Morgan Stanley erweitert seine digitale Asset-Strategie über explorative Pilotprojekte hinaus, indem die Bank einen Software Engineer für Blockchain & Tokenisierung einstellt – Teil einer umfassenderen Initiative, um die Bank als zentralisierte Plattform für digitale Vermögensinfrastruktur zu positionieren.
Die im Februar 2026 ausgeschriebene Rolle signalisiert eine Verlagerung hin zur produktionsreifen Integration von Bitcoin, Ethereum und Solana-Handel innerhalb der E*Trade-Plattform, anvisiert für die erste Hälfte 2026.
Die Initiative spiegelt eine koordinierte Expansion über Handel, Verwahrung, Tokenisierung und Abwicklungsinfrastruktur wider, anstatt eines einzelnen Produktstarts.
Die neu ausgeschriebene Position konzentriert sich auf den Aufbau skalierbarer und regulierungskonformer digitaler Asset-Lösungen über mehrere Blockchain-Ökosysteme hinweg. Die Aufgaben umfassen die Bewertung und Integration von mindestens vier wichtigen Protokollen:
Über die Protokollanbindung hinaus umfasst die Rolle die Entwicklung von On-Chain- und Off-Chain-Abwicklungsworkflows sowie die Verwaltung sowohl verwahrter als auch nicht-verwahrter Wallet-Infrastruktur.
Ein Schlüsselprojekt umfasst den Aufbau von Morgan Stanleys proprietärer digitaler Asset-Wallet, derzeit für einen Start Ende 2026 vorgesehen. Die Wallet soll Kryptowährungen neben tokenisierten Real-World-Assets wie Aktien, Anleihen und Private-Equity-Instrumenten unterstützen.
Morgan Stanley hat mehrere Seniorität-Stufen für die Initiative in Menlo Park, Kalifornien, ausgeschrieben:
Von Kandidaten wird im Allgemeinen erwartet, dass sie mindestens sieben Jahre Software-Engineering-Erfahrung mitbringen, davon drei oder mehr Jahre speziell auf Blockchain- und Tokenisierungssysteme fokussiert.
Die Vergütungsstruktur deutet darauf hin, dass die Bank über mittlere und gehobene technische Führungsebenen hinweg rekrutiert, was unterstreicht, dass dies kein begrenzter experimenteller Aufbau ist.
Die umfassendere Strategie beinhaltet die Integration von Krypto-Handel in das E*Trade-Ökosystem und ermöglicht den Zugang zum Spot-Handel für Assets wie Bitcoin und Ethereum. Es wird auch Staking-Funktionalität erwogen, insbesondere für Ethereum.
Morgan Stanleys digitale Asset-Roadmap wird von Amy Oldenburg geleitet, die damit beauftragt wurde, die Strategie des Unternehmens über Pilotprogramme hinaus in den vollständigen Produktionseinsatz zu führen.
Im Bereich Tokenisierung nutzt Morgan Stanley das Canton Network durch eine Partnerschaft mit iCapital. Das Ziel ist es, Private-Market-Transaktionen zu optimieren und eine nahezu sofortige Abrechnung von Private Equity und anderen alternativen Assets zu ermöglichen.
Das Enterprise-Design des Canton Network entspricht regulierten Finanzinstituten, die konforme Tokenisierungs-Frameworks suchen, anstatt nur auf öffentlichen Chains basierende Lösungen.
Die Einstellungsinitiative spiegelt eine vielschichtige digitale Transformation wider, anstatt eines bloßen Krypto-Handels-Add-ons. Durch die Kombination von Handelszugang, proprietärer Wallet-Infrastruktur, Multi-Protokoll-Integration und tokenisierter Asset-Abwicklung scheint Morgan Stanley einen vertikal integrierten digitalen Asset-Stack aufzubauen.
Falls wie skizziert umgesetzt, würde die Strategie das Unternehmen als Infrastruktur-Hub positionieren, in dem traditionelle Wertpapiere, Kryptowährungen und tokenisierte Private-Market-Instrumente innerhalb einer einheitlichen digitalen Vermögensumgebung koexistieren.
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