Laut einem Rechtsexperten hat Präsident Donald Trump gerade eine der größten selbst verschuldeten Niederlagen seiner zweiten Amtszeit erlitten.
Am Dienstag behaupteten Insider der Trump-Administration, dass der sogenannte 1,776 Milliarden Dollar schwere „Anti-Weaponization"-Fonds faktisch gescheitert sei, nachdem Trump sich im Weißen Haus mit republikanischen Führern getroffen hatte. Der Fonds wurde im Rahmen eines Vergleichs zwischen Trumps Justizministerium und dem IRS über die durchgesickerten Steuererklärungen des Präsidenten gegründet. Er sollte Ansprüche von Personen begleichen, die behaupteten, unrechtmäßig von der Regierung verfolgt worden zu sein, und mehrere von Trumps Verbündeten hatten öffentlich erklärt, dass sie Zahlungen beantragen würden. Sowohl Republikaner als auch Demokraten kritisierten die Idee scharf.

Harry Litman, ein ehemaliger Bundesstaatsanwalt, argumentierte in einem neuen Substack-Essay, dass Trumps Rückzug beim Anti-Weaponization-Fonds zeige, dass Trump wusste, er befinde sich „zwischen Baum und Borke". Aber es stellt auch eine weitere öffentliche Niederlage für einen Präsidenten dar, dessen Marke auf Draufgängertum und Siegen aufgebaut ist.
„Die Parameter des Rückzugs bleiben zum Zeitpunkt dieses Artikels unklar. Es könnte eine vollständige Kapitulation sein. Es könnte eine taktische Pause sein, die als Zugeständnis verkleidet ist. So oder so ist es in politischer Hinsicht eine Demütigung – die größte selbst verschuldete Wunde der Trump-2.0-Administration, nun noch verstärkt durch einen sehr öffentlichen Rückzug", schrieb Litman.
Litman argumentierte, der Fonds sei „politisch radioaktiv" geworden, nachdem Reporter Republikaner zu fragen begannen, ob sie die Zahlung an Personen unterstützten, die wegen Angriffs auf Polizeibeamte während des Aufstands am 06.01.2021 verurteilt worden waren.
Er warnte auch, dass Trump aufgrund des Rückzugs mit Annäherung der Zwischenwahlen einige „ernste Schläge" von der MAGA-Basis einstecken könnte.
„Trump rudert genau deshalb zurück, weil die Politik ihrer Unterstützung unhaltbar wurde – es sind genau jene, die Trump offensichtlich im Stich lässt", schrieb Litman. „All das kommt einer wohlverdienten Quittung für Trumps ungeheuerliche Kühnheit gleich, das amerikanische Volk dazu zu bringen, den schwersten Angriff auf die amerikanische Demokratie seit dem Bürgerkrieg nicht nur zu begnadigen, sondern finanziell zu belohnen."


