Aktien von General Motors fielen am Dienstag um fast 4 %, nachdem der Automobilhersteller mehrere Batterie-Energieinitiativen vorgestellt hatte, die nicht die gleiche Marktbegeisterung erzeugten, die Ford im Vormonat mit dem Start seines Energiegeschäfts erlebt hatte.
General Motors Company, GM
Während der Mittagshandelssitzungen wurden GM-Aktien bei 80,60 $ gehandelt, was einem Rückgang von 3,8 % entspricht – ein deutlicher Kontrast zum bescheidenen Rückgang des S&P 500 um 0,1 %. Der Ausverkauf erfolgte trotz der Bemühungen des Unternehmens, positive Schlagzeilen zu erzeugen.
Die Ankündigungen der Batterieinitiative umfassten bidirektionale Ladetechnologie, die es Elektrofahrzeugen ermöglicht, Strom an Wohngebäude zu liefern oder Strom zurück ins Stromnetz einzuspeisen. Darüber hinaus stellte GM eine neue Elektrofahrzeug-Ladeanwendung vor und enthüllte, dass das Batterierecyclingunternehmen Redwood Materials plant, ausgediente EV-Batterien zur Stromversorgung einer seiner Anlagen zu nutzen.
Die zentrale Ankündigung betrifft GMs strategische Zusammenarbeit mit Peak Energy, einem aufstrebenden Unternehmen, das auf Netzspeicherlösungen spezialisiert ist. Die Partnerschaft wird sich auf die Entwicklung von Natrium-Ionen-Batteriezellen konzentrieren, die für die großmaßstäbliche Energiespeicherung konzipiert sind. GM Ventures hat eine strategische Kapitalinvestition in Peak Energy getätigt, während GM sich exklusive Fertigungsrechte für Zellen sichert, die in seinen Batterieforschungsanlagen in Michigan hergestellt werden.
Natrium-Ionen-Batterietechnologie bietet im Vergleich zu Lithium-Ionen-Alternativen niedrigere Produktionskosten. Obwohl sie eine geringere Energiedichte pro Volumeneinheit aufweisen, wird diese Einschränkung bei stationären Speicheranwendungen wie Versorgungsnetzen und Rechenzentren vernachlässigbar.
Nach der Ankündigung behielt UBS-Analyst Joseph Spak seine Kaufempfehlung und ein Kursziel von 102 $ für GM bei. Er betonte, dass die Natrium-Ionen-Technologie noch in frühen Entwicklungsstadien steckt, wobei nur Labortesteinrichtungen in Betrieb sind und keine Fertigungsanlage errichtet wurde. GM hat weder die Investitionsgröße offengelegt noch Einsatzpläne bezüglich der Gigawatt-Kapazität bereitgestellt.
UBS stellte fest, dass GM Ventures historisch gesehen substanzielle Investitionen vermeidet, was darauf hindeutet, dass die Peak Energy-Beteiligung die Finanzberichte von GM wahrscheinlich nicht wesentlich beeinflussen wird. Das Unternehmen gab an, dass dieses Vorhaben mit seinem zuvor angekündigten Ausgabenrahmen übereinstimmt.
GM-Aktionäre hätten möglicherweise eine ähnliche Reaktion wie bei Ford erwartet. Ford-Aktien stiegen im Mai von etwa 12 $ auf 17 $, nachdem Ford Energy, seine Batterie-Speichersparte im Versorgungsmaßstab, vorgestellt wurde. Wall-Street-Analysten prognostizierten, dass Ford Energy bis Ende des Jahrzehnts etwa 500 Millionen $ an Betriebsgewinnen beitragen könnte.
Ford-Aktien erlitten am Dienstag ebenfalls Abwärtsdruck und fielen um 2,9 % auf 14,50 $, was auf eine gewisse Abkühlung der früheren Anlegerbegeisterung hindeutet.
Auch die allgemeinen Marktbedingungen wirkten sich negativ auf GM aus. Die US-Inflation lag im Mai bei 4,2 % – dem höchsten Stand seit Jahren –, was die allgemeine Marktstimmung offenbar dämpfte.
Die GM-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten um 73 % zugelegt und wird laut InvestingPro-Analyse derzeit über ihrem fairen Wert gehandelt. UBS hält an seinem Kursziel von 102 $ für die Aktie fest.
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