Die jüngste Erholung von Bitcoin könnte ein gefährliches Zeichen verstecken. Der Bitcoin-Kurs stieg zwischen dem 12. und 15. Februar um fast neun Prozent. Es saDie jüngste Erholung von Bitcoin könnte ein gefährliches Zeichen verstecken. Der Bitcoin-Kurs stieg zwischen dem 12. und 15. Februar um fast neun Prozent. Es sa

Bitcoin-Kurs: Gewinne nach Kurssprung – droht jetzt ein Absturz auf 58.000 USD?

2026/02/16 15:00
5 Min. Lesezeit

Die jüngste Erholung von Bitcoin könnte ein gefährliches Zeichen verstecken. Der Bitcoin-Kurs stieg zwischen dem 12. und 15. Februar um fast neun Prozent. Es sah so aus, als sei die Korrektur vorbei.

Allerdings verliert die Erholung schon an Kraft. Jetzt zeigen On-Chain-Daten zu Hebelpositionen, Trendindikatioren und Gewinne, dass das Hoch den Kursabsturz sogar wahrscheinlicher machen könnte, statt das Ende der Korrektur zu bringen.

Bitcoin-Kurs springt um 9 Prozent – Fast 2 Mrd. USD an Long-Wetten

Zwischen dem 12. und 15. Februar stieg Bitcoin ungefähr neun Prozent. Im selben Zeitraum setzten viele Futures-Händler auf weiter steigende Kurse. Das gesamte offene Volumen, also der Wert aller laufenden Futures-Verträge, wuchs von 19,59 Mrd. USD auf 21,47 Mrd. USD. Das war ein Anstieg von etwa 1,88 Mrd. USD oder rund 9,6 Prozent zwischen dem 13. und 15. Februar.

Auch die Finanzierungssätze wurden klar positiv und stiegen auf +0,34 Prozent. Der Finanzierungssatz ist die Gebühr, die Long- und Short-Händler einander zahlen. Ist der Satz positiv, zahlen Long-Händler an Short-Positionen. Das zeigt, dass die meisten BTC-Händler auf steigende Kurse setzten.

Steigender Bitcoin-HebelSteigender Bitcoin-Hebel: Santiment

Gemeinsam zeigen steigendes offenes Volumen und positive Finanzierungssätze, dass der Markt auf eine größere Erholung setzte. Allerdings gibt es beim Blick auf das Kursbild ein wichtiges Problem.

Die gesamte Aufwärtsbewegung fand in einem sogenannten Bärenflaggen-Muster statt. Eine Bärenflagge entsteht nach einem starken Abverkauf, wenn der Kurs langsam steigt, aber in einer abwärts gerichteten Struktur bleibt. Oft ist das nur eine Pause, bevor es weiter bergab geht.

Bitcoin-Erholung in einem bärischen MusterBitcoin-Erholung in einem bärischen Muster: TradingView

Die jüngste Ablehnung am lokalen Hoch und der erneute Rückgang zeigen, dass Bitcoin sich noch immer in diesem bärischen Muster bewegt. Der Kurs nähert sich schon der unteren Grenze der Flagge. Sollte diese Unterstützung nach unten durchbrochen werden, könnte die nächste Abwärtsbewegung laut Bitcoin-Kurs-Prognose starten.

Versteckte bärische Divergenz und 90-Prozent-Gewinnsprung: Verkäufer kommen zurück

Indikatoren für die Kursdynamik zeigen nun ebenfalls diese zunehmende Schwäche. Auf dem Zwölf-Stunden-Chart bildete sich zwischen dem sechsten und fünfzehnten Februar eine versteckte bärische Divergenz bei Bitcoin.

In dieser Zeit entstand beim Kurs ein tieferes Hoch – das bedeutet, die Erholung schaffte es nicht über den letzten Höchststand. Dennoch bildete der Relative-Stärke-Index (RSI) ein höheres Hoch. Der RSI misst die Stärke des Kauf- und Verkaufsdrucks.

