Bei der Eröffnung der Consensus Hong Kong 2026 am 11. Februar 2026 skizzierte Hongkongs Chief Executive John Lee Ka-chiu einen politischen Rahmen, der darauf abzielt, den Übergang der Stadt zu einem globalen Web3- und digitalen Vermögenswerte-Hub zu beschleunigen.
Die Strategie baut auf bereits laufenden regulatorischen Meilensteinen auf und führt zusätzliche Aufsichtsmaßnahmen ein, die für 2026 geplant sind.
Lees Ausführungen konzentrierten sich auf Hongkongs Positionierung im Rahmen des „Ein Land, zwei Systeme"-Konzepts, das es der Stadt ermöglicht, die strukturellen Vorteile des chinesischen Festlandes mit internationalen Kapitalmärkten zu verbinden.
Ein wichtiger Meilenstein, der während der Ansprache hervorgehoben wurde, war die bevorstehende Erteilung von Stablecoin-Lizenzen. Die Hong Kong Monetary Authority bearbeitet derzeit Anträge und erwartet die Vergabe der ersten Charge von Stablecoin-Emittentenlizenzen im März 2026.
Dies folgt auf die Umsetzung der Stablecoin-Verordnung im August 2025, die einen formellen regulatorischen Weg für fiatreferenzierte digitale Vermögenswerte etablierte. Die Einführung der Lizenzierung stellt einen Wandel von der Politikausarbeitung zur operativen Durchsetzung dar und signalisiert, dass Hongkongs Stablecoin-Rahmenwerk in seine Implementierungsphase eintritt.
Die Securities and Futures Commission treibt ihre „ASPIRe"-Roadmap voran, die darauf ausgelegt ist, die Liquidität in virtuellen Vermögenswerte-Märkten zu verbessern und die Produktverfügbarkeit zu erweitern. Die Initiative zielt darauf ab, die Markttiefe zu stärken und gleichzeitig eine strukturierte Aufsicht aufrechtzuerhalten.
Parallel dazu planen die Regulierungsbehörden, 2026 einen Verordnungsentwurf vorzulegen, der sich an Krypto-Beratungsdienstleistungen richtet. Diese Erweiterung würde die Aufsicht über Börsenplattformen hinaus ausdehnen und das bestehende Regime ergänzen, das derzeit 11 lizenzierte virtuelle Vermögenswerte-Handelsplattformen umfasst.
Der Fortschritt von der Börsenlizenzierung zur Beratungsregulierung deutet auf einen Übergang zu einer umfassenden Aufsicht über digitale Vermögenswerte-Dienstleistungen hin.
Die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) dient weiterhin als strategische Säule. Nach Pilotprogrammen mit tokenisierten Geldmarktfonds und grünen Anleihen positionieren die Behörden die RWA-Tokenisierung als Mechanismus zur Integration traditioneller Finanzen mit Blockchain-Infrastruktur.
Durch die Betonung regulierter Tokenisierung scheint sich Hongkong auf institutionelle Anwendungsfälle zu konzentrieren, statt auf spekulative Einzelhandelserweiterung, und verstärkt damit seine Positionierung als strukturiertes Finanzzentrum und nicht als leicht regulierte Krypto-Jurisdiktion.
Lee identifizierte drei Wettbewerbssäulen, die Hongkongs Entwicklung digitaler Vermögenswerte unterstützen:
Die Roadmap 2026 spiegelt einen Übergang von politischer Signalisierung zu regulatorischer Umsetzung wider. Mit unmittelbar bevorstehender Stablecoin-Lizenzierung, sich ausweitender Beratungsaufsicht und fortschreitenden Tokenisierungs-Pilotprojekten bewegt sich Hongkong darauf zu, seine Web3-Infrastruktur innerhalb eines straff strukturierten rechtlichen Rahmens zu formalisieren.
Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird davon abhängen, ob Liquiditätsinitiativen und institutionelle Beteiligung parallel zur regulatorischen Klarheit skalieren und Hongkongs Ambition verstärken, als globale Brücke zwischen traditionellen Finanzen und digitalen Vermögenswerte-Märkten zu dienen.
Der Beitrag Hong Kong Reaffirms Web3 Ambitions With Stablecoin Licenses Due in March erschien zuerst auf ETHNews.

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