Het bericht Krieg und Märkte: Bitcoin vor der Entscheidung verscheen eerst op Crypto Insiders.Het bericht Krieg und Märkte: Bitcoin vor der Entscheidung verscheen eerst op Crypto Insiders.

Krieg und Märkte: Bitcoin vor der Entscheidung

2026/03/02 00:39
3 Min. Lesezeit

Gestern ist die Lage zwischen den USA und dem Iran massiv eskaliert. Raketenteile landeten sogar in Dubai, offenbar nach der Abwehr durch Verteidigungssysteme.

Berichten zufolge wurden Hotels und auch der Flughafen getroffen. Freunde und Bekannte von mir vor Ort sind glücklicherweise in Sicherheit, einige sind zwischenzeitlich nach Oman geflohen. Doch auch dort soll es Drohnenangriffe gegeben haben.

Die geopolitische Unsicherheit hat damit eine neue Dimension erreicht. Der iranische Supreme Leader wurde offenbar getötet, gleichzeitig drohte der Iran mit einer Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Routen für den globalen Öltransport.

Rund 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen passieren diese Meerenge. Entsprechend reagieren die Rohstoffmärkte bereits nervös.

Bitcoin steigt – aber das ist trügerisch

Trotz dieser extrem negativen Nachrichten zeigt sich Bitcoin (BTC) am Wochenende erstaunlich stabil, teilweise sogar mit Kursanstiegen. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Zeichen von Stärke. Viele argumentieren bereits, dass Bitcoin selbst ein Kriegsszenario nicht mehr erschüttern könne.

Ich halte das für gefährlich. Wochenendbewegungen sind oft wenig aussagekräftig, da die Liquidität geringer ist. Zudem sehen wir im Chart weiterhin eine klare Struktur aus „Lower Highs“ – also fallenden Zwischenhochs. Der übergeordnete Trend bleibt abwärtsgerichtet.

Solche kurzfristigen Erholungen können täuschen. Auch bei Nvidia haben selbst Rekordzahlen nur zu einem kurzen Anstieg geführt, bevor der Kurs wieder deutlich gefallen ist. Positive Impulse in einem angeschlagenen Marktumfeld verpuffen schnell.

Entscheidende Stunden stehen bevor

Die wirkliche Bewährungsprobe kommt mit der Öffnung der Futures und spätestens mit dem Start der US-Börsen. Wenn S&P 500 und Nasdaq deutlich nachgeben, wird sich Bitcoin dem kaum entziehen können. Die Korrelation zu den traditionellen Märkten ist in Stressphasen hoch.

Ich rechne weiterhin mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin die Marke von 60.000 US-Dollar noch einmal unterschreitet. Das wäre aus meiner Sicht ein potenzieller Nachkaufbereich.

Sollte der Kurs hingegen überraschend stark in Richtung 78.000 US-Dollar steigen, wäre das für mich eher ein Short-Szenario. Alles dazwischen ist für mich eine No-Trade-Zone.

Trading besteht zu einem Großteil aus Geduld. In einem hochvolatilen Umfeld auf dem 5-Minuten-Chart zu agieren, endet häufig mit Liquidationen in beide Richtungen.

Risk-Off bleibt das dominante Szenario

Während Bitcoin kurzfristig schwankt, zeigt sich das größere Bild klar: Öl steigt, ebenso Gold und Silber. Klassische Risk-Off-Assets profitieren von der Unsicherheit. Die geopolitischen Spannungen werden nicht über Nacht verschwinden – selbst wenn sich einzelne Regionen kurzfristig beruhigen.

Die Bilder und die Unsicherheit bleiben im Markt. Institutionelle Investoren reagieren sensibel auf solche Entwicklungen. Ich sehe daher kurzfristig keine nachhaltige Trendwende hin zu Risk-On-Assets.

Für mich heißt es aktuell: abwarten, Risiken managen und nicht von kurzfristigen Gegenbewegungen blenden lassen. Die kommenden Tage – insbesondere mit Blick auf die Terminmärkte und die Wall Street – dürften entscheidend werden.

Um keine Marktupdates, Analysen und konkrete Trading-Setups zu verpassen, schau jetzt auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Bleib informiert, bevor die Märkte reagieren – und nicht erst danach.

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