Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson glaubt, dass Bitcoin ein „riesiges Schneeballsystem" ist, obwohl es begrenzte Anwendungsfälle für Kryptowährungen gibt.
Mit Verweis auf seinen alten Freund, der Berichten zufolge 20.000 £ mit BTC verloren hat, schrieb Johnson,
Der ehemalige Premierminister stimmte teilweise mit der starken Fixierung der Krypto-Unterstützer auf „Dezentralisierung" überein, um BTC vor staatlicher Abwertung und Einmischung zu schützen.
Allerdings fragt er sich, wie Investoren, die wie sein Freund Geld mit Krypto verlieren, wieder entschädigt werden können, wenn es keine zentrale Behörde gibt, die man für den Schaden oder Hack verklagen oder zur Verantwortung ziehen kann.
Für ihn kann der anonyme „japanische" Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto nicht aufgespürt, verifiziert oder für die Verluste verantwortlich gemacht werden. Daher ist die gesamte Bitcoin-Idee laut Johnson lediglich ein „kollektiver Glaube" unter Krypto-Unterstützern.
Er stellte die Frage,
Johnsons Einfluss auf die britische Krypto-Regulierung
Wie erwartet verbündeten sich Krypto-Unterstützer gegen ihn, wobei einige sarkastisch das Vereinigte Königreich angesichts seiner hohen Staatsschulden und Defizite als „riesiges Schneeballsystem" bezeichneten. Einige weiteten den Sarkasmus sogar auf die lokale Währung, das Pfund, aus.
Trotz seiner negativen Sicht auf den Sektor legte die Boris-Johnson-Regierung (2019-2022) jedoch die entscheidenden Grundlagen für den aktuellen Krypto-Regulierungsfahrplan des Vereinigten Königreichs.
Insbesondere versprach der ehemalige Premierminister Rishi Sunak, der zu dieser Zeit Finanzminister in Johnsons Regierung war, das Vereinigte Königreich zu einem globalen Krypto-Asset-Hub zu machen. Er initiierte die Bemühungen, Stablecoins als gültige Zahlungsmethode anzuerkennen.
Tatsächlich begann die britische Financial Conduct Authority (FCA) 2019 mit der Ausarbeitung eines regulatorischen Rahmens für verschiedene Krypto-Assets. Zu dieser Zeit erhielten die meisten Krypto-Aktivitäten nur minimale regulatorische Prüfung.
Die umfassende Grundlage, die während der Johnson-Regierung geschaffen wurde, wurde jedoch später ausgebaut und führte 2023 zu einer stärkeren Regulierung des Sektors. Dies geschah, nachdem Johnson sein Amt niedergelegt hatte, wodurch die Krypto-Aktivitäten des Vereinigten Königreichs effektiv in den regulierten Finanzbereich einbezogen wurden.
Bisher hat die FCA Krypto-ETFs genehmigt und arbeitet nun an einem regulierten Rahmen für Stablecoins und eine breitere Marktstruktur.
Abschließende Zusammenfassung
- Der ehemalige britische Premierminister bezeichnete Bitcoin und die meisten Krypto-Assets als „riesiges Schneeballsystem" ohne echten Wert.
- Überraschenderweise legte Johnsons Regierung die Grundlage für die Krypto-Regulierungen des Vereinigten Königreichs.
Quelle: https://ambcrypto.com/boris-johnson-slams-bitcoin-as-ponzi-scheme-triggers-community-backlash/


