Russische Behörden haben keine unmittelbaren Pläne, Google im Land zu sperren, trotz anhaltender Beschränkungen anderer Technologieplattformen. Russische Beamte machten dies inmitten eskalierender Maßnahmen gegen Dienste wie YouTube und WhatsApp deutlich. Die Telekommunikationsaufsichtsbehörde des Landes, Roskomnadzor, verhängt weiterhin strenge Maßnahmen gegen Plattformen, die russische Gesetze nicht einhalten, aber Google bleibt vorerst unberührt.
Anton Gorelkin, erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Informationspolitik der Staatsduma, bestätigte, dass es keine Absichten gebe, Google zu verbieten. Er betonte, dass ein solcher Schritt Millionen russischer Smartphone-Nutzer, die auf Android angewiesen sind, negativ beeinflussen würde. Da Android auf 60 % der russischen Smartphones läuft, könnte das Sperren von Google schwerwiegende Folgen für das technologische Ökosystem des Landes haben.
Der Gesetzgeber räumte ein, dass das Sperren von Google keine wirksame Methode wäre, um Geldstrafen gegen das Unternehmen durchzusetzen. Laut Gorelkin würden die laufenden Klagen zwischen russischen Firmen und Google durch einen solch drastischen Schritt nicht gelöst werden. Er merkte an, dass Anhörungen in ausländischen Gerichten noch laufen und alternative rechtliche Maßnahmen verfolgt werden, um die Probleme anzugehen.
Gorelkin erklärte weiter, dass ein zukünftiges Verbot von Google, falls in Betracht gezogen, schrittweise umgesetzt werden sollte. Er hob die Bedeutung hervor, den richtigen gesetzlichen Rahmen für einen reibungslosen Übergang zu heimischen Alternativen zu schaffen. Während die Idee, Google aufzugeben, nicht völlig ausgeschlossen ist, verfolgt die Regierung einen vorsichtigeren Ansatz.
Während Google unberührt bleibt, haben andere Plattformen wie YouTube die volle Kraft der russischen Strafmaßnahmen zu spüren bekommen. Die russische Regierung hat die Domain von YouTube von den DNS-Servern von Roskomnadzor entfernt und damit den Zugang zur Video-Sharing-Plattform unterbrochen. Diese Maßnahme folgt ähnlichen Schritten gegen WhatsApp, Metas Messaging-Dienst, der von russischen Behörden als "extremistische" Organisation eingestuft wurde.
Trotz dieser Schritte argumentieren einige Technologieexperten, dass Russlands Firewall nicht in der Lage ist, alle ausländischen Plattformen auf einmal zu sperren. Die Internetinfrastruktur des Landes kann einfach keine vollständige Abschaltung von Diensten wie Google und YouTube bewältigen.
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