Indien eröffnet diese Woche den India AI Impact Summit 2026 im Bharat Mandapam und stellt damit Neu-Delhi in den Mittelpunkt der weltweiten Diskussion über künstliche Intelligenz.
Es ist der erste seiner Art, der in einem Entwicklungsland stattfindet, und zwar vom 16. bis 20. Februar. Frühere Gipfeltreffen in Südkorea, Frankreich und dem Vereinigten Königreich konzentrierten sich auf Sicherheitsfragen.
Der Gipfel ist um drei Themen organisiert: Menschen, Planet und Fortschritt. Neben Politikdiskussionen und Forschungssitzungen bringt eine große Handelsmesse mehr als 300 Aussteller aus Indien und über 30 anderen Ländern zusammen. Die Messe umfasst mehr als 10 thematische Bereiche, die Felder wie Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung abdecken.
Die Bedeutung des Gipfels wird durch die Gästeliste hervorgehoben. Hochrangige Regierungsbeamte und mehr als 20 Staatsoberhäupter haben persönlich teilgenommen. Auf persönliche Bitte von Premierminister Modi wird der französische Präsident Emmanuel Macron am 17. Februar eintreffen und voraussichtlich bis zum 19. Februar bleiben.
Premierminister aus Bhutan, Griechenland, Finnland, Spanien und einer Reihe von anderen Ländern sind ebenfalls anwesend, zusammen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.
Vertreter von den führenden Technologieunternehmen umfassen Sam Altman, CEO von OpenAI, Sundar Pichai, CEO von Google, sowie Vertreter von Anthropic und DeepMind. Indien hat das Potenzial, ein „Full-Stack-KI-Führer" zu werden, sagte Sam Altman.
Sieben Themengruppen, jede gemeinsam geleitet von einem Delegierten aus einem entwickelten und einem sich entwickelnden Land, bilden die Grundlage der Arbeitsagenda des Gipfels. Es wird erwartet, dass diese Gruppen konkrete Empfehlungen zu Themen wie Anwendungen in bestimmten Branchen, zuverlässigen KI-Tools und gemeinsamer Computing-Infrastruktur erstellen werden.
Indien kommt zu diesem Gipfel mit echtem Schwung dahinter. Mit der IndiaAI Mission der Regierung hat das Land seine Dateninfrastruktur aufgebaut, Tausende von Grafikprozessoren durch öffentlich-private Partnerschaften online gebracht und 12 Teams ausgewählt, um selbst entwickelte große Sprachmodelle zu entwickeln.
Beamte sagen, dass KI die nächste bedeutende Schicht von Indiens digitaler Infrastruktur ist, eine logische Weiterentwicklung von Initiativen wie India Stack, Aadhaar und UPI, die bereits mehr als 1,4 Milliarden Menschen dienen.
Indiens Größe und einzigartige Anforderungen spiegeln sich in den realen Anwendungen wider, die auf dem Gipfel ausgestellt werden. KI-Techniken werden im Gesundheitswesen eingesetzt, um Ferndiagnosen zu verbessern, Telemedizindienste zu erweitern und Krankheitsausbrüche in abgelegenen Gebieten vorherzusagen, in denen der Zugang zu Ärzten noch eingeschränkt ist.
KI prognostiziert Ernteerträge, kontrolliert Boden- und Wasserverbrauch und erkennt Insektenrisiken frühzeitig in der Landwirtschaftsbranche, die Hunderte Millionen Menschen beschäftigt. Gemeinsame Infrastruktur kann laut Organisatoren vergleichbare Instrumente für Kleinbauern erschwinglicher machen. Produktivitätssteigerungen von 20 bis 30 Prozent wurden bereits in Pilotbetrieben nachgewiesen.
Ein „globales KI-Commons" ist ein offenes, gemeinsames Repository von KI-Tools, Datensätzen, Computing-Ressourcen und ethischen Normen, das von Abhishek Singh vorgeschlagen wurde. Singh argumentiert, dass unterentwickelte Länder weiterhin Technologie kaufen und nutzen würden, die von anderen entwickelt wurde, ohne mitzureden, wie sie funktioniert oder welche Prinzipien sie vertritt.
Singh möchte mit dem Rest der Welt verbunden bleiben und die internationale Zusammenarbeit bewahren, ohne von anderen Einflüssen abhängig zu sein.
Satyamev Jayate, der indische Nationalslogan, der mit „Wahrheit allein siegt" übersetzt wird, war die Grundlage für das Motto des Gipfels. Mit dieser Rahmung agiert das Land nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Bindeglied zwischen den vielen Nationen, die sich noch entwickeln, und anderen, die bereits KI entwickeln.
Der Gipfel signalisiert Indiens Absicht, den „Globalen Süden" anzuführen, um einen Platz am Tisch zu fordern und sicherzustellen, dass die Zukunft der KI durch gemeinsame Infrastruktur und nicht durch digitale Abhängigkeit definiert wird.
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