CNN hat die Aufmerksamkeit erneut auf den Q-Day gelenkt, den unbekannten zukünftigen Zeitpunkt, an dem Quantencomputer möglicherweise stark genug werden, um gängige Verschlüsselungssysteme zu knacken.
Der Bericht besagt, dass die aktuelle Internetsicherheit nach wie vor auf mathematischen Systemen basiert, die ein leistungsstarker Quantencomputer eines Tages knacken könnte.
Die Besorgnis betrifft auch Krypto, da viele Blockchains auf Public-Key-Kryptografie angewiesen sind, um Wallets zu schützen und Transaktionen zu verifizieren. CNN wies darauf hin, dass böswillige Akteure möglicherweise bereits verschlüsselte Daten für „Jetzt ernten, später entschlüsseln"-Angriffe sammeln, bei denen gespeicherte Daten entschlüsselt werden könnten, sobald leistungsfähigere Quantenmaschinen existieren.
Crypto.news berichtete kürzlich, dass die Solana-Validator-Clients Anza und Firedancer frühe Falcon-Versionen hinzugefügt haben, um sich auf mögliche Quantenangriffe vorzubereiten. Falcon ist ein Post-Quanten-Signaturwerkzeug, das Solana einen Weg zu stärkerem Schutz bieten soll, falls die aktuelle Kryptografie unsicher wird.
Die Solana-Teams erklärten, das Tool könne bei Bedarf aktiviert werden und sollte keine erhebliche Leistungsbelastung verursachen. Jump Crypto erklärte, Falcon-512 habe eine kleinere Signaturgrôße als andere ausgewählte Post-Quanten-Standards, was dazu beitragen könnte, Geschwindigkeit und Speichereffizienz zu schützen.
Near One hat eine andere Sorge geäußert. Das Forschungsteam erklärte, dass Quantenangriffe nicht nur Private Keys offenlegen, sondern auch Streitigkeiten darüber auslösen könnten, wem Krypto gehört, nachdem gestohlene Gelder On-Chain bewegt wurden.
Near One CTO Anton Astafiev sagte, Netzwerke könnten Schwierigkeiten haben festzustellen, ob eine Transaktion vom echten Eigentümer oder einem Angreifer stammt. Das Team bereitet einen Testnet-Rollout mit FIPS-204-quantensicheren Signaturen bis Ende Q2 2026 vor.
Das U.S. National Institute of Standards and Technology hat bereits drei Post-Quanten-Verschlüsselungsstandards veröffentlicht. NIST erklärte, Administratoren sollten so bald wie möglich mit dem Wechsel zu den neuen Standards beginnen, da die aktuelle Verschlüsselung künftigen Quantenangriffen ausgesetzt sein könnte.
NIST empfiehlt außerdem, dass Organisationen identifizieren sollten, wo schwache Algorithmen eingesetzt werden, und Upgrades auf quantenresistente Systeme planen sollten. Für Krypto bedeutet das, dass Wallets, Validatoren, Börsen, Bridges und Verwahrungsunternehmen möglicherweise langfristige Migrationspläne benötigen, bevor der Q-Day zu einem echten Netzwerkrisiko wird.


