DHS-Minister Markwayne Mullin hatte am Montag wenige Worte für seinen lautstärksten MAGA-Kritiker: „Er ist für mich irrelevant."
Auf einer Pressekonferenz nach dem pensionierten Grenzschutz-Oberbefehlshaber Gregory Bovino und „der Kritik, die er gegen das Ministerium gerichtet hat" befragt, zuckte Mullin nicht mit der Wimper. „Ich habe den Mann nie getroffen. Er ist für mich irrelevant. Ich weiß nicht, wer er ist", sagte der Minister und ging dann weiter.

Die Zurückweisung kam, während Bovino öffentlich gegen Mullin und andere Trump-Insider vorgegangen ist. Der frühere Kommandeur — einst das Gesicht der aggressiven Einwanderungsbekämpfung der Regierung in Chicago und Minneapolis — wurde im Januar abgesetzt, nachdem Bundesagenten unter seinem Kommando zwei US-Bürger in Minneapolis erschossen hatten. Er ging im Frühjahr in den Ruhestand.
Seitdem hat Bovino kein Blatt vor den Mund genommen. Als er letztes Wochenende auf dem rechtsextremen Remigration-Gipfel in Porto, Portugal, sprach, verspottete er Mullins Hintergrund im Sanitärgeschäft seiner Familie.
„Mullin ist ein toller Typ, ein großartiger Klempner, daran besteht kein Zweifel", sagte Bovino. „Er könnte wahrscheinlich einen tropfenden Wasserhahn reparieren. Aber hundert Millionen illegale Ausländer sind kein tropfender Wasserhahn."
Bovino nannte auch den Stabschef des Weißen Hauses Susie Wiles und den führenden Trump-Kampagnenberater Chris LaCivita namentlich und warf ihnen vor, „darauf zu drängen, die Massenabschiebungen zurückzufahren" und „den Präsidenten dazu zu bringen, den Anarchisten nachzugeben".
Zu den anhaltenden Auseinandersetzungen im Delaney Hall Abschiebezentrum in Newark war Bovino ebenso direkt — er argumentierte auf X, dass Mullin Agenten in Gefahr bringe, indem er Tränengas zurückhalte. „Ich weiß nicht, wer diese Leute zurückhält, aber grundlegende Aufstandskontrolle beginnt mit Gas", schrieb er. „Zögern ist keine Mitgefühl — es ist gefährliche Schwäche."
Mullins Büro teilte NewsNation mit, dass ICE am Mittwoch sechs Demonstranten wegen des mutmaßlichen Angriffs auf Bundesbeamte festgenommen habe, ging jedoch nicht direkt auf Bovinos Vorwürfe bezüglich des Tränengases ein.


