Der CLARITY Act steht im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte zwischen Coinbase und US-Gesetzgebern. Während der Bankenausschuss des Senats sich darauf vorbereitet, den vollständigen Entwurf des Digital Asset Market Clarity Act von 2025 zu veröffentlichen, hat Coinbase "erhebliche Bedenken" bezüglich der Stablecoin-Rendite-Bestimmungen geäußert.
Kritiker argumentieren, dass die Börse die größte Krypto-Gesetzgebung in der Geschichte der USA verzögert. Befürworter sagen, Coinbase schütze sowohl sein Geschäft als auch das breitere Krypto-Ökosystem.
Der neueste Senatsentwurf enthält eine Bestimmung, die "passive Rendite" auf Stablecoin-Guthaben verbietet. Das bedeutet, Plattformen können Nutzer nicht einfach für das Halten von Stablecoins bezahlen. Nur enge, aktivitätsbasierte Belohnungen könnten unter der aktuellen Formulierung überleben.
Die finanziellen Risiken für Coinbase sind erheblich. Die Börse und ihr Partner Circle verdienten 2025 brutto etwa 2,75 Milliarden US-Dollar aus Zinsen auf US-Staatsanleihen, die USDC besichern. Circle behält die Bruttoeinnahmen, leitet aber über 60% an Coinbase weiter.
Coinbase steckt alle plattforminternen Belohnungen und etwa 50% aus anderen Quellen ein. Dies summiert sich auf geschätzte 1,35 Milliarden US-Dollar, was fast 19% seiner Gesamteinnahmen für 2025 entspricht. Ein Verbot passiver Rendite könnte diese Einnahmen nahezu vollständig eliminieren.
Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, machte die Position des Unternehmens deutlich. "Mein Gedächtnis ist etwas besser, als zukünftigen abtrünnigen Regulierungsbehörden zu vertrauen, das Gesetz gewissenhaft anzuwenden", sagte Grewal. Seine Sorge konzentriert sich auf vage Gesetzesformulierungen, die zukünftige Regulierungsbehörden später gegen die Branche verwenden könnten.
Die Börse erarbeitet nun einen Gegenvorschlag. Dieser zielt darauf ab, nachhaltige Belohnungsprogramme zu bewahren und gleichzeitig die meisten anderen Bestimmungen des CLARITY Act zu unterstützen, einschließlich DeFi-Regeln und Zuständigkeitsklarheit zwischen SEC/CFTC.
Patrick Witt, Krypto-Berater des Weißen Hauses, gab eine direkte Warnung an Coinbase bezüglich seiner Position zum Gesetzentwurf ab. Witt nahm kein Blatt vor den Mund und erklärte deutlich: "BLOCKIERE ES… UND SCHAU, WAS PASSIERT."
Er verwendete eine Football-Analogie und verglich Coinbase mit einem Quarterback, der den Ball zu lange hält, während die Deckung zusammenbricht.
Seine Botschaft war klar: Nehmt jetzt den besten verfügbaren Deal an oder riskiert, alles zu verlieren. Die Regierung hat deutlich gemacht, dass sie die Krypto-Gesetzgebung während dieses günstigen Zeitfensters abschließen will. Verzögerung könnte ihrer Ansicht nach später zu einem weit weniger freundlichen regulatorischen Umfeld führen.
Die Spannungen zwischen Coinbase und Washington wurden bereits im Januar 2026 in Davos öffentlich. JPMorgan-CEO Jamie Dimon konfrontierte Coinbase-CEO Brian Armstrong bei einem privaten Kaffeetreffen.
Dimon sagte Armstrong Berichten zufolge direkt: "Du bist voller Sch—", und beschuldigte die Börse, über Banken zu lügen, die den CLARITY Act still und heimlich aushöhlen.
Die Ironie in dieser Konfrontation ist kaum zu übersehen. Im Juli 2025 kündigten JPMorgan und Coinbase eine bedeutende Partnerschaft an.
Chase-Kunden können nun Bankkonten mit Coinbase-Wallets verknüpfen, Kreditkarten für Trades verwenden und Prämienpunkte in Krypto umwandeln.
Der öffentliche Konflikt zwischen beiden Unternehmen wirft daher umfassendere Fragen darüber auf, wie viel des Dramas strategisch ist.
Private Deals und öffentliche Auseinandersetzungen dienen oft unterschiedlichen Zwecken in hochriskanten legislativen Kämpfen. Der nächste Entwurf des CLARITY Act, der nächste Woche erwartet wird, wird zeigen, wie viel Boden jede Seite gewonnen hat.
Der Beitrag CLARITY Act entfacht Debatte, während Coinbase gegen Stablecoin-Rendite-Beschränkungen zurückschlägt erschien zuerst auf Blockonomi.