Ich habe in den letzten Jahren wirklich viele wilde Geschichten aus dem Kryptobereich gehört – Hacks, Rugpulls, FOMO-Rallyes – aber was sich vor Kurzem auf einer südkoreanischen Börse abgespielt hat, toppt wirklich alles.
Angeblich wurden durch einen internen Fehler Bitcoin (BTC) im Wert von 44 Milliarden Dollar an Nutzer verschickt. Ja, du hast richtig gelesen: Milliarden.
Laut mehreren seriösen Quellen – darunter auch Reuters – handelt es sich tatsächlich nicht um einen Fake. Es war keine betrügerische Aktion und auch kein Hackerangriff, sondern ein klassischer, fataler Bedienfehler im Rahmen einer Werbeaktion.
Die Börse wollte eigentlich nur geringe Bonusbeträge – etwa 2.000 südkoreanische Won, also etwa 1,50 Euro – an Kunden auszahlen. Durch einen Fehler im System wurden diese Beträge jedoch nicht in Won, sondern in Bitcoin überwiesen.
Man mag sich jetzt fragen: Wie kann sowas überhaupt geschehen? Ich muss zugeben – auch mir ist schon einmal etwas Ähnliches passiert.
Zwar nicht in diesen gigantischen Summen, aber ich habe auch schon aus Versehen eine Wallet mit Bitcoin aufgeladen, obwohl ich USDT verwenden wollte. Ein kleiner Klickfehler, ein unachtsamer Moment, und schon ist es passiert.
Bei einer automatisierten Auszahlung, wie sie bei Börsen üblich ist, kann so ein Versehen schnell fatale Folgen haben.
In diesem Fall bekamen rund 700 Nutzer zum Teil tausende Bitcoin gutgeschrieben. Zum Glück reagierte die Börse schnell und fror innerhalb von 35 Minuten sämtliche betroffenen Konten ein.
Laut eigenen Angaben konnten 99,7 % der irrtümlich versendeten Bitcoins nicht ausgezahlt werden. Ein kleiner Prozentsatz an Nutzern konnte jedoch tatsächlich Millionenbeträge abheben – eine irre Vorstellung.
Die eigentliche Marktwirkung dieses Vorfalls war zunächst unklar. Als Bitcoin auf einmal um über 13.000 Dollar innerhalb eines Tages abstürzte, suchte die Community verzweifelt nach einem Grund.
Kein geopolitischer Konflikt, kein ETF-Schock – nichts war greifbar. Rückblickend ist der Fehler der südkoreanischen Börse vermutlich nicht direkt der Auslöser, aber er könnte durch die Bewegung großer Summen im Orderbuch Panik ausgelöst haben.
Solche Transaktionen lassen sich on-chain verfolgen. Wenn Analysten plötzlich sehen, wie tausende Bitcoin verschoben werden, kann das schon ausreichen, um eine Verkaufswelle zu triggern.
Letztlich war es aber keine fundamentale News, sondern schlicht menschliches Verhalten, das den Absturz verstärkte. Angst, Unsicherheit – ganz klassisch.
Was mich persönlich nachdenklich stimmt, ist die Frage, wie viele Bitcoin einige Börsen wirklich halten. 620.000 BTC bei einer einzigen Plattform – das ist enorm. Wir sprechen hier immerhin von einem erheblichen Teil der zirkulierenden Gesamtmenge.
Für mich bleibt es eine der bizarrsten Geschichten, die ich je erlebt habe – und gleichzeitig ein Reminder: In Krypto kann wirklich alles passieren.
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