XRP ist in den letzten vier Wochen um mehr als 30 Prozent gefallen. Der Grund ist ein allgemeiner Rückgang im Markt, der durch neue geopolitische Spannungen und erneute Sorgen um Zölle verstärkt wurde.
Gleichzeitig sind die realisierten Verluste gestiegen und der Zufluss auf die Börsen hat deutlich zugenommen. Diese On-Chain-Signale zeigen, dass der Stress im Markt für den Altcoin wächst. Da die Kapitulationswerte steigen, fragen sich viele, ob sich ein möglicher Boden bildet.
Die Aktivität von großen Haltern hat für mehr Sorgen beim kurzfristigen Kurs gesorgt. Der Analyst Darkfost sagte, dass diese Halter innerhalb eines Tages mehr als 31 Millionen XRP zu Binance verschoben haben. Das entspricht ungefähr 45 Mio. USD und könnte für Verkaufsdruck sorgen.
On-Chain-Daten zeigen, dass der größte Teil dieser Transfers von großen Haltern kommt. Wallets, die mehr als 1 Million XRP besitzen, machten 14,49 Millionen XRP des gesamten Zuflusses aus.
Wallets mit 100.000 bis 1 Million XRP steuerten 14,236 Millionen XRP bei. Kleinere Halter brachten vergleichsweise wenig ein, darunter 2,9 Millionen XRP von Wallets mit 10.000 bis 100.000 Token.
Die Konzentration der Zuflüsse bei großen Haltern ist auffällig. Solche großen Börsenströme sind oft ein Warnzeichen für möglichen Verkaufsdruck, weil Transfers zu zentralen Plattformen darauf hindeuten, dass Token verkauft werden könnten.
Aber wichtig ist: Nur weil Token zur Börse geschickt werden, heißt das nicht, dass sie direkt verkauft werden. Sie können auch länger dort liegen, als Sicherheit genutzt oder für interne Umbuchungen transferiert werden.
Die Zuflüsse erhöhen das Risiko von kurzfristiger Volatilität, sie führen jedoch nicht zwingend sofort zu fallenden Kursen.
Im gleichen Zeitraum wächst der Stress bei Haltern. Daten von Santiment zeigen, dass die realisierten Verluste bei XRP so hoch sind wie seit 2022 nicht mehr.
Solche Anstiege kommen meistens vor, wenn Anleger unter ihrem eigenen Einstiegskurs verkaufen. Das zeigt eine Kapitulation oder Panikverkäufe in unsicheren Zeiten.
Zusätzlich sieht es so aus, als würde auch das Interesse von großen Investoren nachlassen. Das erkennt man an den niedrigeren ETF-Zuflüssen von XRP.
Selbst mit strategischen Erweiterungen und mehr Entwicklung im Ökosystem hat XRP sich nicht vom allgemeinen Marktdruck lösen können. Das zeigt, dass die allgemeinen Bedingungen wichtiger sind als Projekterfolge.
Trotz der gestiegenen realisierten Verluste bei XRP betont Santiment, dass solche Entwicklungen ein „wichtiges Preissignal“ sind. In einem Beitrag wurde erwähnt, dass diese Anstiege oft am Markt-Boden auftreten.
Santiment erklärt, dass extreme Angst oft ihren Höchststand erreicht, bevor der Kurs sich wieder erholt. Wenn der Verkaufsdruck nachlässt, kann schon geringe neue Nachfrage für eine Kurserholung sorgen. Auch wenn das keine sofortige Rallye garantiert, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine leichte Erholung.
Außerdem hat BeInCrypto kürzlich hervorgehoben, dass der Marktwert im Vergleich zum realisierten Wert (MVRV) aktuell ein ähnliches Muster wie im Juli 2024 zeigt. Danach stieg der Kurs.
Allerdings sollte man historische Beispiele immer vorsichtig betrachten. Der Markt, die Liquidität und die Weltwirtschaft ändern sich von Zyklus zu Zyklus.
Der Beitrag XRP gerät unter Druck: Deutet der On-Chain-Stress auf einen Kursboden hin? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


