Laut dem Financial Times-Autor Bryce Elder könnte sich der Bitcoin-Mining-Sektor, der seit langem unter Druck steht, aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Richtung künstlicher Intelligenz (KI)-Infrastruktur verlagern.
Die Verlagerung börsennotierter Mining-Unternehmen, insbesondere solcher mit Sitz in den USA, hin zu Rechenzentrumsoperationen könnte ein entscheidender Wendepunkt für die Zukunft der Branche sein.
Laut dem Autor liegt das grundlegende Problem beim Bitcoin-Mining strukturell begründet: ein System, das letztendlich zu einem Nullsummenspiel führt. Je mehr Kapazität dem Netzwerk hinzugefügt wird, desto stärker wird der Wettbewerb, die Margen schrumpfen und die Kostenbasis basiert auf Energiepreisen.
MARA Holdings CEO Fred Thiel erklärte im November, dass die tägliche Block-Belohnung für Miner nach dem nächsten Bitcoin-Halving im Jahr 2028 von 450 BTC auf 225 BTC sinken würde, was darauf hinweist, dass die Berechnungen im Sektor zunehmend schwieriger werden. Laut Thiel wird die Periode nach 2028 und 2032 für Miner noch angespannter werden, es sei denn, Bitcoin zeigt ein jährliches Wachstum von 50% oder mehr.
Darüber hinaus sollten Transaktionsgebühren die Block-Subventionen ersetzen, aber dieser Übergang hat noch nicht stattgefunden. Das On-Chain-Transaktionsvolumen bleibt begrenzt, und offene Positionen auf Derivatemärkten sind auf etwa 50 Milliarden US-Dollar gefallen.
Kürzlich hat sich eine bemerkenswerte Entwicklung im Bitcoin-Netzwerk ereignet. Die Netzwerkschwierigkeit ist um etwa 11% gesunken, was den größten Rückgang seit dem chinesischen Verbot im Jahr 2021 darstellt. Dies deutet darauf hin, dass einige Miner ihre Maschinen abgeschaltet haben.
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Die Hashrate, die die gesamte Netzwerkleistung misst, verzeichnete im letzten Monat ebenfalls einen starken Rückgang. Darüber hinaus verstärkt die Tatsache, dass ein größerer Anteil der Belohnungen an Miner „unbekannter" Herkunft ging, die Möglichkeit, dass Gerätehersteller möglicherweise begonnen haben, ihre eigenen Operationen zu betreiben.
Laut Morgan Stanley-Analysten könnte die Lösung darin bestehen, Mining-Einrichtungen in KI-Rechenzentren umzuwandeln. Die Analyse der Bank weist auf einen erheblichen globalen Mangel an KI-Rechenleistung hin. Morgan Stanley prognostiziert, dass der Strombedarf von Rechenzentren in den USA zwischen 2025 und 2028 um 74 Gigawatt steigen wird. Unter Berücksichtigung bereits gebauter Zentren und bestehender Netzkapazität könnte dies zu einem Defizit von etwa 49 Gigawatt führen. Die Umwandlung aller Bitcoin-Mining-Standorte in den USA könnte dieses Defizit um 10-15 Gigawatt reduzieren.
Diese Bewertungen basieren auf einer Vereinbarung, die im Dezember stattfand. Hut 8 hat sich mit dem Cloud-Plattform-Entwickler Fluidstack zusammengetan, um eine Kryptowährungs-Mining-Anlage in Los Angeles in ein Rechenzentrum umzuwandeln. Der Kunde ist das KI-Unternehmen Anthropic, und die Zahlungen werden von Google abgewickelt.
Laut Hashrate Index-Daten rangieren die USA mit einem Anteil von 37,5% an erster Stelle im globalen Bitcoin-Mining. Russland (16,4%) und China (11,7%) folgen. Die Verlagerung US-amerikanischer Miner in Richtung KI-Rechenzentren könnte zu einer Verlagerung der Netzwerkleistung in Länder außerhalb der USA führen. Dies könnte die strategische Position der USA im Krypto-Ökosystem schwächen. Diese Entwicklung könnte einen politischen Widerspruch schaffen, insbesondere für Donald Trump, der während seines Wiederwahlkampfs versprochen hatte, die USA zur „Krypto-Hauptstadt der Welt" zu machen.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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