Versteckte RSI-DivergenzVersteckte RSI-Divergenz: TradingView

Diese Kombination nennt man versteckte bärische Divergenz. Sie kommt meist dann vor, wenn der Kaufdruck nur vorübergehend wächst, aber der gesamte Trend schwach bleibt. Das zeigt, dass Verkäufer langsam wieder mehr Einfluss bekommen. Kurz nach dem Signal begann die aktuelle Korrektur von Bitcoin.

Gleichzeitig stiegen die Chart-Daten zu den Gewinnen stark an und lieferten ein weiteres Warnzeichen. Der Net Unrealized Profit/Loss (NUPL) von Bitcoin stieg vom 5. Februar von 0,11 bis zum 14. Februar auf 0,21. Das ist ein sprunghafter Anstieg um etwa 90 Prozent. Im Moment bewegt sich der Wert immer noch in diesem Bereich.

NUPL misst den durchschnittlichen nicht realisierten Gewinn aller Bitcoin-Besitzer. So erkennt man, wie viel Gewinn die Investoren auf dem Papier haben. Springt der NUPL-Wert stark an, sind plötzlich viele Anleger wieder im Plus – auch wenn es nur wenig Gewinn ist. Dadurch wächst das Risiko, dass sie ihre Gewinne nun abverkaufen.

GewinnsprungGewinnsprung: Glassnode

Zuletzt erreichte NUPL am 4. Februar ähnlich hohe Werte. Damals handelte Bitcoin nahe 73.000 USD. Innerhalb eines Tages fiel der Kurs dann auf etwa 62.800 USD – ein Minus von fast 14 Prozent. Nun ist die gleiche Gewinnlage wieder zu sehen.

Das birgt ein großes Risiko. Anleger mit frischen Gewinnen könnten schnell verkaufen, sollte der Kurs fallen. Diese Verkäufe können die Korrektur beschleunigen. Das passt zur versteckten bärischen Divergenz, die schon im Chart sichtbar ist.

Insgesamt zeigen diese Signale, dass die jüngste Erholung eher die Verkäufer gestärkt hat als sie zu vertreiben.

Wichtige Bitcoin-Kursmarken: Droht ein Einbruch auf 58.800 USD?

Bitcoin nähert sich jetzt der wichtigsten Unterstützungszone in der aktuellen Struktur. Die erste wichtige Marke liegt bei 66.270 USD. Diese Zone entsteht in der Nähe der unteren Grenze des bärischen Flaggenmusters.

Falls Bitcoin unter dieses Fibonacci-Level fällt, wird das bärische Fortsetzungsmuster ausgelöst. Das nächste Ziel nach unten liegt bei 58.880 USD (also die 58.000-USD-Zone). Diese Marke stimmt mit dem 0,618-Fibonacci-Retracement überein und gilt daher als starke Unterstützung. Außerdem bedeutet das einen Rückgang von etwa 14 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.

Bitcoin-KursanalyseBitcoin-Kursanalyse: TradingView

Steigt der Verkaufsdruck weiter, könnte Bitcoin bis zur Zone von 55.620 USD fallen. Dieser Bereich entspricht einer tieferen Prognose des bärischen Flaggenmusters. Steigt der Kurs jedoch, muss Bitcoin erst wieder auf 70.840 USD kommen, um sich kurzfristig zu stabilisieren.

Ein stärkerer Ausbruch über 79.290 USD würde die bärische Struktur komplett aufheben. Das würde zeigen, dass Käufer wieder die Kontrolle haben. Solange das nicht passiert, besteht weiter ein Risiko für fallende Kurse. Der jüngste Anstieg hat die Stimmung zwar kurz verbessert. Allerdings deuten die zunehmenden gehebelten Positionen, versteckte bärische Divergenzen und ein 90 Prozent-Anstieg bei nicht realisierten Gewinnen darauf hin, dass die Erholung im Bitcoin-Kurs auch einen weiteren Rücksetzer auslösen könnte.

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