Autor: Conflux
Die fünf vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) ausgestellten Lizenzen verschweißen das weltweit größte Finanzsystem vollständig mit der hochmodernen Welt der digitalen Vermögenswerte.

Darunter haben fünf zentrale Krypto-Institutionen, darunter Circle, Ripple, BitGo, Fidelity Digital Assets und Paxos, offiziell nationale Trust-Bank-Lizenzen erhalten oder wurden für ein Upgrade genehmigt.
Dies bedeutet, dass die Krypto-Giganten, die den Fluss von Vermögenswerten in Billionenhöhe dominieren, sich gemeinsam von der Peripherie in eine „Bankeninfrastruktur auf Bundesebene" verwandelt haben.
Eine „lizenzierte Banking"-Transformation, die darauf abzielt, das Recht zur Ausgabe und Abwicklung von digitalem Bargeld in der Zukunft zu ergreifen, ist in vollem Gange an der Schnittstelle zwischen Wall Street und Crypto Valley.
Für Krypto-Unternehmen ist diese National Trust Bank Charter weitaus wertvoller als jede frühere Lizenz auf Bundesstaatsebene. Sie bedeutet:
In einer Erklärung sagte der amtierende OCC-Direktor Jonathan Gould, dass neue Marktteilnehmer „der Dynamik, dem Wettbewerb und der Diversifizierung des Bankensystems zugutekommen".
Dies vermittelt deutlich einen Wandel in der US-Regulierung: von der früheren Prüfung und Blockierung von Krypto-Innovationen hin zur proaktiven Einbindung in einen neuen Rahmen der „Systemverwaltbarkeit", der sowohl regulatorisch als auch kooperativ ist.
Die wichtige Lockerung der US-Finanzregulierung spiegelt einen dreigleisigen Ansatz wider, der Politik, Marktkräfte und endogene Treiber umfasst.
Erstens war die Verlagerung des Regulierungsschwerpunkts eine direkte Triebkraft, von der bahnbrechenden Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs im Jahr 2024 bis zum „innovationsfreundlichen" politischen Ton der Trump-Regierung im Jahr 2025.
Die Leitlinien des OCC vom letzten November stellten klar, dass Banken Krypto-Vermögenswerte und Blockchain in ihr Kerngeschäft integrieren können, wodurch das letzte ideologische Hindernis für diese Lizenzcharge beseitigt wurde.
Zweitens haben die Ausgabe, Verwahrung und Abwicklung von Stablecoins mit einer Marktkapitalisierung von Billionen Dollar lange außerhalb des traditionellen Bankensystems operiert und systemische Risiken von „Verwahrungsschwarzen Löchern" und „Bank-Run-Paniken" aufgeworfen. Für institutionelle Fonds sind Vertrauen und Transparenz auf Bankebene Voraussetzungen für den Eintritt.
Letztendlich wird im harten Marktwettbewerb derjenige, der einen stabilen, kostengünstigen Fiat-zu-Kryptowährung-Kanal bereitstellen kann, die Lebensader der Liquidität kontrollieren. Eine Banklizenz bedeutet nicht nur die Fähigkeit, Einlagen anzunehmen und eine stabile Finanzierungsquelle zu erhalten, sondern dient auch als systematischer Schutzwall gegen Marktschwankungen.
Wie Paxos-CEO Charles Cascarilla es ausdrückte, markiert dies den Beginn einer „neuen Phase der Bundesregulierung".
Die fünf Unternehmen, die diesmal eine Genehmigung erhielten, haben sich präzise an wichtigen Knotenpunkten im digitalen Vermögenswerte-Ökosystem positioniert, und ihre strategischen Absichten sind deutlich erkennbar.
Diese fünf Institutionen arbeiten gemeinsam daran, einen Entwurf für ein vollständig integriertes Banken-Ökosystem zu schaffen, das „Ausgabe-Verwahrung-Zahlung-Vermögensverwaltung" abdeckt.
Die zentrale Triebkraft hinter dieser „Banking"-Welle rührt daher, dass der Stablecoin-Markt auf massive 300 Milliarden Dollar angewachsen ist. Die Abwicklung und das Settlement einer so enormen Menge an digitalem Bargeld zirkulieren jedoch noch weitgehend außerhalb des traditionellen Bankensystems.
Die Banklizenz öffnet im Wesentlichen einen konformen, direkten „offiziellen Kanal" zur Federal Reserve. Sobald die Verbindung abgeschlossen ist, wird die Settlement-Geschwindigkeit für Stablecoins vom traditionellen T+1 oder sogar länger auf nahezu Echtzeit verkürzt, wobei die Kosten auf extrem niedrige Niveaus reduziert werden. Dies wird die Position konformer Stablecoins wie USDC erheblich festigen und könnte den Fluss globaler Fonds neu gestalten.
In Zukunft wird der Besitz einer Compliance-Grundlage mit Lizenzen auf Bankebene zum Eckpfeiler werden, der Stablecoins, RWAs (reale Vermögenswerte) und komplexe DeFi-Anwendungen unterstützt. Ein Billionen-Dollar-Downstream-Markt wird sich von hier aus entfalten.
Dieser Schritt des OCC gewährt der Krypto-Industrie nicht nur eine „legitime Lizenz", sondern könnte auch ein strategischer Schritt sein, um den Grundstein für kritische digitale Infrastruktur zu legen und sicherzustellen, dass das Dollarsystem seine globale Settlement-Dominanz im digitalen Zeitalter beibehält. Da Krypto-Giganten zunehmend Banking-Credentials übernehmen, hat sich ein verdeckter Kampf um die zukünftige Finanzsouveränität still und heimlich verschärft.
*Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investieren birgt Risiken; bitte investieren Sie vorsichtig.
