Ein Research-Beitrag von Citrini wurde innerhalb von 48 Stunden fast zehn Millionen Mal aufgerufen – und löste nicht nur online, sondern auch an den Finanzmärkten Reaktionen aus.
Kurz nach der Veröffentlichung gerieten Aktien wie Visa, Mastercard und mehrere Softwareunternehmen unter Druck. Im Kern stellt der Beitrag eine brisante Frage: Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz tatsächlich all ihre Versprechen einlöst?
Citrini entwirft ein Gedankenexperiment aus Sicht des Jahres 2028. Er beschreibt eine Phase, in der KI die Produktivität massiv gesteigert und Unternehmensgewinne explodieren lassen hat. Die Börsen steigen zunächst stark, weil Automatisierung Margen erhöht und Kosten senkt.
Doch genau hier beginnt das Problem.
Maschinen konsumieren nicht. Wenn vor allem gut bezahlte White-Collar-Jobs – also wissensbasierte Tätigkeiten – durch KI ersetzt werden, trifft das ausgerechnet jene Gruppe, die einen Großteil des Konsums trägt.
In den USA stammen rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus Konsumausgaben. Fällt Einkommen weg, sinkt die Nachfrage.
Das Szenario beschreibt ein „Ghost GDP“: Wirtschaftswachstum auf dem Papier, steigende Gewinne – aber kein stabiler Geldkreislauf. Unternehmen investieren weiter in KI, entlassen Mitarbeiter, die Nachfrage sinkt weiter. Ein negativer Kreislauf entsteht.
Besonders kritisch wäre die Lage am Kreditmarkt. Viele Haushalte haben Hypotheken auf Basis stabiler Einkommen aufgenommen. Fallen diese Einkommen strukturell weg, geraten vormals sichere Kredite unter Druck. Banken, Investoren und Pensionskassen könnten betroffen sein.
Gleichzeitig würden staatliche Einnahmen durch sinkende Lohnsteuern zurückgehen, während Sozialausgaben steigen. Die Politik stünde vor schwierigen Entscheidungen. Denkbar wären neue Steuerkonzepte oder ein Grundeinkommen – doch das Szenario geht eher von langsamer Reaktion aus.
Die Richtung der These halte ich für nachvollziehbar: KI wird Arbeitsmärkte und Geschäftsmodelle stark verändern. Allerdings erscheint mir der Zeitrahmen sehr ambitioniert. Technologische Umbrüche verlaufen meist langsamer, da Regulierung, Anpassungsprozesse und neue Berufsfelder Zeit benötigen.
Zudem könnten sinkende Kosten durch KI zu niedrigeren Preisen führen und Kaufkraft stabilisieren. Für Investoren bedeutet das, Entwicklungen differenziert zu betrachten.
Spannend ist in diesem Kontext auch Bitcoin (BTC). Wenn KI-Agenten künftig eigenständig Transaktionen durchführen, könnten dezentrale, programmierbare Zahlungssysteme strukturelle Vorteile bieten.
Mein Fazit: Das Szenario ist nicht unmöglich, aber ein plötzlicher Kollaps wirkt überzeichnet. Wahrscheinlicher ist eine schrittweise Transformation mit Chancen und Risiken zugleich.
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