Ethereum (ETH) ist in den letzten 24 Stunden um 6,6% gefallen und wird bei rund 1.947 $ gehandelt, während die breiteren Kryptomärkte weiterhin mit Volatilität und makroökonomischen Gegenwind zu kämpfen haben.
Doch inmitten der Preisturbulenzen weist Coinbase-CEO Brian Armstrong auf eine überraschende Quelle des Optimismus hin: die Widerstandsfähigkeit der Privatanleger.
Armstrong betonte, dass die Privatnutzer von Coinbase über das Überstehen des Marktabschwungs hinaus aktiv den Rückgang kaufen, was zu Nettozuwächsen bei den BTC- und ETH-Beständen führt.
Laut dem Coinbase-Manager haben sie einen Anstieg der Native Token für Privatnutzer bei BTC und ETH auf der Börse verzeichnet.
Unter Berufung auf Diamond Hands sagt Armstrong, dass die meisten Kunden von Coinbase im Februar Native Token-Guthaben hatten, die gleich oder größer waren als ihre Guthaben im Dezember.
Der Coinbase-CEO stellte diesen Trend als bullisches Gegennarrativ zur aktuellen Marktstimmung dar. Während Bitcoin in den Bereich von 68.000 bis 69.000 $ zurückgefallen ist und Ethereum einen Rückgang von 7% auf Niveaus unter 2.000 $ verzeichnet hat, zeigen Privatanleger Überzeugung statt Panik.
Das „Diamond Hands"-Phänomen, bei dem Nutzer ihre Krypto-Bestände trotz Rückgängen halten oder erhöhen, deutet auf eine reifende Privatanlegerbasis hin, die dazu beitragen könnte, die Preise zu stabilisieren und die langfristige Akzeptanz zu unterstützen.
Allerdings teilt nicht jeder Armstrongs Optimismus. Einige Kritiker argumentieren, dass das Halten während starker Rückgänge lediglich erhebliche Verluste widerspiegelt und keine echte Widerstandsfähigkeit.
Über das Halteverhalten hinaus äußern Community-Mitglieder auch umfassendere Bedenken hinsichtlich Politik und Marktzugang.
Dies deutet darauf hin, dass eine erweiterte DeFi-Teilnahme und Renditechancen das Vertrauen der Privatanleger weiter stärken könnten.
Der Kontext ist wichtig, da er nur wenige Tage nach Coinbases Ergebnissen für Q4 2025 kommt, die rückläufige Handelsvolumina inmitten eines 11%-Rückgangs der breiteren Krypto-Marktkapitalisierung offenbarten.
Dennoch verzeichnete die Börse weiterhin Zuflüsse von Native Token von Privatnutzern, was auf einen Akkumulationsboden hindeutet, der den Markt während bärischer Phasen abfedern könnte.
Historische Kryptozyklen zeigen, dass Phasen anhaltender Privatanleger-Überzeugung oft Erholungen vorausgehen, da Privatanleger Volatilität absorbieren, während institutionelle Teilnehmer vorsichtigere Haltungen einnehmen.
Daher zeigt Armstrongs Botschaft, während sie die Krypto-Community beruhigt und Coinbases Leistung in einem turbulenten Quartal subtil verteidigt, auch, dass sich der Privatanlegermarkt von kurzfristiger Spekulation zu längerfristiger Akkumulation wandelt.
Während die Preise kurzfristig volatil bleiben könnten, deuten diese Muster darauf hin, dass Privatanleger zunehmend als stabilisierende Kräfte im Markt agieren und möglicherweise als Katalysator für eine Erholung dienen, wenn sich die breitere Marktstimmung ändert.


