Diese Frage habe ich mir gestellt und eine Simulation durchgeführt. Dabei wollte ich herausfinden, ob ein reines Altcoin-Portfolio tatsächlich besser abgeschnitten hätte als Bitcoin (BTC).
Für den Vergleich habe ich Bitcoin gegen verschiedene Portfolios aus Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) antreten lassen und mehrere Szenarien analysiert. Die Ergebnisse waren teilweise überraschend und haben mir einige wichtige Erkenntnisse über den Kryptomarkt geliefert.
Zunächst habe ich sechs unterschiedliche Portfolios für die Simulation ausgewählt. Dazu gehörten vier Einzelinvestments: ein Portfolio mit 100 % Bitcoin, eines mit 100 % Ethereum, eines mit 100 % XRP und eines mit 100 % Solana. Zusätzlich habe ich zwei gemischte Strategien erstellt.
Die erste war ein gleichgewichtetes Altcoin-Portfolio, das zu jeweils einem Drittel aus Ethereum, XRP und Solana bestand. Die zweite Strategie war ein sogenanntes Core-Satellite-Modell. Dabei bestand das Portfolio zu 70 % aus Bitcoin und zu jeweils 10 % aus Ethereum, XRP und Solana.
Die Auswahl dieser Altcoins war bewusst getroffen. Alle drei Projekte verfügen über eigene Ökosysteme, haben mehrere Marktzyklen erlebt und liefern genügend historische Daten für eine Analyse über fünf Jahre.
Memecoins oder Stablecoins habe ich bewusst ausgeschlossen, um ein möglichst realistisches und vergleichbares Szenario zu erhalten.
Um die Portfolios zu vergleichen, habe ich drei Szenarien analysiert.
Die Kursdaten stammen von CoinGecko. Faktoren wie Staking-Erträge, Steuern oder Transaktionskosten habe ich nicht berücksichtigt, um die Ergebnisse vergleichbar zu halten.
Im ersten Szenario über fünf Jahre erzielte Bitcoin eine Rendite von rund 41 %. XRP schnitt deutlich besser ab und erreichte etwa 206 %. Besonders stark war Solana mit über 500 % Rendite. Ethereum blieb mit etwa 30 % hinter den Erwartungen zurück.
Ein gleichgewichtetes Altcoin-Portfolio kam insgesamt auf etwa 251 % Rendite. Das Core-Satellite-Modell erreichte rund 104 % und lag damit zwischen Bitcoin und den reinen Altcoin-Strategien.
Allerdings zeigte sich auch, dass höhere Renditen meist mit deutlich stärkeren Schwankungen verbunden waren. Solana beispielsweise erlebte zwischenzeitliche Einbrüche von über 90 %. Bitcoin war im Vergleich deutlich stabiler, auch wenn die Rendite geringer ausfiel.
Besonders interessant wurde es im zweiten Szenario mit einem Einstieg nahe dem Markt-Hoch 2021. In diesem Fall schnitt Bitcoin mit etwa 56 % Rendite überraschend besser ab als viele Altcoins. Ethereum und Solana lagen zeitweise sogar im Minus.
Aus der Analyse lassen sich drei zentrale Erkenntnisse ableiten. Erstens hat der Einstiegszeitpunkt oft größeren Einfluss auf die Rendite als die Auswahl der Coins. Wer nahe einem Markt-Hoch investiert, muss meist starke Kursschwankungen aushalten.
Zweitens ist eine hohe Rendite ohne Blick auf das Risiko wenig aussagekräftig. Große Drawdowns sind im Kryptomarkt häufig und können eine Erholung deutlich erschweren.
Drittens können strukturierte Portfolio-Strategien Vorteile bieten. Modelle wie das Core-Satellite-Portfolio kombinieren Stabilität durch Bitcoin mit Wachstumschancen durch Altcoins.
Fazit: Altcoins können Bitcoin schlagen – allerdings meist mit höherem Risiko. Ein ausgewogenes Portfolio kann daher langfristig die stabilere Strategie sein.
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Het bericht Bitcoin oder Altcoins? Der 5-Jahres-Vergleich verscheen eerst op Crypto Insiders.


