Druck die Konkurrenz zu behindern – vor allem bei den Gesetzen zu Stablecoins.

Mit Blick auf das ins Stocken geratene CLARITY-Gesetz argumentierte Armstrong, dass Banken versuchen, Krypto-Plattformen von Zinserträgen auszuschließen. Dies geschehe nicht wegen systemischer Risiken, sondern wegen der Konkurrenz.

Diese Debatten fallen zusammen mit zunehmenden Sorgen über das weltweite Finanzsystem.

Hedgefonds-Manager Ray Dalio hat in einem Interview mit CNBC während der Davos-Woche gewarnt, dass die heutige Geldordnung unter Druck steht.

Er erklärte außerdem, dass der neue Stellenwert von Gold eine wachsende Unsicherheit gegenüber der Stabilität von Fiatwährungen widerspiegelt. Immer mehr Leute blicken nun jedoch auch auf Alternativen wie Bitcoin.

Politische Signale aus Washington zeigen zudem, dass Bitcoin nicht mehr völlig außerhalb der strategischen Überlegungen des Staats liegt.

Der US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte 2025, dass jede von Behörden eingezogene Bitcoin zu Amerikas strategischer Reserve hinzugefügt wird.

Das ist zwar noch keine offene Befürwortung, allerdings zeigt die Maßnahme eine leise Anerkennung von Bitcoin als langlebigen finanziellen Wert.

Betrachtet man alle Entwicklungen zusammen, zeigt sich eine leise, aber dennoch spürbare Veränderung. Bitcoin ist nicht mehr nur ein Störfaktor, der von außen kritisiert wird.

Innerhalb der Institutionen, die ihn früher ignorierten, wird er inzwischen häufiger – manchmal sogar kontrovers – diskutiert.

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