Bitcoin wird nahe 66.000 $ gehandelt, während On-Chain-Indikatoren eine erneute Zunahme der Whale-Aktivität an Spot-Börsen zeigen.
Die Exchange Whale Ratio (30-Tage-SMA) steigt wieder an, ein Muster, das zuvor während des letzten großen Rückgangs auftrat.
Gleichzeitig bleibt die US-Spot-Nachfrage gedämpft, was eine Marktstruktur schafft, die zunehmend flow-getrieben statt nachfrage-getrieben erscheint.
Die Exchange Whale Ratio misst den Anteil großer Transaktionen, die an Börsen fließen, im Verhältnis zu den gesamten Zuflüssen. Wenn der gleitende 30-Tage-Durchschnitt steigt, signalisiert dies, dass größere Akteure einen größeren Teil der Börsenaktivität ausmachen.
Früher im Zyklus begann diese Kennzahl zu steigen, als Bitcoin um etwa 40% fiel. Diese Phase spiegelte eine zunehmende Whale-Beteiligung während der Schwäche wider. Die aktuelle Struktur sieht ähnlich aus, wobei die Whale Ratio-SMA(30) wieder nach oben tendiert, während der Preis unter Druck gehandelt wird.
Dies bestätigt nicht automatisch aggressive Verkäufe. Eine steigende Whale-Beteiligung während Preisschwäche deutet jedoch oft darauf hin, dass große Halter sich aktiv rund um die Bewegung positionieren, anstatt passiv zu bleiben.
Das zweite Diagramm zeigt den Coinbase Premium Index, der über längere Zeiträume negativ geblieben ist. Ein negativer Wert deutet typischerweise auf eine schwächere Spot-Nachfrage von US-basierten Käufern im Vergleich zu Offshore-Märkten hin.
Die anhaltende negative Prämie deutet darauf hin, dass US-Spot-Käufer trotz der jüngsten Preisrückgänge nicht aggressiv einsteigen. Mit anderen Worten, während Whales aktiver werden, erscheint die breit angelegte Spot-Nachfrage fragil.
Diese Divergenz fügt dem aktuellen Marktgefüge Kontext hinzu.
USDC (ERC-20) Netflows sind wieder positiv geworden, was auf Kapital hinweist, das zurück auf Börsen fließt. Diese Zuflüsse haben sich jedoch nicht in nachhaltige Spot-Bitcoin-Käufe übersetzt. Liquidität ist auf Handelsplätzen vorhanden, bleibt aber weitgehend inaktiv.
Währenddessen entwickeln sich USDT (ERC-20) Netflows weiterhin negativ, was impliziert, dass Kapital Ethereum-basierte Schienen verlässt. Dies stimmt mit einer breiteren Migration hin zu alternativen Settlement-Netzwerken wie Tron überein.
Zusammen deuten diese Ströme auf ein defensives Liquiditätsumfeld hin, anstatt auf eine aggressive Risikoexpansion.
Wenn Whale-Aktivität steigt, während Spot-Nachfrage schwach bleibt, tendiert die Preisentwicklung dazu, positionierungsgetriebener zu werden. In solchen Umgebungen können sich Bewegungen schnell beschleunigen, aber möglicherweise an Dauerhaftigkeit fehlen ohne organische Kaufunterstützung.
Wenn diese Struktur anhält, deutet sie darauf hin, dass große Akteure aktiv am Markt beteiligt sind, während Privatanleger und US-Spot-Beteiligung vorsichtig bleiben.
Bis nachhaltige Spot-Nachfrage wieder auftritt, werden Aufwärtsrallyes wahrscheinlich fragil bleiben und von Liquiditätsströmen abhängig sein, anstatt von breiter Überzeugung.
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