Suis Blockchain erlebte am Donnerstag eine weitere Mainnet-Störung, die Transaktionen im gesamten Netzwerk einfrierte und erneut Zweifel an der Zuverlässigkeit aufkommen ließ. Der Ausfall stoppte Überweisungen, DeFi-Aktivitäten, Token-Swaps, Gaming-Betrieb und Wallet-Interaktionen auf einer der schnell wachsenden Layer-1-Chains im Krypto-Bereich.
Das Sui-Team bestätigte das Problem auf X und erklärte, dass das Mainnet einen Netzwerk-Stillstand erlebt. Entwickler untersuchen die Ursache aktiv und planen, später einen vollständigen Vorfallsbericht zu veröffentlichen. In der Zwischenzeit überdenken Händler und Entwickler die Verlässlichkeit des Netzwerks während einer kritischen Wachstumsphase.
Diese Störung tritt nur wenige Tage nachdem Sui den Betrieb nach einem vorherigen fünfstündigen Ausfall wiederhergestellt hat, der auf einen Software-Bug zurückzuführen war. Dieser frühere Vorfall wurde auf einen Absturz-Bug in der Gas-Abrechnungslogik zurückgeführt, der in Version 1.72 eingeführt wurde. Während Validatoren das System gepatcht und den Betrieb wieder aufgenommen haben, hat der jüngste Stillstand erneut die anhaltenden Risiken rund um Skalierbarkeit und Validator-Koordination verdeutlicht.
Die Statusseite klassifizierte Validatoren als von einem schwerwiegenden Ausfall betroffen, während öffentliche RPC-Knoten weiterhin normal liefen. Allerdings kann dieser Unterschied irreführend sein, da RPC-Dienste während Validator-Ausfällen möglicherweise noch ältere Blockchain-Daten anzeigen. Validatoren können neue Transaktionen erst bestätigen oder abschließen, wenn der Konsens im Netzwerk wieder hergestellt ist.
Für Nutzer sind die Auswirkungen sofort spürbar. Überweisungen können fehlschlagen, DeFi-Positionen können einfrieren, und Gaming-Apps oder Stablecoin-Zahlungen können aufhören zu funktionieren. Im Gegensatz zu normaler Überlastung stoppt ein Netzwerk-Stillstand den Blockchain-Fortschritt vollständig, selbst wenn Nutzer weiterhin Transaktionsgebühren zahlen.
Der Ausfall tritt in einer kritischen Expansionsphase für Suis Ökosystem auf. Das Netzwerk hat kürzlich gaslose Stablecoin-Überweisungen eingeführt, die sieben Token abdecken, darunter USDC und FDUSD. Die Funktion entfernt Transaktionsgebühren für berechtigte Überweisungen und zielt darauf ab, Blockchain-Zahlungen sowohl für Unternehmen als auch für Nutzer zu vereinfachen.
Außerdem hat die CME Group regulierte SUI-Futures-Kontrakte neben Avalanche-Produkten eingeführt. Der Schritt erweitert den institutionellen Zugang durch barausgleichende Derivate, die an offizielle CME-Referenzkurse gebunden sind.
Sui war zuvor im Januar 2026 von einer schwerwiegenden Störung betroffen, nachdem Validatoren widersprüchliche Konsensustatus erreichten. Der Vorfall stoppte die Checkpoint-Zertifizierung für fast sechs Stunden. Entwickler erklärten jedoch, dass die Gelder der Nutzer sicher blieben und keine Transaktions-Rollbacks stattfanden.
Der jüngste Ausfall verstärkt die allgemeinen Sicherheitsbedenken im gesamten Move-Ökosystem. Forscher haben kürzlich eine TrapDoor-Malware-Kampagne identifiziert, die auf Entwicklerumgebungen in Sui, Aptos und Solana abzielt.
Inzwischen hat sich der Verkaufsdruck beim SUI-Token im jüngsten Handel verringert. CoinMarketCap-Daten zeigen, dass der Token aktuell bei $0,9256 gehandelt wird, was einem Anstieg von 1 % in den letzten 24 Stunden entspricht und etwa 83 % unter dem Höchststand vom Januar 2025 liegt.
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