Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat eine Branchendebatte ausgelöst, nachdem er erklärte, dass der Krypto-Sektor schließlich Billionen-Dollar-Unternehmen hervorbringen wird und dass Ripple eines davon sein will.
Im Februar 2026 liegt die Bewertung von Ripple bei etwa 40 Milliarden US-Dollar, nach einer Finanzierung von 500 Millionen US-Dollar Ende 2025. Eine Bewertung von 1 Billion US-Dollar zu erreichen, würde ein etwa 25-faches Wachstum vom aktuellen Niveau erfordern, ein Ziel, das Garlinghouse während des XRP Community Day am 11.–12. Februar 2026 ansprach.
Nachdem Ripple im Jahr 2025 Milliarden von Dollar für Akquisitionen eingesetzt hat, darunter der Kauf von Hidden Road für 1,25 Milliarden US-Dollar und die Übernahme von GTreasury für 1 Milliarde US-Dollar, verlagert das Unternehmen seinen Fokus 2026 auf die Integration.
Anstatt die aggressive Expansion fortzusetzen, plant das Unternehmen, seine erworbene Infrastruktur in eine konsolidierte institutionelle Finanzplattform zu vereinen. Das Ziel ist es, einen nahtlosen Stack zu schaffen, der Liquidität, Verwahrung, Treasury und Abwicklungsfähigkeiten unter einem Ökosystem kombiniert.
Garlinghouse betonte, dass die Skalierung nicht nur von der Expansion, sondern auch von der operativen Kohäsion abhängen wird.
Garlinghouse bekräftigte, dass XRP im Mittelpunkt von Ripples langfristiger These steht, und bezeichnete es als den „Nordstern", der die Strategie des Unternehmens leitet. Er argumentierte, dass der Unternehmenswert von Ripple parallel zur Akzeptanz des XRP Ledger (XRPL) als Brücke für institutionelle Liquidität und regulierte Finanzschienen wachsen wird.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse
Die Prämisse ist einfach: Wenn XRP in grenzüberschreitende Abwicklung und tokenisierte Vermögensinfrastruktur eingebettet wird, stärkt sich Ripples Positionierung als primärer Infrastrukturanbieter proportional.
Monica Long prognostizierte, dass bis Ende 2026 etwa die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen formelle digitale Asset-Strategien eingeführt haben wird. Ripple zielt darauf ab, als zentraler Infrastrukturpartner für diese Institutionen zu dienen, da geschätzte 5–10 % der Kapitalmarktabwicklung schrittweise on-chain migrieren.
Die breitere Wette bezieht sich nicht nur auf die Wertsteigerung von Krypto-Assets, sondern auf die Migration institutioneller Workflows.
Die kommende XLS-66-Änderung des XRP Ledger ist darauf ausgelegt, institutionelle Rendite-Generierung direkt on-chain zu ermöglichen, wodurch Teilnehmer Rendite auf XRP-Bestände innerhalb regulierter Rahmenbedingungen erzielen können.
Ripple erweitert weiterhin die Rolle seines RLUSD-Stablecoins und positioniert ihn als konformes Abwicklungs-Asset. RLUSD hat kürzlich die Kriterien für geeignete Sicherheiten in US-Derivatemärkten erfüllt, wodurch sein Nutzen in institutionellen Handelsumgebungen gestärkt wird.
Das Unternehmen erforscht Zero-Knolwedge-Beweis-Technologie (ZKP), um Vertraulichkeitsebenen einzuführen, die von Banken bei der Abwicklung komplexer Finanztransaktionen benötigt werden.
Seit ihrer Einführung Ende 2025 haben Spot-XRP-ETFs über 1,2 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet, was auf anhaltendes institutionelles Interesse trotz kurzfristiger Preisvolatilität hinweist.
Damit Ripple eine Billionen-Dollar-Bewertung erreicht, müssten institutionelle Akzeptanz, Wachstum tokenisierter Vermögenswerte, regulatorische Klarheit und die Expansion des XRP-Netzwerks gleichzeitig skalieren. Der Fokus des Unternehmens für 2026 scheint auf der Konsolidierung der Infrastruktur und der Ausrichtung des Unternehmenswachstums auf die breitere on-chain Finanzmigration zu liegen.
Ob der Billionen-Dollar-Meilenstein erreicht wird, hängt von der Umsetzung und den Marktbedingungen ab, aber die skizzierte Strategie deutet darauf hin, dass sich Ripple nicht als spekulatives Krypto-Unternehmen, sondern als grundlegende Infrastruktur für digitale Kapitalmärkte positioniert.
Der Beitrag Ripple strebt Billionen-Dollar-Status an, während Garlinghouse langfristige Strategie skizziert erschien zuerst auf ETHNews.


