Binance Co-CEO Richard Teng hat die Krypto-Börse gegen Vorwürfe verteidigt, sie sei für den „10/10“-Krypto-Crash am 10. Oktober 2025 verantwortlich. Bei diesem Vorfall wurden etwa 19 Mrd. USD liquidiert.
Auf der CoinDesk Consensus Hongkong-Konferenz am 12. Februar 2026 sagte Teng, dass der Ausverkauf von anderen Faktoren beeinflusst wurde und nicht allein an Binance lag.
Der Binance Co-CEO führte makroökonomische und geopolitische Schocks zwischen den USA und China an. Konkret nannte er:
Die Kombination aus beidem habe laut ihm die weltweite Risikostimmung gedreht und massive Liquidierungen auf allen Börsen, zentralisiert und dezentralisiert, ausgelöst.
Der Großteil der Liquidierungen (ungefähr 75 Prozent) fand gegen 21 Uhr ET statt, als wichtige Makro-Nachrichten veröffentlicht wurden.
Teng räumte kleinere Probleme auf der Plattform während des Ereignisses ein, etwa ein Stablecoin-Depegging (USDe) und vorübergehende Verzögerungen bei Überweisungen.
Er betonte jedoch, dass diese Vorfälle nicht mit dem breiten Markteinbruch zusammenhingen. Außerdem wies er darauf hin, dass Binance betroffenen Nutzerinnen und Nutzern geholfen und einigen Entschädigungen gezahlt hat.
Im letzten Jahr wickelte Binance angeblich ein Handelsvolumen von 34 Billionen USD ab und zählte über 300 Millionen Nutzer.
Es ist bemerkenswert, dass der Crash am 10. Oktober in den letzten Monaten immer wieder zu Binance-FUD geführt hat. Die Börse wurde vielfach kritisiert, besonders stark von der Konkurrenzbörse OKX und CEO Star Xu.
Trotz Tengs ausführlicher Erklärung reagierten Trader in sozialen Medien schnell und kritisch. Auf X (Twitter) warfen einige Binance vor, APIs gesperrt und damit Liquidationen provoziert zu haben. Danach wurde die Verantwortung laut ihnen auf „makroökonomische Schocks“ geschoben.
Kritiker gehen sogar weiter und vergleichen Tengs Aussagen mit bekannten Ausreden.
Viele Kommentare drehten sich zudem um angeblich gefälschte API-Antworten und es wurde die interne Abstimmung bei Binance infrage gestellt. Insgesamt ist die Stimmung eher so, dass die Nutzer der Meinung sind, Binance sei nicht vollkommen transparent.
Die Kritik zeigt, wie angespannt das Verhältnis zwischen zentralen Krypto-Börsen und Tradern mit hohem Hebel bei starken Marktschwankungen ist.
Obwohl die Nachfrage von Kleinanlegern im Vergleich zu früheren Jahren gesunken ist, betonte Teng, dass Institutionen und Unternehmen trotzdem stark im Krypto-Bereich aktiv sind.
Teng beschreibt das 10/10-Ereignis auch als Teil eines breiteren Zyklus am Krypto-Markt. Trotz kurzfristiger Unruhe gehe die Entwicklung weiter. Das Kapital der Institutionen stärke das Vertrauen in den Markt langfristig.
Dennoch steht die Börse vor zwei Aufgaben:
Obwohl durch die Liquidationen im Wert von 19 Milliarden USD bei vielen Nutzerinnen und Nutzern Verluste entstanden sind, geht die Diskussion um die Verantwortung online weiter. Das verwundert nicht, denn bei hohem Hebelhandel ist das Vertrauen oft sehr fragil.
Der Beitrag Binance verteidigt sich am 10. Oktober bei Consensus Hongkong – überzeugt aber nicht erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

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