Unsere kontinuierliche Überwachung des litauischen VASP-Registers und der Hochrisiko-Zahlungslandschaft zeigt, dass die „MiCA-Guillotine" mehrere weitere Unternehmen erfasst hat, dieUnsere kontinuierliche Überwachung des litauischen VASP-Registers und der Hochrisiko-Zahlungslandschaft zeigt, dass die „MiCA-Guillotine" mehrere weitere Unternehmen erfasst hat, die

Die große litauische VASP-Säuberung: utPay, CoinsPaid und die MiCA-„Guillotine" fallen auf risikoreiche Krypto-Schienen

2026/02/03 16:14
3 Min. Lesezeit

Unsere fortlaufende Überwachung des litauischen VASP-Registers und der Hochrisiko-Zahlungslandschaft zeigt, dass die „MiCA-Guillotine" mehrere andere Einrichtungen erfasst hat, die zuvor als wichtige Schienen für die iGaming- und Offshore-Sektoren dienten. Wir verfolgen derzeit eine „Shadow Rail Contagion", bei der mehrere andere Prozessoren entweder „dunkel" geworden sind, in weniger strenge Jurisdiktionen umgezogen sind oder in einer rechtlichen Grauzone operieren.

Dies scheint die erste Welle einer systemischen regulatorischen Säuberung im Baltikum zu sein. Nachfolgend finden Sie unsere Analyse anderer Hochrisiko-VASPs und Zahlungsabwickler, die derzeit unter Druck stehen oder kürzlich aufgrund der MiCA-Durchsetzungsfrist am 01.01.2026 „umschwenken" mussten.


Die „Shadow Rail"-Contagion: Betroffene Einrichtungen & Regulatorische Flüchtlinge

1. Match2Pay (Match2Pay UAB)

  • Status: Hohes Risiko / In Prüfung. * Analyse: Historisch einer der bekanntesten „Karte-zu-Krypto"-Zugangsrampen für die Glücksspielbranche in Litauen. Während Match2Pay UAB zuvor seine litauische Registrierung hervorhob, deuten unsere neuesten Daten darauf hin, dass es nicht zu der kleinen Gruppe von ~30 Unternehmen gehörte, die bis zur Frist erfolgreich eine MiCA-CASP-Lizenz sichern konnten. Wir sehen derzeit „Technische Wartung"-Hinweise an mehreren ihrer Integrationspunkte.

2. Ari10 (Ari10 UAB)

  • Status: Jurisdiktionelle Migration.
  • Analyse: Ein bedeutender Akteur auf dem polnischen und baltischen Krypto-Fiat-Börsenmarkt. Nach der Verschärfung durch die Bank von Litauen hat Ari10 sein operatives Gewicht zunehmend auf seine polnische VASP-Registrierung verlagert. Polen bietet derzeit einen temporären „regulatorischen Unterschlupf", da sein MiCA-Durchsetzungszeitplan leicht hinter Litauens „Cliff-Edge"-Ansatz zurückliegt.

3. CryptoProcessing (Dream Finance UAB)

  • Status: Technisch ausgesetzt (Litauen).
  • Analyse: Als B2B-Marke der Dream Finance/CoinsPaid-Gruppe ist die litauische Infrastruktur von CryptoProcessing offiziell offline. Einzelhändler, die sich auf diese Schiene verlassen haben, werden zu „alternativen Gruppeneinheiten" in Estland (OÜ) oder Kanada umgeleitet, obwohl diese Einheiten ohne MiCA-CASP-Lizenz keine passierten Dienste in die EU legal anbieten können.

4. Paymero & SegoPay

  • Status: „Ghost Gateways" (Abgemeldet).
  • Analyse: Diese Einrichtungen haben historisch als anonymisierte „Front-End"-Gateways für Hochrisiko-Traffic fungiert. Unsere Traffic-Analyse vom Dezember 2025 zeigte einen massiven Rückgang bei ihren in Litauen gehosteten Endpunkten. Sie scheinen zu „Souveränen/Self-Hosted"-Modellen (unter Verwendung von Protokollen wie PayRam oder BTCPay Server) übergegangen zu sein, um die treuhänderischen regulatorischen Anforderungen von MiCA zu vermeiden.

Vergleichende Analyse: Die „Polnische Unterschlupf"-Strategie

Unsere Forschung zeigt eine massive Migration von Hochrisiko-VASPs von Vilnius nach Warschau. Im letzten Quartal 2025 verlegten über 22 litauische VASPs ihre „regulatorische Basis" nach Polen.


Umsetzbare Informationen für Regulierungsbehörden & Banken

Die folgenden Warnzeichen werden derzeit beobachtet, während diese ausgesetzten Einrichtungen versuchen, den Betrieb aufrechtzuerhalten:

  • Die „Technische Integration"-Ausrede: Einrichtungen behaupten, sie würden keine „Krypto-Dienste" mehr anbieten, sondern nur „technische Zahlungssoftware", während sie weiterhin Glücksspieleinzahlungen ermöglichen.
  • Deskriptor-Maskierung: Eine Verschiebung bei Kontoauszugsdeskriptoren von Firmennamen (z. B. „utPay") zu allgemeinen Begriffen (z. B. „Online-Service", „Digitales Aufladen"), um die Verbindung zu einem ausgesetzten VASP zu verbergen.
  • Nicht-EU-„Pass-Throughs": Verwendung kanadischer oder VAE-basierter Einrichtungen zur Abwicklung von EU-Spielereinzahlungen, was eine direkte Verletzung der Umkehr-Akquise-Regeln von MiCA darstellt.

Aufruf zur Information

Wir suchen gezielt nach Informationen über Match2Pay UAB und alle anderen litauischen Einrichtungen, die derzeit unter „Beratungs-" oder „Software"-Vereinbarungen operieren, nachdem sie ihren VASP-Status verloren haben.

Sind Sie ein Betreiber, dem eine „neue Schiene" angeboten wurde, um utPay oder CoinsPaid zu ersetzen? Senden Sie die Integrationsdetails und Bankkontoinformationen an Whistle42.com. Ihre Identität bleibt streng vertraulich.

Möchten Sie, dass ich einen spezifischen „Red Flag Alert" für die Bankpartner (wie Postbank oder Revolut) bezüglich dieser Migrationstaktiken erstelle?

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