Die Krise in Venezuela und die Reaktion der USA könnten direkten Einfluss auf Bitcoin haben.
Während Energiepreise einbrechen, sehen Analysten Bitcoin als möglichen Krisengewinner.
Am 30. Januar gab US-Präsident Donald Trump bekannt, dass die USA eine große militärische Aktion in Venezuela durchgeführt haben. Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores wurden ebenfalls festgenommen.
Die Finanzmärkte reagierten direkt darauf, als der Handel heute Morgen begann. Die Energiepreise sanken. Laut dem Kobeissi Letter fiel Erdgas innerhalb von 15 Minuten nach Handelsstart an den Terminmärkten um etwa sechs Prozent. Außerdem sank der Ölpreis unter 57 USD pro Barrel und lag damit nahe den Werten von 2021.
Normalerweise führen große Konflikte mit ölproduzierenden Ländern zu höheren Energiepreisen. Dennoch reagieren die Märkte diesmal anders. Der Grund ist die Erwartung, dass Trump Venezuelas große Öl- und Gasvorkommen nutzen will.
Zur Einordnung: Venezuela hat die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Das Land besitzt fast zwanzig Prozent der Weltreserven.
Neben Öl hat Venezuela schätzungsweise zweihundert Billionen Kubikfuß Erdgasreserven, von denen viele noch unerforscht sind.
Die Kontrolle der USA über Venezuelas Energiesektor könnte das Angebot weiter steigen lassen und Öl sowie Erdgas noch günstiger machen. Doch wie könnte ein solches Ereignis den Bitcoin-Kurs unterstützen?
Laut Marktexperten Eric Fung können Händler und Investmentfirmen in so einer Situation ihr Geld in andere Werte wie Gold oder Silber umschichten. Es ist zudem möglich, dass digitale Werte wie Bitcoin und Ethereum von dem wechselnden Kapital profitieren.
Ein Analyst sagt, die US-Aktionen in Venezuela zeigen, wie eng Fiat-Systeme mit staatlicher Macht verbunden sind. Das könne das Vertrauen in den US-Dollar schwächen. Folglich könnten Investoren auf Bitcoin setzen, weil Bitcoin nicht eingefroren werden kann und nicht an einen Staat gebunden ist. Dadurch steigt die Nachfrage und es gibt in geopolitischen Krisen Auftrieb für den Bitcoin-Kurs.
Kritiker meinen jedoch, der Markt unterschätzt praktische Hürden. Ein Marktbeobachter verglich das Problem um Venezuelas Schweröl mit dem von Mt. Gox’s Bitcoin.
Das Öl existiert zwar, aber Märkte können es nicht richtig bewerten, weil die Produktion langsam, unsicher und durch Infrastruktur sowie Politik begrenzt ist. Oft wirkt es eher als narrative Stimmungsquelle, denn als tatsächlicher Marktfaktor.
Neben dem Einfluss von Ölpreisen berichtete BeInCrypto, dass Venezuelas angebliche Bitcoin-Reserven, sollten sie von den USA beschlagnahmt werden, langfristig ein Angebotsproblem schaffen könnten. Das könnte den Bitcoin-Kurs weiter steigen lassen.
Der Beitrag USA kontrollieren 17 Bio. USD Ölreserven in Venezuela: Was bedeutet das für Bitcoin? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

