Jake Chervinsky, CEO des neu gegründeten Hyperliquid Policy Center (HPC), hat einen politischen Fahrplan vorgelegt, der darauf abzielt, die Regulierung von DeFi (Dezentralisierte Finanzen) in den Vereinigten Staaten neu zu gestalten.
In einem kürzlich geführten Interview mit Flood diskutierte Chervinsky sowohl die langfristigen Ziele des Zentrums als auch das umfassendere regulatorische Klima in Washington, wo Gesetzgeber und Behörden aktiv über die Zukunft digitaler Vermögenswerte debattieren.
Chervinsky beschrieb HPC als eine unabhängige Forschungs- und Advocacy-Organisation, die sich der Förderung klarer und konstruktiver Regeln für DeFi (Dezentralisierte Finanzen) widmet. Seine Mission, erklärte er, besteht darin, direkt mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Amerikanern ermöglichen, an dezentralen Märkten teilzunehmen und gleichzeitig eine angemessene Aufsicht zu gewährleisten.
Eine der unmittelbarsten Prioritäten des Hyperliquid Policy Center ist die Ausweitung des rechtmäßigen Zugangs zu dezentralen Perpetual-Derivate-Märkten, einem Bereich, der für US-Teilnehmer unter den aktuellen regulatorischen Auslegungen weitgehend unzugänglich bleibt.
Über den Zugang zu Derivaten hinaus konzentriert sich HPC auch darauf sicherzustellen, dass Entwickler, die dezentrale Protokolle erstellen, nicht in regulatorische Kategorien gedrängt werden, die für traditionelle Finanzinstitute gedacht sind.
Seiner Ansicht nach sollten Open-Source-Entwickler, die nicht-verwahrende DeFi-Tools erstellen, nicht als Geldübermittler oder Finanzintermediäre behandelt werden, nur weil andere ihre Software nutzen.
Das Interview befasste sich auch mit der umfassenderen Krypto-Marktstruktur-Gesetzgebung, die derzeit in einer Sackgasse im Kongress feststeckt, inmitten laufender Verhandlungen zwischen dem Banken- und dem Krypto-Sektor über zentrale Bestimmungen.
Für HPC ist eines der wichtigsten Elemente des CLARITY Act der ausdrückliche Schutz für DeFi-Entwickler. Chervinsky sagte, das Zentrum setze sich aktiv für eine Formulierung ein, die Entwickler von Open-Source-, nicht-verwahrenden Software davor schützen würde, falsch charakterisiert zu werden.
Die Führungskraft hob auch hervor, wie reale Marktaktivitäten politische Diskussionen beeinflussen können. Er verwies auf einen kürzlichen Anstieg des Handelsvolumens auf Hyperliquid während eines Wochenendes, das durch Aktivitäten im Zusammenhang mit HIP-3 geprägt war.
Während traditionelle Finanzmärkte geschlossen waren, wurde der dezentrale Handel ununterbrochen fortgesetzt und bot, was er als praktische Demonstration der Vorteile einer 24/7-Blockchain-basierten Infrastruktur beschrieb.
Laut Chervinsky finden solche Beispiele bei politischen Entscheidungsträgern stärkeren Anklang als abstrakte Argumente über das Potenzial der Blockchain. Mit Blick auf die Zukunft skizzierte Chervinsky drei Maßstäbe, die den Erfolg für HPC in den kommenden Jahren definieren würden.
Der erste ist die Zusammenarbeit mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), um einen Weg zu schaffen, der es US-Einzelpersonen und -Institutionen ermöglichen würde, warenbasierte Perpetual-Futures auf dezentralen Plattformen wie Hyperliquid legal zu handeln.
Das zweite Ziel beinhaltet die Verfolgung eines ähnlichen regulatorischen Rahmens durch die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC, um Regelungen für Aktien-Perpetuals zu ermöglichen. Das dritte ist die Sicherstellung der Verabschiedung des CLARITY Act mit robusten Schutzmaßnahmen für DeFi-Entwickler im endgültigen Text.
Zum Zeitpunkt der Erstellung handelte Hyperliquids nativer Token HYPE bei 30,44 $. Dies stellte einen Verlust von 5 % in den vorangegangenen 24 Stunden dar, im Einklang mit dem Rückgang des breiteren Krypto-Marktes nach einem kurzen Anstieg am Mittwoch.
Bild von OpenArt, Chart von TradingView.com


