Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat Russlands Angriff auf die Ukraine als „kriminelle Aggression“ verurteilt. Er setzt sich dafür ein, Prinzipien aus der KrEthereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat Russlands Angriff auf die Ukraine als „kriminelle Aggression“ verurteilt. Er setzt sich dafür ein, Prinzipien aus der Kr

Vitalik Buterin fordert Krypto-basierte politische Reform im Russland-Ukraine-Krieg

2026/02/12 23:45
3 Min. Lesezeit

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat Russlands Angriff auf die Ukraine als „kriminelle Aggression“ verurteilt. Er setzt sich dafür ein, Prinzipien aus der Krypto-Community für eine neue Staatsführung in Russland zu nutzen.

Seine Aussagen, die kurz vor dem vierten Jahrestag des Angriffs am 24. Februar 2026 veröffentlicht wurden, verbinden Blockchain-Ideen mit der langfristigen Sicherheit in Europa und der Ukraine.

Vitalik Buterin kritisiert Angriffe und stärkt Ukraine-Unterstützung

Der russisch-kanadische Innovator lehnt Erzählungen ab, die den Konflikt als moralisch unklar darstellen. Er betonte, Russlands Angriff auf die Ukraine sei nicht zu rechtfertigen.

Er griff dabei auf seine russische Herkunft und seine kanadische Prägung zurück. So stellte er die großen Unterschiede heraus zwischen:

  • den Verbesserungen der ukrainischen Institutionen in den letzten zehn Jahren und
  • Russlands zunehmender Unterdrückung, imperialen Zielen und militärischer Gewalt.

Buterin kritisierte zudem westliche Darstellungen, die die Verantwortung Russlands herunterspielen. Er erklärte, die russische Staatsführung habe momentan keinen Grund, auf Frieden hinzuarbeiten.

Deshalb meint er, dass nur anhaltender militärischer und wirtschaftlicher Druck echte Verhandlungen erzwingen kann.

So verändern Krypto-Prinzipien die Politik

Mit Blick auf seine Erfahrung bei Ethereum und der Blockchain-Governance schlägt Buterin vor, dass langwierige Reformen in Russland durch diese Ansätze profitieren können:

  • dezentrale Governance
  • quadratisches Abstimmen und
  • digitale Demokratie

Diese Methoden, die bereits in Krypto-Netzwerken getestet wurden, sollen Macht verteilen, Autoritarismus verhindern und Menschen ermöglichen, an politischen Entscheidungen teilzunehmen.

Buterin betonte, dass Dezentralisierung nicht nur eine Idee ist; sie könnte auch politische Veränderungen in der echten Welt unterstützen.

Systeme wie https://pol.is, die großen Gruppen helfen, gemeinsam Standpunkte zu finden und zu diskutieren, könnten dabei helfen, Schwerpunkte in der Bevölkerung festzulegen – ohne auf klassische Hierarchien zu setzen.

Diese Aussagen kamen nur wenige Wochen, nachdem Internetanbieter begonnen hatten, auf Netz-Ebene den Zugang zu sperren und mehrere Krypto-Nachrichtenseiten für russische Nutzer blockierten.

So sieht ein schönes Russland der Zukunft aus

Doch über direkte Lösungen des Konflikts hinaus meint Buterin, dass die Sicherheit Europas und der Ukraine dauerhaft davon abhängt, dass sich Russland grundlegend verändert.

Er stellt sich einen Staat vor, in dem die politischen Strukturen das Wohlergehen und den wirtschaftlichen Fortschritt wichtiger nehmen als militärische Gewalt – und damit künftige Konflikte unwahrscheinlicher werden.

Buterin sagt, dass für diese Veränderung neue Führungskräfte und neue Ideen in der russischen Opposition gebraucht werden.

Er erklärt, dass sich auch im Krypto-Bereich zeigt: Feste Systeme bringen ohne neue Strategien, Mut zum Ausprobieren und Teilhabe selten Fortschritte. Seinen Ansatz beschreibt er als einen Prozess mit zwei Schritten:

  • Erstens: Die Ukraine muss jede nur mögliche Unterstützung bekommen, um das russische Militär zu schwächen und einen Waffenstillstand zu erreichen.
  • Zweitens: Nach Putin soll der Fokus auf die Unterstützung jener Gruppen in Russland liegen, die für Reformen, Frieden und dezentrale Governance offen sind.

Buterins Vorschlag zeigt, wie technische Modelle der Governance immer stärker in die internationale Politik einfließen.

Noch werden Blockchain-Ideen meist in digitalen Netzwerken eingesetzt; sie auf ganze Staaten zu übertragen, ist aber bislang völlig neu.

Trotzdem eröffnet der Blickwinkel des Ethereum-Mitgründers neue Perspektiven für Friedenspolitik und Wiederaufbau. Er zeigt: Neben Diplomatie und militärischem Druck kann es für dauerhaften Frieden auch grundlegende Neuerungen am System brauchen.

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