Der Bitcoin-Kurs ist unter die 63.000-USD-Marke gefallen und markiert damit allein diesen Monat einen Rückgang um fast 30 Prozent. Ein derartiger Wertverlust ist deutlich mehr als eine kurzfristige Schwankung, er verdeutlicht, wie das gesamte Netzwerk sowie das Interesse von Institutionen schwächeln.
Dabei erlebt BTC die längste Phase der Miner-Kapitulation seit einem gesamten Jahr. Obendrein nimmt die Nachfrage von Institutionen über Bitcoin-ETFs weiter ab. Beide Faktoren führen nun dazu, dass Bitcoin auf eine der wichtigsten Unterstützungszonen dieses Zyklus zusteuert.
Die Kursstruktur von Bitcoin beginnt auf dem 8-Stunden-Chart zu bröckeln. Ein Kopf-Schulter-Muster hat sich gebildet. Die Nackenlinie dieses Musters liegt nun bei der 60.000-USD-Zone. Dadurch ist dieses Niveau kurzfristig die wichtigste Unterstützung.
Diese technische Schwäche entsteht, während Miner weiterhin stark verkaufen. Glassnode-Daten zeigen, dass der Wert für die Netto-Positionsänderung der Miner vom 9. Januar bis zum 23. Februar durchgehend negativ geblieben ist. Dieser Zeitraum von 46 Tagen ist die längste ununterbrochene Kapitulationsphase der Miner im Jahresvergleich. Der Höhepunkt davon wurde am sechsten Februar erreicht – zwei Tage, nachdem der Bitcoin-Kurs um die 60.400 USD seinen Tiefpunkt erreichte.
Miner-Kapitulation bedeutet, dass Miner mehr Bitcoin verkaufen, als sie ansammeln. Das passiert meistens nicht, um Gewinne zu sichern. Häufig stecken finanzielle Probleme dahinter.
Das exklusive Dune-Dashboard von BeInCrypto zeigt zudem Gründe für diese Veränderung. Der Umsatz im Bitcoin-Netzwerk, der die Transaktionsgebühren aller Miner anzeigt, ist im letzten Jahr stark eingebrochen. Die monatlichen Gebühren sind von 194 BTC im Mai 2025 auf nur 65 BTC im Februar 2026 gefallen. Das bedeutet: fast zwei Drittel weniger Einkommen für die Miner.
Da die Einnahmen sinken und der Bitcoin-Kurs zurückgeht, haben Miner weniger Gründe, Bitcoin zu halten. Deshalb müssen sie ihre Reserven verkaufen, wodurch noch mehr Coins auf den Markt kommen. Der anhaltende Verkaufsdruck schwächt folglich die Struktur von Bitcoin erneut. Allerdings sind nicht nur die Miner betroffen.
Auch die Nachfrage von Institutionen wird immer schwächer. Dadurch steigen die Risiken rund um die wichtige 60.000-USD-Unterstützung.
Das Interesse von Institutionen via Bitcoin-ETFs hat sich in den vergangenen Wochen deutlich abgeschwächt. Der Kurs hat jetzt schon sechs Wochen in Folge Abflüsse bei den ETFs verzeichnet. Das ist die längste Phase mit solchen Wochen-Abflüssen, seit die Bitcoin-ETFs gestartet wurden.
Diese Abflüsse zeigen, dass große Anleger ihre Positionen eher verringern, statt neue Coins zu kaufen.
Bitget CEO Gracy Chen sprach gestern direkt über diese angespannte Lage, kurz bevor der Bitcoin-Kurs unter 63.000 USD fiel. So erklärte sie:
Sie nannte zudem die wichtigste Marke aktuell:
Ihre Aussagen zeigen, wie eng ETF-Ströme und globale Entwicklungen nun mit der Struktur von Bitcoin verbunden sind. Dieses Risiko wird sogar noch deutlicher, wenn man es mit dem realisierten Kurs vergleicht.
Der realisierte Kurs liegt im Moment nahe bei 54.700 USD. Dieses Niveau bildet die durchschnittlichen Gesamtkosten aller im Umlauf befindlichen Bitcoin ab. In der Vergangenheit hat sich der Kurs oft in der Nähe dieses Wertes stabilisiert, weil er die durchschnittlichen Haltekosten am Markt widerspiegelt.
Falls die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs weiter sinkt und der Kurs die Marke von 60.000 USD verliert, könnte der realisierte Kurs die nächste wichtige Unterstützungszone werden. Deshalb ist der aktuelle Bereich für den BTC-Kurs besonders wichtig.
Die jüngsten Kursbewegungen von Bitcoin zeigen, wie wichtig die 60.000 USD Zone ist, wie es auch die Bitget CEO betonte. Dieses Niveau diente am 6. Februar schon einmal als Unterstützung; zu dieser Zeit fand die größte Miner-Kapitulation im aktuellen Zyklus statt. Zudem stimmt dieses Level nun mit einer wichtigen Fibonacci-Retracement-Zone bei etwa 60.100 USD überein.
Durch diese Überschneidung ist dieser Bereich sowohl psychologisch als auch technisch wichtig. Wenn Bitcoin über dieser Zone bleibt, könnte der Kurs sich stabilisieren und einen erneuten Anstieg versuchen.
Geht der Kurs jedoch klar unter 60.000 USD, wäre das ein Bestätigen des „Head-and-Shoulders“-Abwärtssignals. Nach dem Muster und den technischen Retracement-Marken könnte das dazu führen, dass es auf 54.800 USD abwärts geht. Diese Marke liegt fast genau beim realisierten Bitcoin-Kurs.
Die Warnung von Gracy Chen zeigt erneut, warum diese Zone so wichtig ist. Sie meint, dass die 60.000 USD eine zentrale Unterstützung bleiben, besonders wenn ETFs weiter verkauft werden. Das passt gut zur aktuellen technischen Lage von Bitcoin, die entscheidend ist.
Überwindet BTC die wichtige Hürde von 63.300 USD, wäre der nächste Widerstand bei 65.400 USD. Dennoch bleibt ein kompletter Richtungswechsel hin zu einer bullischen Struktur aktuell eher unwahrscheinlich.
Die Kapitulation der Miner sorgt weiterhin für mehr Angebot, während die Verkäufe bei ETFs zeigen, dass große Investoren weniger einsteigen. Solange sich dieser Druck nicht entspannt, bleibt die Marke von 60.000 USD die Grenze zwischen Stabilisierung und einer stärkeren Korrektur.
Der Beitrag Bitcoin fällt unter 63.000 USD: Miner kapitulieren weiter – Experte sieht Chance bei 60.000 USD erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

