Visa hat sein Stablecoin-Abrechnungssystem offiziell in den Live Trading auf der Ethereum-Blockchain überführt und markiert damit einen entscheidenden Wandel von PilotexperimentenVisa hat sein Stablecoin-Abrechnungssystem offiziell in den Live Trading auf der Ethereum-Blockchain überführt und markiert damit einen entscheidenden Wandel von Pilotexperimenten

Visa bringt Stablecoin-Abwicklung live auf Ethereum und macht Blockchain zur Kernzahlungsinfrastruktur

2026/02/11 06:47
2 Min. Lesezeit

Visa hat sein Stablecoin-Abrechnungssystem offiziell in den Live-Betrieb auf der Ethereum-Blockchain überführt und markiert damit einen entscheidenden Wandel von Pilotexperimenten hin zur vollumfänglichen operativen Nutzung von Blockchain für reale Zahlungen.

Dieser Schritt positioniert Blockchain nicht als Nebentest, sondern als zentrale Abrechnungsschiene innerhalb der globalen Zahlungsarchitektur von Visa.

Ethereum wird Visas zentrale Abrechnungsebene

In Visas aktualisierter Multi-Chain-Strategie dient Ethereum nun als grundlegende „Ankerebene" für hochwertige und sicherheitssensible Transaktionen. Die Wahl spiegelt Ethereums tiefe Liquidität, lange Betriebsgeschichte und hohe Dezentralisierung wider – entscheidende Eigenschaften für Abrechnungsinfrastrukturen, die institutionelle Wertvolumen handhaben.

Anders als frühere Proof-of-Concept-Programme ist diese Integration vollständig live und dauerhaft. Seit Anfang 2026 hat Visas On-Chain-Abrechnungssystem bereits mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar annualisiertes Stablecoin-Volumen verarbeitet, was eine bedeutende Akzeptanz über das Experimentieren hinaus signalisiert.

24/7-Abrechnung mit USDC

Der Produktions-Rollout nutzt USDC auf Ethereum und ermöglicht es Visa und seinen Partnern, Transaktionen rund um die Uhr abzuwickeln – einschließlich Wochenenden und Feiertagen – ohne auf traditionelle Banking-Grenzzeiten angewiesen zu sein.

Dies stellt eine strukturelle Verbesserung gegenüber dem herkömmlichen Korrespondenzbanking dar, bei dem Abrechnungsverzögerungen sich über mehrere Geschäftstage erstrecken können, insbesondere bei grenzüberschreitenden Zahlungsströmen.

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Eine bewusste Multi-Chain-Architektur

Während Ethereum die sicherheitskritischsten Abrechnungsströme abwickelt, verlässt sich Visa nicht auf eine einzelne Blockchain. Stattdessen hat das Unternehmen ein zweckorientiertes Multi-Chain-Routing-System entwickelt:

  • Solana und Avalanche werden für institutionelle Abrechnungen mit niedriger Latenz und hohem Durchsatz eingesetzt, wo Geschwindigkeit von größter Bedeutung ist.
  • Stellar ist für grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen optimiert und entspricht damit seiner langjährigen Rolle bei internationalen Transfers.

Dieser Ansatz ermöglicht es Visa, Sicherheit, Geschwindigkeit und Spezialisierung auszubalancieren, anstatt alle Transaktionen auf ein einzelnes Netzwerk zu zwingen.

Strategischer Kontext und was als Nächstes kommt

Die Ethereum-Implementierung baut auf Visas früherem Rollout der USDC-Abrechnung für US-Finanzinstitute Ende 2025 auf, das zunächst Solana nutzte. Die Ausweitung auf Ethereum im Jahr 2026 signalisiert eine klare Eskalation: Blockchain wird nun als produktionsreife Finanzinfrastruktur behandelt, nicht als aufkommendes Experiment.

Visa ist auch Circle als Designpartner für das kommende Arc-Netzwerk beigetreten, eine auf Zahlungen fokussierte Layer-1-Blockchain. Visa plant, in Zukunft einen Validator-Knoten zu betreiben und damit seine Rolle innerhalb von On-Chain-Zahlungsökosystemen zu vertiefen, anstatt ein passiver Nutzer zu bleiben.

Der Beitrag Visa bringt Stablecoin-Abrechnung live auf Ethereum und verwandelt Blockchain in zentrale Zahlungsinfrastruktur erschien zuerst auf ETHNews.

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