Donald Trump drohte Netflix am Wochenende und sagte, der Streaming-Riese müsse eine ehemalige Obama-Insiderin aus seinem Vorstand entlassen oder mit „Konsequenzen" rechnen, und Analysten schlugen sofort Alarm.
Der Präsident teilte am Samstag auf Truth Social einen Kommentar der extremen MAGA-Influencerin Laura Loomer, die für ihre engen Verbindungen zu Trump bekannt ist.
Sie schrieb: „Netflix-Vorstandsmitglied Susan Rice sagt, dass Unternehmen, die vor Trump ‚in die Knie gegangen sind', mit einer ‚Rechenschafts-Agenda' von gewählten Demokraten rechnen müssen, wenn sie die Zwischenwahlen 2026 und die Präsidentschaftswahl 2028 gewinnen."
Trump fügte hinzu: „Netflix sollte die rassistische, Trump-verrückte Susan Rice SOFORT entlassen oder die Konsequenzen tragen... Sie hat kein Talent oder keine Fähigkeiten - rein ein politischer Handlanger! IHRE MACHT IST WEG UND WIRD NIE ZURÜCKKOMMEN. Wie viel wird sie bezahlt und wofür??? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit."
Die Empörung kam sofort.
Anwalt Ari Cohn mischte sich ein: „Es gibt eine 103-prozentige Chance, dass Trump droht, das DOJ einzusetzen, um den Netflix-Warner-Brothers-Deal zu blockieren und seinen Kumpels bei Paramount den Weg freizumachen, wenn sie Rice nicht entlassen. (noch höhere prozentuale Chance, dass er es tatsächlich mit oder ohne ausdrückliche Drohung tut)."
Der liberale Influencer Brian Krassenstein sagte: „EILMELDUNG: Trump droht Netflix jetzt mit Konsequenzen, wenn sie Susan Rice nicht entlassen. Wichtiger Kontext: Netflix befindet sich in einem Bieterkrieg mit Paramount um Warner Brothers. Es gibt Gerüchte, dass Trump das Gebot von Netflix blockieren könnte. Genau so handeln Diktatoren. Wie können die Republikaner damit einverstanden sein?"
Moderator Matthew Sheffield fragte: „Wo sind die Menschen, die sich so sehr um die ‚Cancel-Culture' sorgen, wenn der Präsident buchstäblich die Entlassung von Vorstandsmitgliedern von Unternehmen fordert?
Trump-Verbündete Kari Lake hingegen grub sich ein und sagte: „Entlasst Susan Rice und kündigt euer Netflix-Konto, falls ihr es noch nicht getan habt."
Der demokratische Senator Adam Schiff äußerte sich ebenfalls und sagte: „Ein Präsident bestimmt nicht, welche Rede erlaubt ist. Ein Präsident bestimmt nicht, wen ein Unternehmen einstellen oder entlassen oder in seinen Vorstand aufnehmen kann. Ein Präsident bestimmt nicht, wann ihm eine Fusion gefällt und wann nicht. Nur ein Diktator tut das. Und wir werden keinen in den Vereinigten Staaten zulassen. Nicht jetzt. Niemals."

